„Querdenker am Puls der Zeit“

Ständige Diakone im Bistum Trier

Das Motiv unseres Titel-Bildes ist einigermaßen bekannt: Jesus wäscht seinen Jüngern die Füße; in dem Saal, in dem er gleich anschließend mit ihnen auch Mahl halten wird. Beide Szenen – Fußwaschung und Abendmahl – gehören zusammen. Es sind die Kernhandlungen, in deren Spur die Jünger Jesu ihren Auftrag erfüllen: dem Menschen zu dienen und Gott zu ehren. Diakonie und Liturgie sind aufeinander bezogen.

Gottesliebe und Nächstenliebe „gehören so zusammen, dass die Behauptung der Gottesliebe zur Lüge wird, wenn der Mensch sich dem Nächsten verschließt oder gar ihn hasst“, so drückt es Papst Benedikt XVI. in seiner Enzyklika DEUS CARITAS EST aus. Schon Johannes Chrysostomus (349-407) hatte geschrieben: „Das Sakrament des Altares ist nicht zu trennen vom Sakrament des Bruders.“

Das Besondere an dem Bild ist, wem Jesus hier gerade die Füße wäscht. Normalerweise zeigen die Bilder Petrus, den ersten unter den Jüngern, der sich nicht waschen lassen will. Hier kniet Jesus vor Judas; der wird ihn später verraten – und Jesus weiß es. Judas ist deutlich erkennbar an der umhängenden Geldbörse - und ein Heiligenschein fehlt... Jesus schaut nicht darauf, was der andere gerade vorhat. Jesus gewährt auch ihm das Zeichen der dienenden Liebe.

Dieses Zeichen Jesu ist Ansporn und Stachel für jeden, der sich in seine Nachfolge stellen will. Der Diakon ist diesem dienenden Jesus, dem Christos Diakonos, auf besondere Weise verpflichtet.

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