Ständiger Diakonat: Ein relativ junger Beruf mit langer Geschichte

Profil des Berufes "Diakon"

Die Botschaft Jesu Christi

Das Zentrum der Botschaft Jesu: er verkündigt, dass Gottes Herrschaft anbricht. Diese „Reich-Gottes-Botschaft“ verwirklichte Jesus in seinem Leben, besonders in seiner Bereitschaft, dem Heil des Menschen zu dienen. Seine Wort-Verkündigung und sein Lebens-Dienst führten ihn vor allem zu den Armen und Kranken, den Ausgestoßenen und Verachteten.

Weil die Kirche sich auf diesen „dienenden Christus“ beruft, steht sie seit ihren Anfängen unter dem ständigen Auftrag, seine Grundhaltung des Dienstes zu verwirklichen. Die Kirche Jesu Christi ist immer diakonische Kirche, oder sie ist nicht Kirche. Sie braucht das diakonische Amt, um diesen Anspruch in ihren eigenen Reihen wach zu halten.

Die Diakonie ist „in der grundlegenden Struktur der Kirche selbst verankert.“ (Benedikt XVI: "Deus caritas est", N° 21)

  • Apostolische Zeit Switch

    Seit den Zeiten der Apostel gibt es Diakone. Sie übernehmen den „Dienst an den Tischen“ und den „Dienst am Wort“. Sie helfen der Gemeinde, ihrem Grundauftrag nachzukommen: die Not der Witwen und Waisen, der Fremden und Armen zu sehen und bekannt zu machen und ihnen helfende zur Seite zu stehen. Denn in jedem dieser „Geringsten“ erblickt die Kirche das Angesicht Christi und bekennt sich zu ihm – oder verweigert sich ihm.

    Der Diakon trägt die Not der Armen im Gottesdienst vor Gott und die Gemeinde und bringt den Dienst an ihnen in seiner Verkündigung ins Wort.

  • Diakonat: von der Durchgangs-Stufe zum eigenständigen Weiheamt Switch

    Der Diakonat trat im Laufe der Geschichte als bleibendes Weiheamt in den Hintergrund, ohne ganz unterzugehen. Als Voraussetzung zum Priesteramt war er eine nie erloschene Durchgangsstufe.

    Die Väter des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) erneuerten den Diakonat als ständiges Weiheamt; sie sagten über die Diakone: „Mit sakramentaler Gnade gestärkt, dienen sie dem Volke Gottes in der Diakonie der Liturgie, des Wortes und der Liebestätigkeit in Gemeinschaft mit dem Bischof und seinem Presbyterium.“ (Lumen gentium, 29).

  • Diakone sind... Switch

    Ständige Diakone üben ihren Dienst

    • als in Ehe, Familie und Beruf bewährte Männer
    • auf der Grundlage der Diakonenweihe
    • im bischöflichen Auftrag aus.

    Diakone sind Geistliche. Sie leben aus dem Geist und üben diese Haltung in Gottesdienst und Gebet ein. Sie haben teil am stellvertretenden Gebet der Kirche, vor allem in der Form des Stundengebets.

    Ständige Diakone verwirklichen ihre Aufgaben in der Diakonie, im Gottesdienst und in der Verkündigung. Sie haben einen besonderen Blick auf alle Formen menschlicher Not; deswegen bilden die Bereiche Caritas und Diakonie einen besonderen Schwerpunkt ihres Dienstes.

    Die Verkündigung und der  liturgische Dienst der Diakone sollen von dieser sozial-karitativen Sendung geprägt sein. Sie halten so die diakonische Dimension der Kirche als Ganze wach.

  • Diakon mit Zivilberuf Switch

    Der Diakon mit Zivilberuf verwirklicht seinen Auftrag vor allem in seinem zivilen Beruf.

    Darüber hinaus werden ihm einzelne pastorale Aufgaben übertragen, die er nebenberuflich in einer Pfarrei oder Pfarreiengemeinschaft oder in einem speziellen Bereich der Pastoral wahrnimmt.

  • Diakon im hauptberuflichen Dienst Switch

    Bei entsprechendem Personalbedarf des Bistums Trier und vorliegender Eignung kann ein Diakon nach einer pastoralen Zusatzqualifikation zum hauptberuflichen Dienst (Diakon im Hauptberuf) beauftragt werden.

Weiteres: