Pfingstnovene 2017 - "Unsichtbares sehen" - Christi Himmelfahrt

Christi Himmelfahrt - GEHEIMNIS DER JÜNGERSCHAFT

„Geht zu allen Völkern
und macht alle Menschen
zu meinen Jüngern ...“

Mt 28,19

Link Kontext im bibleserver.com

Impuls

Am Fest Christi Himmelfahrt wenden wir unseren Blick zum Himmel, wo der auferstandene Christus in den Wolken verschwindet. Dieser Moment der Himmelfahrt ist für uns Christen nicht das Ende der „Ära Jesu“, sondern ein neuer Beginn der Kommunikation mit unserem Lehrer, der möchte, dass alle Völker der Erde seine Jünger werden.

Schüler oder Jünger zu werden bzw. Jünger zu sein bedeutet, sich einzulassen auf etwas, was man noch nicht kennt, zu riskieren, sich auf den Weg zu machen ohne Landkarte und Navi, im vollen Vertrauen auf den Lehrer. Jünger zu sein bedeutet, nicht zufrieden zu sein mit dem schon Erreichten und den Wunsch zu haben, weiter zu wachsen.

Als wir in der Schule gelernt haben, haben wir der Autorität des Lehrers geglaubt. Auch Jesus erbittet von uns unseren Glauben an sein Wort. In der Zeit zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten beten wir um den Heiligen Geist, in dem Bewusstsein, dass wir noch nicht alles wissen, denn Jesus hat zu seinen Jüngern gesagt, der Heilige Geist werde sie alles lehren und sie in die ganze Wahrheit führen (vgl. Joh 14,26; 16,13). Sind wir bereit, seine aufmerksamen und interessierten Schüler zu sein, vor denen sich das Geheimnis
der Weisheit Stück für Stück öffnet?

Unabhängig vom Talent und der Kapazität des Lehrers bleibt die Wahl immer beim Schüler, ob er auf einer bestimmten Ebene stehenbleibt oder im Lernen weitergehen will. Wir wissen, dass auch das schon Erreichte weitere Übung braucht. Darum versuchen
wir, während dieser Novene unser Interesse auf das Unsichtbare zu lenken und eine neue Tiefe zu erreichen. Denn: wahrhaft Schüler Jesu und des Heiligen Geistes ist der, der das Unsichtbare immer wieder zu erkennen sucht.

Anregung

Gott der Väter und Herr des Erbarmens,
du hast das All durch dein Wort gemacht.
Den Menschen hast du durch
deine Weisheit erschaffen.
Er soll die Welt in Heiligkeit und
Gerechtigkeit leiten.

Wer hat je deinen Plan erkannt,
wenn du ihm nicht Weisheit gegeben
und deinen Heiligen Geist aus der Höhe
gesandt hast?

Gib mir die Weisheit,
die an deiner Seite thront.
Sende sie vom heiligen Himmel und
schick sie vom Thron deiner Herrlichkeit,
damit sie bei mir sei und alle Mühe
mit mir teile, und damit ich erkenne,
was dir gefällt.

Weisheit 9,1.2a.3a.4a.10.17

Für heute

Wahrhaft Schüler Jesu und des Heiligen Geistes ist,
wer das Unsichtbare immer wieder zu erkennen sucht.

Weiteres:
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