Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat"

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan<br/>August 2017

  • Die Schönheit der Schöpfung in der Kunst entdecken Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir
    für die Künstler, dass sie durch ihren Einfallsreichtum dazu beitragen, die Schönheit der Schöpfung zu entdecken.

    Johannes Paul II. schrieb 1999 in seinem „Brief an die Künstler“: „Gott hat also den Menschen ins Dasein gerufen und ihm die Aufgabe übertragen, Künstler zu sein. Im künstlerischen Schaffen erweist sich der Mensch mehr denn je als Abbild Gottes. Er verwirklicht diese Aufgabe vor allem dadurch, dass er die wunderbare Materie des eigenen Menschseins gestaltet und dann auch eine kreative Herrschaft über das ihn umgebende Universum ausübt. Der göttliche Künstler kommt dem menschlichen Künstler liebevoll entgegen und gibt ihm einen Funken seiner überirdischen Weisheit weiter, indem er ihn dazu beruft, an seiner Schöpfungskraft teilzuhaben.“

    Künstler sind Schöpfer sind. Mit ihren Werken in Bildern, Skulpturen, Worten, Tönen laden sie ein, die Welt neu zu sehen und die Schöpfung in ihrer Schönheit wahrzunehmen. Was für Papst Franziskus Kunst bedeutet, welches seine Lieblingskunstwerke sind, das wird in Kürze der Dokumentarfilm zeigen "Papst Franziskus. Meine Vorstellung von Kunst". Unter den ausgewählten Kunstwerken befindet sich u.a. die Sixtinische Kapelle, der Belvedere Torso, ein Renault aus dem Jahr 1984 und die Grablegung von Caravaggio. Diese Kunstwerke sind für Franziskus ein Kontrast zur derzeitigen Wegwerfkultur, und sind ein Hinweis auf einen Weg der Evangelisierung.

    "Der Künstler ist ein Zeuge des Unsichtbaren und Kunstwerke sind der klarste Beweis, dass die Auferstehung möglich ist", erzählt Papst Franziskus in der Dokumentation, die auch für den Oscar eingereicht werden soll. Vielleicht heißt es ja bald „…and the Oscar goes to … Pope Francis“.

    Gott, Du Schöpfer alles Guten,
    Du schenkst den Menschen besondere Talente und Fähigkeiten.
    Wir bitten Dich für die Kunst Schaffenden: Schenk ihnen Ideen und Kreativität, damit wir in ihren Werken die Schönheit der Schöpfung neu entdecken und Dich loben.
    Denn Du bist der Anfang allen Seins. Amen.

  • Für Menschen die Verantwortung in den Räten übernehmen Switch

    Mit unserem Bischof Stephan beten wir
    für die Frauen und Männer in den Räten des Bistums,
    die Mitverantwortung übernommen haben: um fruchtbare Zusammenarbeit zum Gelingen des kirchlichen Lebens.

    Die Räte unseres Bistums bieten eine institutionalisierte Form der Mitverantwortung und der Vernetzung an. Damit nehmen sie eine Schlüsselfunktion im Aufbau lebendiger Gemeinden ein. Zu denken ist hier z. B. an den Pfarrgemeinderat vor Ort, der dem Aufbau einer lebendigen Gemeinde, der Verkündigung der Botschaft Jesu Christi, der Feier des Glaubens im Gottesdienst und dem Dienst an den Nächsten verpflichtet ist, aber auch an die diözesanen Räte wie den Diözesanpastoralrat oder den Katholikenrat.

    Die Synode des Bistums Trier hat in ihrem Schlussdokument "heraus gerufen. Schritte in die Zukunft wagen" auch für die Räte im Bistum Trier neue Wege aufgezeigt. Die Rätestruktur wird neu gestaltet werden. Auf der Ebene des Bistums wird ein Diözesanrat eingerichtet, in dem neben den Mitgliedern des Priesterrats und des Katholikenrates noch weitere in einer Ordnung zu bestimmende Gläubige zusammenwirken. Auch die Aufgaben des Diözesanpastoralrates werden in den Diözesanrat überführt. Auf der Ebene der Pfarrei wird es ein neues synodales Gremium geben.

    Eine spannende Entwicklung deutet sich an. Auch wenn sich die Rätestruktur ändert, eines ist sicher: die Arbeit bleibt, egal wie der Zuschnitt der Räte aussehen wird. Engagement ist wichtig, damit Kirche lebendig bleibt und kirchliches Leben gelingen kann.

    Herr Jesus Christus, Du Gott der Weggemeinschaft,
    wir bitten Dich für die Frauen und Männer die sich in den Räten unseres Bistums engagieren: schenk ihnen immer wieder neu Deinen Geist, damit sie aufeinander hören, miteinander Schritte in die Zukunft wagen und immer wieder neu Menschen begeistern, Deine Kirche zu bauen.
    Denn Du gehst mit uns auch durch unsere Zeit. Amen.

  • Für die Ordenschristen Switch

    Mit unserem Bischof Stephan beten wir
    für die Frauen und Männer, die als Ordenschristen sich an Gott gebunden haben und durch ihr Gebet und ihre Arbeit Zeugnis geben vom Reichtum des Evangeliums.

    Ob als Christ oder Christin in einem tätigen oder beschaulichen Orden oder in einem Säkularinstitut - Orden und geistliche Gemeinschaften sind Zeichen einer lebendigen Kirche. Sie sind eine Gabe Gottes an die Kirche und für die Welt. Das "gottgeweihte Leben" in den evangelischen Räten (Armut, Gehorsam, Ehelosigkeit) verweist auf das Wirken Christi und stellt es zeichenhaft dar.

    Bischof Stephan betonte in seinem Fastenhirtenbrief 2015, dass Ordenschristen kein “Exklusivrecht” auf ein geweihtes Leben haben, denn „alle Christen sollen auf der Basis ihrer Taufe ihr Leben Gott weihen.” Aber nicht selten irritieren Ordenschristen mit ihrer Lebensweise, so Bischof Stephan, was er positiv wertet, denn „dadurch werden wir auf die provozierende und zugleich befreiende Kraft des Evangeliums selbst gestoßen”. Man werde an die “Möglichkeiten des Glaubens, die wir noch nicht ergriffen haben und an die Herausforderungen der Evangeliums, hinter denen wir zurückgeblieben sind” erinnert. So seien Ordenschristen immer auch so etwas wie “der Stachel im Leben der Kirche”.

    Herr Jesus Christus,
    immer wieder berufst Du Menschen in Deine besondere Nachfolge.
    Schenke unseren Ordensbrüdern und –schwestern immer wieder neu die Kraft, sich von Deinem Ruf begeistern zu lassen.
    Gib ihnen Menschen, die sie durch Durststrecken begleiten, damit sie immer neu durch ihr Gebet und ihre Arbeit die Fülle des Evangeliums bezeugen.
    Denn Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Amen.

    Dr. Barbara Engel-Ries

Weiteres: