Pfingstnovene 2017 - "Unsichtbares sehen" - 5. Tag

GEHEIMNIS DER LIEBE - Dienstag

Die Liebe Gottes
wurde unter uns dadurch off enbart,
dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat,
damit wir durch ihn leben.

Nicht darin besteht die Liebe,
dass wir Gott geliebt haben,
sondern dass er uns geliebt
und seinen Sohn als Sühne
für unsere Sünden gesandt hat.

Link Erster Johannes-Brief 4,9-10

Impuls

Jeder Mensch wünscht sich vom Beginn seines Lebens an, angenommen zu sein, gebraucht und geliebt zu werden. Das ganze Leben lang suchen wir nach Liebe, hungern danach, sie von unseren Eltern zu bekommen, erwarten sie in Freundschaften. Schließlich hoffen wir, der einzigen, treuen und ewigen Liebe zu begegnen, durch die wir immer mehr wir selber werden und Sinn im Leben finden können.

Durch die Sünde hat die Menschheit die Beziehung zum Geheimnis der Liebe Gottes verloren. Weil diese zwar allgegenwärtig, aber nicht unmittelbar sichtbar ist, kann es uns so vorkommen, als ob wir immer an der wahren Liebe vorbeigehen, dass wir sie auf unserem Lebensweg nicht treffen. Manch einer gibt irgendwann enttäuscht auf, nach ihr zu suchen.

Der Apostel Johannes erinnert uns in seinen Gedanken über die Liebe Gottes daran, dass Gott uns zuerst geliebt hat, das bedeutet: unsere Sehnsucht, geliebt zu sein, ist schon erfüllt. Wir brauchen nicht mehr in hoffender Erwartung zu leben, wir sind schon geliebt.

Durch die Sendung des Heiligen Geistes möchte uns Gott Vater an seine Liebe erinnern und lädt uns ein, selbst in Liebe den ersten Schritt auf den Nächsten zuzugehen. Wir sollen nicht nur warten auf die Liebe, sondern sie verschenken und dadurch das Geheimnis der Liebe berühren.

Anregung

So sehr hast du, o Gott, die Welt geliebt,
dass du deinen einzigen Sohn hingabst,
damit jeder, der an ihn glaubt,
das ewige Leben hat.

Sende uns den Heiligen Geist,
dass er unsere Herzen für deine Liebe öffne
und uns fähig mache,
sie an andere weiter zu schenken.

nach dem Eucharistischen Gebet der Liturgie
des heiligen Johannes Chrysostomus

Für heute

Nicht nur warten,
von anderen geliebt zu werden,

sondern Liebe verschenken,
weil Gott uns zuerst geliebt hat.

 

LIEDVORSCHLÄGE
Lobe den Herren, den mächtigen König (GL 392, besonders 4. Strophe)
Gott loben in der Stille (GL 399)

Weiteres:
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