Spiritueller Kommentar: AG "Gebetsapostolat"

Beten mit Papst Franziskus & Bischof Stephan (November)

  • Für die Christen in Asien, die Zeugnis geben für das Evangelium Switch

    Mit Papst Franziskus beten wir
    für die Christen in Asien, die Zeugnis geben für das Evangelium – dass sie den Dialog und das gegenseitige Verständnis mit den anderen Religionen fördern und so zum Frieden beitragen.

    Das Wort „Silsilah“ kommt aus dem Arabischen und bedeutet wörtlich „Kette“ oder „Verbindung“. Die interreligiöse Silsilah-Bewegung setzt sich auf der Insel Mindanao für ein christliches Zusammenleben von Christen und Muslimen ein. Der Italiener Sebastiano DÁmbra hat sie 1984 als Friedensinitiative gegründet, die von „missio“ unterstützt wird. Der Einsatz für den Frieden und den interreligiösen Dialog ist auf Mindanao von großer Bedeutung, denn auf der Insel im Süden der Philippinen schwelt seit Jahrzehnten ein blutiger Konflikt. Die muslimische Bevölkerung fühlt sich an den Rand gedrängt und fordert mehr Autonomie. Rebellengruppen versuchen immer wieder, sich mit Waffengewalt gegenüber der Zentralregierung in Manila durchzusetzen.

    Heute sind rund 80 Prozent der Männer und Frauen auf den Philippinen katholische Christen. Der Inselstaat gilt neben Ost-Timor als einziges „christianisiertes“ Land Asiens. Etwa fünf Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Silsilah organisiert Sommerkurse zum Thema interreligiöser Dialog, ein Austauschprogramm zwischen islamischen und christlichen Familien und Programme für Jugendliche, bei denen Teamgeist, Selbstbewusstsein und Fair Play im Vordergrund stehen.

    Du Gott aller Menschen,
    schenke uns die Einsicht, dass Deine Größe alle unsere Gedanken zu Glaube, Religion und Kirche immer übersteigt.
    Schenke uns Umsicht, mit Angehörigen anderer Religion respektvoll umzugehen –
    damit wir lernen, den eigenen Standpunkt zu vertreten, ohne andere zu verletzen.
    Amen.

  • Für alle, die im medizinischen Bereich tätig sind Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir
    für alle, die im medizinischen Bereich tätig sind: Schenke Ihrer Arbeit und ihren Bemühungen Erfolg zum Wohl der Kranken.

    Die meisten Menschen, die in der Pflege arbeiten, sind täglich mit hohen körperlichen und psychischen Belastungen konfrontiert. Das Pflegepersonal fällt krankheitsbedingt deutlich häufiger aus als das Personal in anderen Berufen. Die Ursachen dafür sind vielfältig und vor allem auf die Tatsache zurückzuführen, dass vielerorts zu wenig Personal vorhanden ist und Stress sowie Zeitmangel daher häufig an der Tagesordnung sind. Das Risiko, berufsunfähig zu werden, liegt je nach Tätigkeit zwischen 30 und 40 Prozent. Das heißt: Etwa jeder Dritte, der pflegt, kann seinen Beruf wegen körperlicher oder psychischer Probleme nicht bis zum regulären Renteneintritt ausüben und muss frühzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden.

    Viele Pflegekräfte vernachlässigen wegen des hohen Arbeitspensums ihre eigene Gesundheit. Präventionsmaßnahmen für das Pflegepersonal werden noch viel zu selten angeboten, am betrieblichen Gesundheitsmanagement wird vielerorts gespart. Gefragt sind hier an allererster Stelle die Arbeitgeber, die geeignete Rahmenbedingungen für die Prävention am Arbeitsplatz schaffen müssen. Denn es gilt: Nur wer gut für sich selbst sorgt und sorgen kann, kann auch für andere da sein. Nur der kann helfen, der selbst nicht „hilflos“ (gemacht) wird. Nur wer sich selbst liebt, kann auch den Nächsten lieben.

    Du menschenfreundlicher Gott,
    sei an der Seite derer, die in der Pflege ihrer Mitmenschen
    Deine Liebe zum Ausdruck bringen und „handgreiflich“ machen.
    Schenke den Verantwortlichen offene Augen dafür,
    dass das Wohl der Kranken auch vom Wohl der Pflegenden abhängt.
    Denn ihre Bemühungen, ihre Geduld und Zuwendung zu den Kranken sind unverzichtbar für die Welt.
    Amen.

  • Für alle, die nach Wissen forschen und andere lehren Switch

    Mit Bischof Stephan beten wir
    für alle, die nach Wissen forschen und andere lehren: Schenke ihnen Deinen Geist der Weisheit, damit sie dieses Wissen einsetzen zum Wohl der ganzen Schöpfung.

    „Staunen – Forschen – Handeln. Gemeinsam im Dienst der Schöpfung“, so lautete der Titel einer Arbeitshilfe der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) für die Gestaltung des ökumenischen „Tages der Schöpfung“ im Jahr 2014 mit dem Schwerpunktthema: Die gemeinsame Aufgabe von christlichem Glauben und naturwissenschaftlicher Forschung zur Bewahrung der Schöpfung.

    Die Leitworte des Titels signalisieren unterschiedliche Haltungen und Zugangsweisen des Menschen zur Wirklichkeit, die nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Denn gerade im Zusammenhang mit dem Thema „Schöpfungsbewahrung“ wird schnell ein Gegensatz aufgebaut zwischen denen, die bewahren, und denen, die gefährden. Natürlich ist etwa im Bereich der Genforschung mittlerweile offensichtlich, welche problematischen Folgen ein von naivem Fortschrittsglauben bewegter Erkenntnisdrang haben kann. Aber daraus darf keine generelle Ablehnung gegenüber der wissenschaftlichen Erforschung der Welt erwachsen. Der Mensch ist zur Verantwortung für die Welt aufgerufen. Dies setzt ein Forschen und Handeln voraus, das der Sicherung der Lebensgrundlagen für alle dient, ihre Gefährdungen abwendet und nicht verstärkt. Dieses „Erkennen“ ist ein Anerkennen, dass der Mensch nicht selbst Schöpfer, sondern Geschöpf ist, das seinen Umgang mit den Schöpfungsgütern verantwortlich gestaltet. Der ACK ruft so zum Dialog zwischen christlichem Glauben und naturwissenschaftlicher Forschung auf und ermutigt zu gemeinsamem Handeln zur Bewahrung der Schöpfung.

    Gott, Schöpfer der Welt,
    lehre uns täglich neu das Staunen über die Schönheit Deiner Schöpfung,
    über die Feinheit der Abstimmung in den kleinsten und größten Zusammenhängen der Natur.
    Lehre uns Forschen im Bewusstsein, Deine Geschöpfe zu sein -
    damit unser Handeln geprägt ist von der Verantwortung
    für die Welt der Menschen von heute und morgen.
    Amen.

    Carola Fleck,Trier

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