Pfingstnovene 2017 - "Unsichtbares sehen" - 4. Tag

GEHEIMNIS DER SÜNDE (Montag)

Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt,
kann ihn unrein machen,

sondern was aus dem Menschen herauskommt,
das macht ihn unrein.

Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen,
kommen die bösen Gedanken,
Unzucht, Diebstahl, Mord,
Ehebruch, Habgier, Bosheit,
Hinterlist, Ausschweifung,
Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft .

Link Markus-Evangelium 7,15.21-22

Impuls

Viele Male an einem einzigen Tag erleben wir unsere Unvollkommenheit oder spüren sie bei unserem Nächsten. Die Sünde kam in das Leben des Menschen, weil der Mensch die Beziehung zum vollkommenen Gott zerrissen hat (Gen 3).

Der Evangelist Markus nennt die Dinge beim Namen, die in unserem Herzen entstehen, wenn wir uns von Gott abwenden. Das Böse beeinflusst sehr oft unsere täglichen Entscheidungen. Es drängt uns, negativ zu denken, Unrecht zu verharmlosen, schuldhaftes Verhalten für „normal“ zu erklären. Die Sünde führt uns auf den Weg der Unwahrheit, Hoffnungslosigkeit, Enttäuschung und verschließt unser Herz gegenüber der wahren Liebe.

Aber der liebende Vater im Himmel wollte uns nicht alleine lassen mit unserem Unvermögen, sondern hat uns seinen Sohn geschenkt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Im Licht von Christi Leben, Tod und Auferstehung können wir die Sünde aus einer neuen Perspektive anschauen – einer Perspektive, die uns einlädt, zur vollkommenen Liebe Gottes umzukehren.

Je mehr wir unsere Sünde erkennen, desto mehr wird uns bewusst, wie sehr wir der göttlichen Gnade bedürfen. „Wo die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden“! (Röm 5,20)

Anregung

Vater,
sende uns deinen Heiligen Geist,
dass er uns fähig macht,
die Sünde zu erkennen.

Lass uns unserer eigenen Unvollkommenheit
bewusst werden
und hilf uns,
uns ganz auf dich,
den vollkommenen Gott, auszurichten.

Für heute

Je mehr wir
unsere Sünde erkennen,

desto mehr wird uns bewusst,
wie sehr wir
der göttlichen Gnade bedürfen.

 

LIEDVORSCHLÄGE
Erbarme dich, erbarm dich mein (GL 268, besonders 4. Strophe)
Zeige uns, Herr, deine Allmacht und Güte (GL 272)

Weiteres:
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