Pfingstnovene 2017 - "Unsichtbares sehen" - 7. Tag

GEHEIMNIS DES LEIDENS (Donnerstag)

Gott gibt mich dem Bösen preis,
in die Hand der Frevler stößt er mich.

In Ruhe lebte ich,
da hat er mich erschüttert,
mich im Nacken gepackt,
mich zerschmettert,
mich als Zielscheibe für sich aufgestellt.

Link Ijob 16,11 f

Impuls

Jeder Mensch hungert nach Glück und möchte möglichst frei von Sorgen und Beschwerden leben. Wenn wir darauf schauen, was wir in unserem Leben alles erreicht haben, werden wir feststellen, dass uns das meiste davon viel Anstrengung, Kraft und Energie gekostet hat.

Die Geburt eines Kindes ist für die Mutter mit schmerzhaften Wehen verbunden. Die menschliche Seele wird frei von Sünde durch das freiwillige Leiden des Sohnes Gottes. Schmerzempfindungen gehören natürlich zum Leben. Gleichzeitig setzen wir in der Regel alles daran, dem Schmerz zu entfliehen.

Nur im Glauben können wir annehmen, dass Gott freiwillig Leiden und Tod auf sich genommen hat für uns Menschen. Wir können das nicht verstehen, aber wir können sehen, dass dieses Opfer Frucht gebracht hat. Gestärkt durch die Sendung des Heiligen Geistes haben die Apostel und die ersten Christen ihre Furcht überwunden, den Glauben an die Auferstehung Jesu zu verkünden. Viele haben dafür mit Marter und Tod bezahlt.

Die Kraft Gottes besiegt die Angst – das können wir auch heute sehen in Syrien und in vielen anderen Ländern, wo Christen verfolgt werden.

Jedes Leben hat seine eigenen Schmerzen und Leiden. Gott schenkt uns den Heiligen Geist, damit er uns hilft, in unserem Leiden einen Sinn zu sehen. So gibt er uns Kraft und Hoffnung, unsere Lasten zu tragen.

Anregung

Gott und Herr der Kräfte,
Urheber der ganzen Schöpfung,
du hast durch das Kreuz deines eingeborenen Sohnes
unsere Sünden getilgt
und die Gewalten der Finsternis besiegt.

Stärke uns,
dass wir auch im Leiden standhalten,
dir und deiner Macht vertrauen
und so zum ewigen Leben gelangen.

nach einem Gebet
des heiligen Basilius des Großen

Für heute

Der Heilige Geist gibt uns die Kraft,
unvermeidlichen Schmerz und Leid zu ertragen.

 

LIEDVORSCHLÄGE
Selig, wem Christus auf dem Weg begegnet (GL 275)
Was Gott tut, das ist wohlgetan (GL 416, besonders 3. Strophe)

Weiteres:
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