Viel mehr als "(noch) nicht Wissen":

Glauben - was ist das?

Gebetszelt beim Dritten Plenum der Bistums-Synode

Immer noch und immer mal wieder taucht diese scheinbare Definition von "Glauben" auf: Glauben wäre danach erst mal ein Defizit - Nicht-Wissen eben. (Und wenn dann das Wissen irgendwann einmal errungen ist, kann der Mensch den Glauben - oder das Glauben? - hinter sich lassen...)

Glaube, wie Christinnen und Christen ihn verstehen, ist anders. Und zwar auch für jede und jeden anders als für alle anderen. Glaube ist eine Beziehung - zwischen Gott und Mensch, zwischen uns und Jesus von Nazaret, zwischen Schwestern und Brüdern ganz nah beieinander und weltweit. "Freundschaft mit Jesus Christus", hat der damalige Bischof von Trier, Reinhard Marx es im Jahr 2005 einmal genannt. "Freundschaft mit Jesus" in einer Gemeinschaft, die in Bewegung bleibt und die sich einsetzt für Barmherzigkeit und Gerechtigkeit - und die das Gespräch sucht mit allen Menschen: mit denen, die auch glauben, und mit den anderen.

Wer in einer Beziehung lebt, weiß das: eine Beziehung braucht Übung und Pflege. Das gilt auch für die Beziehung zu Gott, also für den Glauben. Die alltägliche Praxis der Liebe (zu den Nächsten und den Fernen) gehört dazu, das Gebet und Gespräch mit anderen und mit "dem ganz Anderen"; und gelegentlich ist es gut, mal ausdrücklich eine Auszeit zu nehmen oder sogar ganz anders zu leben als bisher.

Anregungen und Angebote zu diesen Aspekten finden Sie auf diesen Seiten.

Weiteres: