Pressemitteilung: Aufruf des Katholikenrates zur Fastenzeit

Aufruf zur Fastenzeit

Die nun beginnende Fastenzeit ist nicht nur Gelegenheit, nach dem hektischen und närrischen Trubel ein wenig zur Ruhe und zur Besinnung zu kommen, sondern Fastenzeit beinhaltet von alters her auch die Aufforderung, seine eigenen Gewohnheiten zu überprüfen. Vieles hat sich aus Bequemlichkeit, aus vermeintlichem Zeit- oder Geldmangel im Laufe des Jahres eingeschlichen. Die Fastenzeit bietet uns hier die Möglichkeit, unser Tun und Lassen auf den Prüfstand zustellen. Dies gilt auch für die Verantwortlichkeit gegenüber dem Mitmenschen und der Schöpfung.
Hilfreich können dabei durchaus Initiativen von anderen Mitchristen sein.
Beispielhaft seinen hier zwei Aktionen genannt:
Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) lädt ein zu „„7 Wochen mit …..einander in eine nachhaltige Zukunft“. Ab Aschermittwoch wird der KDFB wöchentlich neu, die unterschiedlichen Aspekte der seit vielen Jahren jeweils in der Fastenzeit stattfindenden Aktion in einen Blog (http://siebenwochenmit.wordpress.com) einstellen, außerdem gibt es eine eigene Facebook-Seite (https://www.facebook.com/Siebenwochenmit) zu dieser Aktion. Die Nutzerinnen und Nutzer sollen angeregt werden, in den sieben Wochen der Fastenzeit eigene Konsumgewohnheiten zu überdenken und neue Verhaltensweisen einzuüben. Es geht um eine nachhaltige Entwicklung und Verbesserung der Lebensbedingungen auf unserer Erde. Besonders im Fokus stehen dabei die Themen wie Regionaler Einkauf, Fairer Handel, saubere Kleidung, Mobilität/Verkehr und Energie/Ökostrom. Die Internetplattform bietet eine Möglichkeit, sich mit eigenen Gedanken, Informationen und Erfahrungen zu all diesen Themen einzubringen und sich auszutauschen.
Die Aktion AUTOFASTEN ruft dazu auf, den Auto-Alltag kritisch unter die Lupe zu nehmen. Wir Christen sind aufgerufen, unser Auto möglichst oft stehen zu lassen und unsere Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Bus bzw. Bahn zurückzulegen. Auch Mitfahrgelegenheit anbieten oder nutzen sind Möglichkeiten, die Verantwortung gegenüber Gottes Schöpfung wieder in den Blick zu bekommen. Gemeinsam rufen die Bistümer Trier, Mainz und Speyer, der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, die Evangelischen Kirchen im Rheinland, in Hessen-Nassau und in der Pfalz sowie die katholischen Kirche im Großherzogtum Luxemburg dazu auf, sich in der Zeit vom 25. Februar bis zum 24. März ganz konkret an der Aktion beteiligen.

Unterstützt wird die Aktion von vielen staatlichen Einrichtungen und Verkehrsverbünden.
(Ausführliche Informationen gibt es im Internet unter www.autofasten.de .)
Diese und andere Aktionen sind nicht nur auf der Zeit bis Ostern zugeschnitten, sondern wollen dazu beitragen, unsere Konsum- und Mobilitätsgewohnheiten dauerhaft zu verändern. Denn wer einmal erkannt hat, daß er mit seinem bisherigen Alltagsverhalten dazu beiträgt, daß ungerechte Strukturen stabil bleiben und daß Ressourcen aufgezehrt werden, die die Lebensgrundlage künftiger Generationen sind, der muß sich entscheiden, ob alles bei ihm selbst so bleiben kann wie es ist.
Die Fastenzeit ist dem Aufruf Jesu Christi zur Umkehr und Erneuerung gewidmet. Es geht in der Fastenzeit nicht um Verzicht um des Verzichtes willen, sondern um die Gewinnung neuer Lebensqualität durch die Solidarität mit seinen Mitmenschen und im Frieden mit Gott und seiner Schöpfung.

Für den Katholikenrat
Manfred Thesing
Katholikenratsvorsitzender

Weiteres: