"Synode geht" - in der Tat!

Wo und wie Synode Wirklichkeit wird

Synoden-Logo meditiert

Die Umsetzung der Synoden-Ergebnisse hat schon begonnen. Und viele sind sowieso der Meinung, dass zwei Drittel der Synode sofort in die Lebenswirklichkeit umzusetzen sind; im Abschlussdokument werden ja Haltungen und Perspektivwechsel beschrieben, die jede und jeder selbst und am eigenen Ort annehmen kann... Hier berichten wir, wie Synode schon Praxis wird - und berichten gern auch von Ihrem Beispiel. Das Bistum lernt weiterhin. Und Sie können das hier Vorgestellte gern übernehmen und für die eigene Umgebung zB ähnliche Veranstaltungen vorbereiten; "unser" Material steht zur freien Verfügung!

Schauen, was an Gutem schon da ist und bleiben soll...

heraus gerufen - Bildmarke der Synoden-Umsetzung

... und wo wir als Kirche heraus gerufen sind zu Menschen und Situationen in unserer direkten Umgebung:

Ein Tag für Räte-Mitglieder auf der Fidei (Südeifel) - mit neuen Perspektiven und Überraschungen (zB wenn Jesus zu Zachäus sagt: Heute muss ich ausgerechnet bei Dir zu Gast sein...) - erarbeitet von Prof. Dr. Martin Lörsch - Plan und Arbeitsmittel als PDF


Die Kirche bleibt im Dorf - eine kaputte Heizung hindert das nicht

Im Andernacher Osterpfarrbrief schildert Pfarrer Stefan Dumont, auf welche Fragen die "Pfarrei der Zukunft" vor Ort antworten soll und wie sie sich gestalten kann: da wird Gutes bleiben und weitergehen - und Schwieriges verabschiedet werden... Diese Aussicht trifft zusammen mit der schlechten Nachricht über eine offenbar final defekte Heizungsanlage in einer großen Kirche. Wenn die aufgegeben werden sollte, wird es einen neuen Kirch-Ort in einer alten Kapelle geben.

Wir dokumentieren diesen Teil des Pfarrbriefs - vielleicht ein Beispiel dafür, wie die neue Raumgliederung mit den eigentlich wichtigen (Glaubens-)Fragen der Menschen zusammenkommt...

Caritas fragt: Wie geht "Pfarrei der Zukunft"?

Das Leben in der „Pfarrei der Zukunft“ steht als Thema bei der Synodenumsetzung derzeit ganz oben. Viele fragen sich, wie die netzwerkartige Zusammenarbeit in diesen Pfarreien aussehen wird und wie die Perspektivwechsel - Vom Einzelnen her denken und Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen - gelebt werden können.

Auch die Caritas im Bistum spielt in diesen Pfarreien mit ihren Einrichtungen und Diensten zukünftig eine andere Rolle. 40 Frauen und Männer – die Leitungsrunde des Diözesanverbands, die örtlichen Caritasgeschäftsführungen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Gemeindecaritas und Geschäftsführungen der Personalfachverbände – haben sich zu einer „Synodenwerkstatt“ getroffen.

Kreative und kommunikative Arbeitsformen haben inspiriert und Lust gemacht auf die weiteren Gestaltungsschritte und Prozesse. Wer sich in seiner Gruppe oder seinem Pfarrgemeinde- oder Pfarreienrat ebenfalls auf diesen Weg machen will, kann sich gerne an Nicole Claire Heckmann (Heckmann-N(at)caritas-trier.de) wenden – die Caritas gibt ihr Konzept für die Synodenwerkstatt gern weiter. - Ablauf- und Gestaltungs-Plan hier zum Download

"Bring mit, was du hast - gib, was du bist"...

... war das Motto eines Zukunfts-Tages "katholisch in Trier" des Dekanats Trier, schon im Januar 2017. Das Dekanat hat den Tag hier dokumentiert...


Gemeinsam im Auftrag der Barmherzigkeit

Beispiele für gelungene Kooperation von Caritas und Seelsorge wurden vorgestellt. Auf der Basis dieser Eindrücke suchten die Teilnehmenden in kleinen Gruppen gemeinsam nach Wegen, wie ein Miteinander von Caritas und Seelsorge in der täglichen Arbeit immer mehr zur Selbstverständlichkeit werden kann. - mehr

  • Große Räume... - oder: Wie gehen wir weiter auf dem Weg zur Pfarrei der Zukunft?Switch

    Eine ehemalige Synodale ist eingeladen, ihrem Ortsverein, einem Frauenverband oder dem benachbarten Pfarrgemeinderat zu berichten, wie sich die Pfarrei vor Ort verändert, wenn die Synode ab 2017 umgesetzt wird. Aus dem Synodalbüro gibt es dazu zwei kurze Skizzen:

    Vorschlag für einen Informations-Abend "Pfarrei der Zukunft - Warum und wie"

    Skizze über den weiteren Zeitplan und die Beteiligungs-Möglichkeiten vor Ort

  • Aktion KnusperhäuschenSwitch

    "Herberge" auf dem Knuspermarkt in Neuwied

    Eine Tagesveranstaltung auf dem "Knuspermarkt" (eine Art Advents- oder Weihnachtsmarkt) in Neuwied.

    Das Thema war „Mensch Jesus“; die Aktion bestand aus zwei Elementen:

    Hütte - Herberge

    • „Hütte / Herberge“ war der Stand, der adventlich dekoriert war; der Text des Weihnachtsevangeliums beherrschte den Innenraum; er war sehr deutlich lesbar angebracht und beleuchtet.
      Eine Krippe mit Jesuskind stand direkt vor der Hütte auf Augenhöhe der Kinder.
    • Es gab die Einladung „Wir haben Zeit für Sie“. Somit war das Knusperhäuschen ein Ort zum Ausruhen, zum Aufwärmen, zum Gespräch.

    Unterwegs sein

    Sich auf den Weg machen über den Weihnachtsmarkt, Beobachtung, Begegnung ermöglichen.
    Diejenigen aus der Gruppe, die unterwegs sein wollten, verstanden sich zunächst als reine Beobachter des Geschehens und der Menschen. Sie mischten sich unauffällig und „ohne Material“ (Heft, Zettel) unter die Leute auf dem Markt. Sie warteten darauf, angesprochen zu werden und nicht jemanden selbst anzusprechen. Eine Erfahrung war, dass ein offenes und „absichtsloses, freundliches Anblicken“ einige Menschen dazu brachte, „unsere“ Teilnehmer anzusprechen.

    Grundidee für die Aktion war die Absicht, ein Projekt entsprechend der Perspektivwechsel der Synode zu gestalten. Alle Informationen - zum Ausdrucken und/oder Nachmachen oder als Idee für ähnliche Aktionen - nicht erst im nächsten Advent...


  • Weihnachten für MutigeSwitch

    Die Wochenzeitung Paulinus berichtet über einen Weihnachts-Gottesdienst in Bad Neuenahr-Ahrweiler: Unter der Brücke, im Freien, mit Menschen, die vielleicht eher nicht in eine der vielen Kirchen kommen würden... mehr ]

  • Predigt-Reihe in WittlichSwitch

    In einer Predigt-Reihe in Wittlich ging es im Oktober 2016 um die Umsetzung der Synoden-Ergebnisse. Wir dokumentieren zwei der Predigten von Jugendpfarrer Jan Lehmann hier.

  • Überraschungs-Kirche im Dekanat Schweich - WelschbilligSwitch

    In der Glaubensweitergabe neue Wege ausprobieren: Im Dekanat Schweich - Welschbillig überlegen pastorale Haupt- und Ehrenamtliche mit interessierten Gruppen aus dem, ob und wie eine Überraschungskirche umgesetzt werden kann. Das Modell kommt aus der anglikanischen Kirche und ist dort sehr beliebt.

    Vornehmlich Familien mit Kindern, ihre Angehörigen, Paten und Freunde können an der Überraschungskirche teilnehmen. Sie treffen sich, um miteinander Zeit zu verbringen, etwas zu erleben, Spaß zu haben, zu spielen, basteln oder zu singen. Danach feiern wir gemeinsam einen kleinen Gottesdienst und schließen den Nachmittag mit einem Imbiss ab. Diese Grundform der "Überraschungskirche" orientiert sich jeweils an einer Bibelstelle. Die Gemeinschaft untereinander und mit Gott sind die wichtigsten Elemente dieses Angebotes.

    mehr auf der Site des Dekanats Schweich - Welschbillig


  • Dekanat Illingen: Neue FirmKatechese; freiwillige Angebote statt Pflicht-TermineSwitch

    "Es werden bei jeglicher Form von Katechese die Glaubensinhalte und die Lebenswirklichkeit des Adressaten in Beziehung gesetzt. Damit ist Katechese subjekt- und biografieorientiert sowie existentiell und erfahrungsbezogen." (Anlage des Abschlussdokuments der Synode - 1.6)

    Das Dekanat Illingen erprobt im neuen Kirchenjahr (2017) eine neue Form der Katechese als Vorbereitung von jungen Menschen auf das Sakrament des Heiligen Geistes, die Firmung. "Kernbotschaft: freiwillige Angebote statt verpflichtender Termine und Themen. Offen über Pfarreigrenzen hinweg. Jahrgangsübergreifend." So heißt es in einem Beitrag der Saarbrücker Zeitung - hier mehr.

  • Alles bleibt anders. Vom Mut, mit Gott in die Zukunft zu gehen. Studientag in OchtendungSwitch

    Wie ist eigentlich das Volk Israel mit den vielen dramatischen Veränderungen umgegangen, denen es sich gegenüber sah? 25 Ehrenamtliche eröffneten einen Studientag in Ochtendung mit dieser Frage an die alte Bibel. Wie mit Veränderungen umgehen? Das war die Leitfrage des ganzen Tages.

    Dr. Engelbert Felten eröffnete den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem ganzen Bistum biblische Perspektiven: Das Volk Israel sah sich und seinen Gott Jahwe gescheitert, als es sein Land, seinen Tempel und seinen König verlor. Felten verdeutlichte, wie die tiefe Krise und das Scheitern zu einer neuen Erkenntnis und einem neuen Verstehen von Gottes Handeln führt und eine neue religiöse Praxis hervorbringt. „Das lässt sich ja auch auf unsere Situation übertragen.“, resümierte eine Teilnehmerin. „Auch wenn es uns so erscheint, als ob es mit der Kirche nicht mehr weitergeht - Gott ist dabei.“

  • Biblische Szene wird GegenwartSwitch

    Sehr intensiv erlebten die Männer und Frauen, von denen sich viele in den Räten und Gremien ihrer Pfarreien engagieren, die Geschichte von Jakob am Fluss Jabbok, wie sie in Gen 32, 23-33 erzählt wird. Engelbert Felten lud ein, sich zu den Fragen „Woher und mit welchen Ängsten komme ich?“, „Ich stehe im Fluss. Mit wem kämpfe ich?“, „Ich bin gesegnet. Ich bin verwundet.“, „Was ist mein Licht der Morgenröte?“ zu platzieren und von dieser Position aus weiterzudenken und zu sprechen. „Die biblische Szene wurde so im gemeinsamen Austausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur lebendigen Gegenwart.“, beschrieb Gemeindereferentin Hildegard Becker (Ochtendung) die Atmosphäre. Zusammen mit Christian Heckmann, Leiter der Stabsstelle zur Umsetzung der Diözesansynode, hat sie den Tag geleitet.

    Am Nachmittag stellte Christian Heckmann vor, wie die Diözesansynode die prägenden gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderungsprozesse gedeutet hat. Ihm war es dabei wichtig zu zeigen, dass die von der Synode angestoßenen Veränderungen Antwort geben auf die gesellschaftlichen Entwicklungen. Das gelte auch für die vier Perspektivwechsel

    • Vom Einzelnen her denken,
    • Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen,
    • Weite pastorale Räume einrichten und netzwerkartige Kooperationsformen verankern
    • Das synodale Prinzip bistumsweit leben.

    Es geht immer darum, die christliche Botschaft unter den Bedingungen des 3. Jahrtausends zu verkünden und anzubieten.

    Am Ende der Veranstaltung haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer „Mut-Sätze“ ausgetauscht. Ausgehend von der biblischen Botschaft und den Herausforderungen der heutigen Zeit resümierte eine Teilnehmerin: „Ich nehme den Mut mit, mit Gott in die Zukunft zu gehen. Ich darf aktiv sein, meine Taufe gibt mir dazu Mut, Selbstvertrauen und Kraft.“

  • eli.ja - Kirche der Jugend vernetztSwitch

    Die Kirche der Jugend eli.ja hat sich in Saarbrücken etabliert; sie wird dauerhaft im Bereich St. Elisabeth in Saarbrücken bleiben. Mit der Schaffung eines Raumes der Begegnung und von Büroräumen für Jugendpfarrer und andere Mitarbeiter_innen neben der Kirche in der Halbergstraße hat sich auch das personale Angebot verstärkt.

    Zu dem Ensemble, in dem die Kirche der Jugend eli.ja mit Kirche und den Räumen in Pfarrheim und Pfarrhaus einen großen Teil einnimmt, gehören auch das Gebäude und Gelände des Kindergartens St. Elisabeth. Dieses Ensemble – da sind sich alle einig – muss als Einheit gesehen werden und es birgt pastorale Chancen.

  • Lobby für Kinder und Jugendliche in SaarbrückenSwitch

    Die ehemalige Pfarrei St. Elisabeth hat den Kindergarten vor Jahrzehnten erbaut; sie  existiert nur noch in Teilen als Pfarrei / Gemeinde, die Zahl der Gemeindegottesdienst ist stark zurückgegangen – und ebenso die Zahl der im Pfarrbezirk aktiven Menschen. Anders sieht es bei der Kirche der Jugend aus. Sie hat in den letzten Jahren viele Aufbrüche erlebt und bietet im Bereich St. Elisabeth ein vielfältiges Angebot, außerdem ist sie vernetzt in den kirchliche und nichtkirchliche Bereiche hinein.

    Die Leitungen des Kindergartens St. Elisabeth, Frank Hanke, und der Kirche der Jugend eli.ja, Jugendpfarrer Christian Heinz, haben eine Kooperation vereinbart; sie kann viele Synergien nutzen, die beide Einrichtungen bieten. Dieser Kooperation haben sich dann auch gleich der Kindergarten St. Johann und der Hort St. Johann angeschlossen.

    Ziel der Kooperation ist es, in der Landeshauptstadt Saarbrücken eine starke Lobby für Kinder, Familien und Jugend zu bilden. Als weiteres großes Ziel streben wir die Schaffung eines Zentrums für Kinder, Jugend und Familien am Standort St. Elisabeth an.

  • Über den kirchlichen Bereich hinaus...Switch

    Dazu werden weitere Gespräche mit anderen wichtigen Einrichtungen rund um St. Elisabeth stattfinden. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Kindergarten und Jugendkirche befindet sich die Grundschule Ostschule, zur Gemeinschaftsschule Bruchwiese gibt es Kontakte durch die Schulsozialarbeit; die Bischöflichen Willi Graf-Schulen liegen ebenfalls im Viertel und gehören ebenso zu potentiellen Kooperationspartnern wie das Deutsch-Französische-Gymnasium. Zu allen gibt es bereits jetzt enge Kontakte.

    Die Katholische Fachschule für Sozialpädagogik, an der Jugendpfarrer Heinz unterrichtet, und die Musikschule der Landeshauptstadt Saarbrücken (Leiter Thomas Kitzig) haben sich schon positiv zu unserem Anliegen geäußert; sie möchten es nach Kräften unterstützen.

    Wir glauben, dass im Bereich St. Elisabeth mit den o.g. verschiedenen Einrichtungen ein großes Potential steckt. Es gibt viele Schnittmengen bei der Arbeit und auch in den Zielgruppen (einige Eltern und viele der Erzieher_innen gehören zur Zielgruppe der Jugendkirche, das urban-gardening-Projekt von eli.ja z.B. ist offen auch für Familien usw.). Diese Schnittmengen und Berührungspunkte möchten wir ansichtig machen und erste gemeinsame Projeke starten. Außerdem setzen wir für den konkreten Bereich St. Elisabeth auf einen Handlungsgrundsatz der „Religionssensiblen Erziehung“: danach gehören die alltägliche Arbeit und der alltägliche Umgang miteinander bereits implizit zur religiösen Erziehung. Will heißen: Wie Kinder, Jugendliche, Erzieher_innen, Eltern, Schüler_innen usw. an diesem Standort Kirche und ihre Mitarbeiter_innen im alltäglichen Umgang miteinander erleben, ist bereits ein (nicht unbedeutendes) Zeugnis ohne Worte für das Evangelium.

    Wir denken auch, dass unser Aufeinanderzugehen und Miteinander-Kirche-sein im Bereich St. Elisabeth und darüber hinaus im Sinne der Trierer Synode ist. Sie zumindest hat uns ermutigt, weiter zu blicken und uns zu vernetzen. Ich hoffe auf vielfältige Unterstützung und bin gespannt, was sich aus unserer Kooperation entwickelt.

    Christian Heinz, Jugendpfarrer – Saarbrücken, 29. September 2016

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