Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat"

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan (Dezember)

  • Für die älteren Menschen und ihr Glaubenszeugnis Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir
    für die älteren Menschen, dass sie in ihren Familien und christlichen Gemeinschaften ihre Weisheit und ihre Erfahrung um den Glauben einbringen und zur Bildung der neuen Generationen beitragen können.

    „Ich bewundere meine Oma! Ich bin mit ihr aufgewachsen und sie war immer ein großes Vorbild. Fleißig, klug und vor allem immer darauf bedacht, dass es all ihren Mitmenschen gut geht.“ Das sagt die deutsche Weinkönigin Katharina Staab, die aus Oberhausen an der Nahe kommt, über ihre Großmutter.  Seit sie vor einigen Wochen zur deutschen Weinkönigin gewählt wurde, erzählt sie immer wieder von dem Vorbild ihrer Oma. „Man weiß nie, wozu es gut ist“ ist meine Lieblings-Lebensweisheit. Weil sie schon so oft gestimmt hat, sie dabei hilft, manche Dinge nicht so schwer zu nehmen, und natürlich auch weil sie von Oma Hedwig ist.“

    Die Liebe, die sich in dieser kurzen Aussage ausdrückt, zeigt, dass Bildung eine Herzensangelegenheit ist, die den Charakter von Menschen prägen kann. Es geht weniger um Wissen und technische Fähigkeiten, das die Großmutter ihrer Enkeltochter mitgegeben hätte, - denn vermutlich kann die viel lockerer mit einem PC umgehen als die Oma, - als viel mehr um die Grundhaltung dem Leben gegenüber, das Vertrauen in das Leben und in Menschen. Die Oma ist klug und fleißig, was ja auch bedeutet, dass sie zeigt, dass man die Aufgaben des Lebens, den Alltag mit anderen durch eigenes Engagement gestalten kann. Die Oma achtet aber besonders darauf, dass es allen um sie herum gut geht, und gibt diese Haltung vertrauensvoll an die Enkelkinder weiter. Und mit dieser Haltung geht ihre Enkeltochter an ihre neue Aufgabe. Die Oma kann der Enkelin keine „Rezepte“ mitgeben, was sie auf Weinmessen in aller Welt erzählen soll, aber die Werte und Erfahrungen aus ihrer Lebensgeschichte beeinflussen, wie die junge Frau heute den Menschen begegnet, bekannten wie fremden. Eine gute Empfehlung und ein wichtiger Schritt, wenn es darum geht, das Miteinander in der Welt friedvoll zu gestalten.

    Du Gott des Lebens, alt werden, alt sein, das ist ein Zeichen für Lebenskraft, die durch lange Zeiten getragen hat. Lass die älteren Menschen daraus Vertrauen und Gelassenheit gewinnen, dass sie die jüngeren Leute ermutigen, ihre Wege zu gehen und die Welt und das Zusammenleben mit Freude zu gestalten, weil du mit auf dem Weg bist. Amen.

  • Für die Sternsinger Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir
    für die Sternsinger, die alljährlich den Segen Gottes zu den Menschen in die Häuser bringen und um eine Gabe für Kinder in Not bitten.

    „20+C+M+B+18“ - dieser Code wird demnächst wieder über vielen Haustüren in Stadt und Land zu lesen sein. Oder „getagged“, wie es in der Sprache von Jugendlichen heißt, bei den Sternsinger aus Österreich. Zu ihrer diesjährigen Aktion haben sie mit etlichen Sternsingergruppen aus dem ganzen Land ein Musikvideo aufgenommen. „Listen to the kings - hört auf die Könige“ - das ist der Titel ihres Rap. Ganz schön programmatisch, wie sie da den Text des Liedes „Wir kommen daher aus dem Morgenland“ neu bearbeitet haben. "Wer 2000 Jahre in aller Munde bleiben will, muss mit der Zeit gehen und sich immer wieder neu erfinden." Was das heißt, können Sie und ihre Kinder und Enkelkinder nachhören unter www.Sternsingerrap.at. Dort erzählen sie auch, wozu sie auf die Straße gehen, immerhin rund 85 000 Königinnen und Könige in Österreich und rund eine halbe Million in Deutschland.

    Sie rappen:
    „… Bin seit Sieben in der Früh in der Gegend unterwegs.
    Ich trag bunte Gewänder aus fernen Ländern -
    Du findest das peinlich? Mann, ich will was verändern.
    Hör dir mein Lied an und nimm meinen Flyer,
    ich tag deine Haustür und ziehe gleich weiter. …
    … Kids on the road - gegen Kinderarbeit. -
    … Schulbuch, Tafel, Saatgut, Felder.
    unterstützt durch eure Gelder.
    Kinderrechte, Fahrrad, Klos.
    Kleine Spenden werden groß! …
    Manchmal ist es easy und manchmal richtig hart.
    Doch wir bleiben dabei, wir ziehn von Tür zu Tür,
    verbessern wir die Welt, kommt alle mit mit mir!
    … Es ist nicht immer schön und es ist nicht immer leicht.
    Es gibt Teile dieser Welt, wo die Sonne nicht mehr scheint.
    Mit eurem Beitrag könnt ihr den Reichtum verteilen.
    auch wenn das jetzt bedeutet sich als König zu verkleiden!…“

    Du Gott des Lebens hast den drei Weisen aus dem Morgenland einen Stern geschickt, dem sie folgen konnten. Lass die jungen Leute, die als Sternsinger unterwegs sind, ihren Stern finden und schenke ihnen Ideen, wie sie diese Welt zum besseren verändern können. Lass sie bei ihrem Zug durch die Gemeinden einen schönen Tag erleben, Unterstützung und Hilfe erfahren und entdecken, dass ihr Engagement sich lohnt und Spaß macht. Amen.

  • Für Bibelkreise, Gebetsgruppen, Geistliche Gemeinschaften in unserem Bistum Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir
    für die Bibelkreise, Gebetsgruppen und geistlichen Gemeinschaften in unserem Bistum, die sich regelmäßig treffen und so zu einer Glaubenslebendigkeit beitragen.

    Zwölf Menschen aus der Pfarrei, eine Künstlerin, ein Workshop über Maria und am Ende ein echtes Ergebnis, das alle Beteiligten überrascht und zufrieden stellt: es geht um die Frage, wie ihre Kirche sich in Zukunft darstellt und zwar konkret durch die Gestaltung der Marienkapelle in der neuen Kirche St. Albrecht in Rif.  Aus dem Dialog miteinander und dem Gespräch über Maria heute entsteht ein Werk, das so keine der beteiligten Personen sich vorgestellt hat, weder die Gemeinde noch die Künstlerin, weder der Architekt noch der Pfarrer. Und doch sind alle zutiefst erfreut, als die Künstlerin ihr Werk vorstellt: eine Marienfigur, die sich aus dem Nichts ergibt, aus eingestanzten Lichtlöchern in einer Holzwanne; eine Madonna, die erstrahlt, wenn Licht durchfällt; und die zu einem Bild von schwarzen Punkten wird, wenn man sie im Hellen sieht; eine Darstellung, die vertraut ist, weil das „Modell“, die schöne Madonna, in der Region sehr bekannt ist, und die doch gesucht werden muss, weil sie sich hier stets neu erst ins Licht setzt. Und so anregend und neu wie die Marienkapelle ist auch das Eingangsbild der Kirche: ein Schöpfungsbild mit vernetzten Strukturen und organischen Formen. Durch Gespräch und Dialog gewinnen die „alten“ Glaubenswahrheiten neue Gestalt und Bedeutung für Menschen von heute, begleiten sie in den Sorgen und Nöten, Hoffnungen und Freuden des Lebens.

    In den vielen Überlegungen und Beratungen zur Kirche der Zukunft ist das ein Beispiel, was für sich spricht: Strukturen und Vorgaben sind in der Verwaltung hilfreich, wenn es um Leben und Glauben geht, dann braucht es Dialog miteinander, Gespräch und Austausch in der Gegenwart des lebendigen Gottes und die Freiheit, die überraschenden Lösungen des Geistes umzusetzen. Genau dafür stehen die Kreise und Gemeinschaften in der Kirche, die regelmäßigen und spontanen Treffen vieler, in denen über Gott und die Welt gesprochen und gebetet wird - in Rif, im Bistum Trier und überall auf der Welt.

    Du Gott des Lebens, am Anfang des neuen Kirchenjahres beten wir dafür, dass in den vielen Gruppen und Gemeinschaften Dein Wort immer wieder neu lebendig wird, so dass es seine Kraft im Leben der Menschen entfaltet. Schenke den Menschen in den Gruppen Vertrauen in ihr Miteinander und in Dein Wort. Gib ihnen den Mut, sich überraschen zu lassen von der Vitalität Deines Wortes und Deiner Gegenwart. Schenke ihnen Beherztheit und Kraft, Dein Wort in der Welt Tat werden zulassen. Amen.

    Marliese Klees, Saarbrücken

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