Voraussetzungen - Bildungs-Wege und Fortbildungs-Angebote für ständige Diakone

Diakon werden und bleiben im Bistum Trier

Wer ständiger Diakon werden möchte und die Ausbildung aufnehmen will, sollte bestimmte Voraussetzungen mitbringen.  Vor der Zulassung zur Ausbildung wird es mehrere Gespräche geben, in denen Ihre Voraussetzungen miteinander besprochen werden.

  • Menschliche Voraussetzungen

    • Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit
    • Kooperationsfähigkeit und einfühlsame Umgangsformen
    • Fähigkeit zur Vermittlung und Integration
    • Verantwortungsbereitschaft
    • Persönliche Entwicklungsbereitschaft
    • Bei Verheirateten: mehrjährig in einer tragfähigen Ehe und geordneten Familienverhältnissen lebend
  • Berufliche Voraussetzungen

    • Abgeschlossene Berufsausbildung und mehrjährige Bewährung im Beruf
    • Erfolgreicher Abschluss des theologischen Studiums (Grund- und Aufbaukurs von „Theologie im Fernkurs“ der Würzburger Domschule); Abschluss des Grundkurses vor Aufnahme in den Bewerberkreis
    • Mindestens Sekundarabschluss I (Mittlere Reife) für spätere Diakone im Hauptberuf
  • Religiös-kirchliche Voraussetzungen

    • Bereitschaft zur Christus-Nachfolge durch den Dienst am Menschen
    • Gelebte Frömmigkeit und tägliche Gebetspraxis
    • Aktive Teilnahme am Leben einer Gemeinde bzw. kirchlichen Gemeinschaft
    • Übereinstimmung mit dem Glauben und der Lehre der Kirche
    • Bereitschaft zur spirituellen Weiterentwicklung im Bewerberkreis
  • Kirchenrechtliche Voraussetzungen

    • in der Regel in keiner konfessions- und grundsätzlich in keiner religionsverschiedenen Ehe lebend
    • schriftliche Zustimmung der Ehefrau zu der Absicht Diakon zu werden
    • bei ehelos Lebenden: Verpflichtung zum zölibatären Leben
    • Mindestalter: bei Verheirateten 35 Jahre; bei Ehelosen 25 Jahre
  • Höchstalter (zum Zeitpunkt der Weihe bzw. Anstellung):

    • für Diakone mit Zivilberuf i.d.R. 55 Jahre,
    • für Diakone im Hauptberuf i.d.R. 50 Jahre

Vorbereitung | Ausbildung | Berufseinführung

Der eigentlichen Ausbildung ist ein einjähriges Interessentenjahr vorgeschaltet. Es bietet Gelegenheit, die eigene Berufung zu klären, und zur Hinführung zu bzw. Intensivierung einer geistlichen Lebensführung.

In diesem Jahr absolviert der Bewerber auch den Grundkurs von „Theologie im Fernkurs“.

  • Wer Diakon im Bistum Trier werden möchte und zur Ausbildung zugelassen ist, wird Mitglied des Diakonatsbewerberkreises.

    Die Ausbildung im Diakonatsbewerberkreis ist die Hinführung zum Dienst als Diakon mit Zivilberuf. In einzelnen Fällen ist es möglich, dass Sie eine  pastorale Zusatzqualifikation zum Diakon im Hauptberuf absolvieren. - Die Bewerberzeit dient der Fortführung des theologischen Studiums (Aufbaukurs), der spirituellen Bildung und der pastoral-praktischen Ausbildung.

    Im Rahmen des Bewerberkreises finden schrittweise auch die feierlichen Beauftragungen zum Lektoren- und Akolythendienst sowie die Aufnahme unter die Weihekandidaten (Admissio) statt.

    Zu bestimmten Veranstaltungen sind auch die Ehefrauen und Kinder der Bewerber eingeladen.

    Den Abschluss der Ausbildung bildet der Weihekurs zur unmittelbaren Vorbereitung auf den Empfang der Diakonenweihe.

  • Die neuen  Diakone nehmen nach der Weihe an den Maßnahmen der zweieinhalbjährigen Berufseinführung teil.

    In dieser Phase werden die in der Ausbildung erworbene menschlich-geistliche Formung, die theologische Bildung und die pastorale Befähigung weiter entwickelt. Dabei sollten sich vor allem das eigene Selbstverständnis als Diakon, die persönliche Spiritualität, die Zusammenarbeit mit den anderen pastoral Tätigen und das Gleichgewicht zwischen Amt und Familie weiter entwickeln.

    Zur Berufseinführung gehören unter anderem:

    • regelmäßige Teilnahme am regionalen Diakonenkreis;
    • jährlich zwei Veranstaltungen zur geistlichen Praxisreflexion;
    • jährliche Maßnahmen zur Vertiefung verschiedener praktischer Kompetenzen;
    • jährliche Teilnahme an Exerzitien.
  • Jeder Diakon ist Mitglied in einem von derzeit fünf regionalen Diakonenkreisen. Diese dienen dem Erfahrungsaustausch und der gegenseitigen Stärkung im Dienst sowie der geistlichen, fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung. Zu den Treffen der Diakonenkreise sind auch die Ehefrauen der Diakone eingeladen.

    Die Diakonenkreise und ihre Sprecher sind:

    • Diakonenkreis Koblenz (Sprecher: Diakon Karl-Werner Fachinger)
    • Diakonenkreis Trier (Sprecher: Diakon Dr. Harald Müller-Baußmann)
    • Diakonenkreis Saar-Hochwald (Sprecher: Diakon Oswald Jenni)
    • Diakonenkreis Schaumberg-Blies (Sprecher: Diakon Peter Munkes)
    • Diakonenkreis Saarbrücken (Sprecher: Diakon Horst-Peter Rauguth)

    (Stand 28.7.2012)

Weiter lernen: Fortbildung

Fortbildung ist in allen pastoralen Berufsgruppen Bestandteil des Dienstes. Zur Fortbildung gehören fachliche Kurse zur Weiterentwicklung der pastoralen Kompetenz, aber auch geistliche Übungen in Form von Exerzitien.

Neben den Diakonenkreisen gibt es für die Fortbildung von Diakonen folgende Angebote:

Die Antrags- und Kostenregelung erfolgt nach diözesanen Bestimmungen. Nähere Informationen gibt es im Bischöflichen Generalvikariat,  Abteilung SB 2.2 (Thorsten Hoffmann).  Das Antragsformular für Fortbildungsmaßnahmen und Exerzitien können Sie bei einer der genannten Stellen oder auf der Intranet-Portalseite des Bistums Trier finden (geschützter Zugang).

Weiteres: