Erlasse des Bischofs - Dienstag, 1. April 2014 - Jahrgang: 158 - Artikel: 81

Statut der Ökumene-Kommission im Bistum Trier

Auf der Grundlage des „Direktoriums zur Ausführung der Prinzipien und Normen über den Ökumenismus“ des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen vom 25. März 1993 (Ziffern 42 bis 44) wird für das Bistum Trier eine Bistumskommission für Ökumene (Ökumene-Kommission im Bistum Trier) nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen errichtet.

I. Stellung und Aufgaben

  1. Die Errichtung der Ökumene-Kommission im Bistum Trier erfolgt zum Zwecke der Ausführung der Prinzipien und Normen über den Ökumenismus, der Förderung der ökumenischen Arbeit im Bistum und der praktischen Umsetzung der Weisungen und Orientierungen, die der Bischof gibt.
  2. Die Ökumene-Kommission berät den Bischof und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bischöflichen Generalvikariat und den angeschlossenen Dienststellen sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Dekanaten und Pfarreien in Fragen des Ökumenismus. Beschlüsse und Ergebnisse der Ökumene-Kommission haben den Charakter von Empfehlungen an den Bischof.
  3. Die Ökumene-Kommission fördert gemäß der Lehre und den Weisungen der Kirche ökumenische Initiativen in den Gemeinden und unterstützt diese. Sie fördert insbesondere den geistlichen Ökumenismus.
  4. Sämtliche Informationen, Anfragen und Initiativen im Bereich der Ökumene im Bistum Trier werden i. d. R. in der Ökumene-Kommission im Auftrag des Bischofs geprüft, beraten und ggf. als Entscheidungsvorlage für ihn bearbeitet.
  5. Im Einvernehmen mit dem Bischof nimmt die Ökumene-Kommission die interkonfessionellen Außenkontakte wahr und vertritt das Bistum Trier in der Ökumene.

II. Amtszeit und Zusammensetzung der Kommission

  1. Die Amtszeit der Kommission beträgt vier Jahre. Die Berufungen der Mitglieder durch den Bischof nach Ziffer 4 erfolgen jeweils für die laufende Amtszeit. Eine einmalige erneute Berufung ist zulässig.
  2. Vorsitzender der Kommission ist einer der Weihbischöfe, der für diese Aufgabe vom Bischof ernannt wird.
  3. Der/Die Abteilungsleiter/in der Abteilung 1.1 Pastorale Grundaufgaben im Bischöflichen Generalvikariat ist geborenes Mitglied der Ökumene-Kommission und nimmt die Aufgaben der Geschäftsführung wahr.
  4. Die weiteren Mitglieder werden vom Bischof auf Vorschlag des Vorsitzenden berufen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
    • Ein/Eine kath. Theologe/Theologin mit wissenschaftlichem Schwerpunkt in ökumenischer Theologie.
    • Ein/Eine Vertreter/in der ACK Südwest, der/die nicht katholisch sein muss (jährliche Rotation zwischen den „Konfessionsfamilien der ACK“ ist möglich).
    • Drei Mitglieder als Vertreter aus je einem der drei Visitationsbezirke im Bistum.
    • Weitere Mitglieder können vom Bischof berufen werden.

III. Arbeitsweise der Kommission

  1. Die Ökumene-Kommission tritt in der Regel dreimal im Jahr und nach Bedarf zusammen. Die Tagesordnung wird vom Vorsitzenden aufgestellt und den Mitgliedern zwei Wochen vor einer Sitzung zugesandt.
  2. Über die Sitzungen ist ein Ergebnisprotokoll anzufertigen, das dem Bischof und den Mitgliedern der Ökumene-Kommission zugestellt wird.
  3. Die Ökumene-Kommission bemüht sich um durch gehenden Erfahrungsaustausch mit den Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften und Dekanaten und bittet um entsprechende Informationen aus dem Bistum.
  4. Der/Die Geschäftsführer/-in nimmt die Vertretung des Bistums Trier in der ACK Südwest wahr.
  5. Die Mitglieder der Ökumene-Kommission üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Auslagen werden in entsprechender Anwendung der Bistumsregelungen erstattet.

IV. Inkrafttreten

Dieses Statut tritt am 1. April 2014 in Kraft.

Trier, den 18. März 2014

Dr. Stephan Ackermann
Bischof von Trier

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