Kita-Kinder beim jährlichen Bistums-Fest in Trier

Heilig Rock Tage für Kindergartenkinder

Das Motto der Heilig Rock-Tage für Kindertageseinrichtungen am

Dienstag, 17. April 2018 und 

Mittwoch, 18. April 2018 

wird sein: "Wie wertvoll Du bist - Kind Gottes".


Es wird auch 2018 wieder einen Familientag an den Heilig Rock-Tagen geben.
Termin zum Vormerken: 22. April 2018


Rückblick 2017

Bilder von Dienstag, 2. Mai 2017

Bilder von Mittwoch, 3. Mai 2017

  • „Trau Dich! Gott ist bei Dir“ - Theologische Hinführung zum Thema

    Tim steht vor der Sprossenwand im Turnraum der Kita. Er schaut sich unsicher zu Melanie um, der Erzieherin, die das Kinderturnen begleitet. Sein Freund Max hat eben sieben Sprossen geschafft – das ist höher als er selbst groß ist. Das würde Tim auch gerne schaffen. Max klettert geschickt und er traut sich was. Ganz glücklich hat er ausgesehen, als er wieder unten ankam, richtig gestrahlt hat er.
    Melanie bemerkt, dass Jens unsicher ist. Sie ermutigt ihn. „Willst du es auch versuchen? Ich stehe ganz nah bei dir. Trau dich! „Ja“ sagt Tim, „aber du musst mir nicht helfen, ich will alleine versuchen, wie hoch ich klettern kann. Aber du bleibst doch bei mir!“
    Tim greift nach einer Sprosse, die ein wenig über seinem Kopf ist und setzt einen Fuß auf die erste Sprosse und greift dann vorsichtig mit den Händen nach der nächst höheren. So hat er es eben bei Max beobachtet. Er klettert weiter und schafft noch drei Sprossen. „Melanie, bist du noch da?“, fragt er ohne sich umzudrehen. „Ja, ich stehe direkt hinter Dir. Du machst das klasse. Möchtest Du noch weiterklettern?“ fragt die Erzieherin. „Ja noch eine Sprosse mehr traue ich mich.“ Jens wiederholt den Bewegungsablauf mit Händen und Füßen. Er spürt, dass er sicher steht und sich halten kann. Eigentlich kann ihm doch nichts passieren. „Ich klettere noch eine Sprosse höher und dann komme ich wieder runter. Passt Du auf mich auf, Melanie?“ „Ja, ich bin da und helfe dir, wenn Du meine Hilfe brauchst“, sagt die Erzieherin. Tim schafft es alleine, wieder an der Kletterwand abzusteigen. „Das war richtig mutig“, lobt Melanie und Jana meint, „toll, wie hoch Du dich heute getraut hast.“ Die Kinder aus seiner Gruppe klatschen Beifall. Jens strahlt. Er spürt, sich trauen macht richtig Spaß.

    Kinder erobern sich auf vielfältige Weise ihre Welt, Stück für Stück, mit Neugier und Mut. Damit ihre Entdeckerfreude sich entfalten kann, brauchen sie Sicherheit und Anerkennung. So lernen sie, den nächsten Schritt zu wagen um Neues auszuprobieren und Grenzen zu überwinden. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein, lässt sie Glück empfinden und hilft ihnen, auch mit solchen Situationen umzugehen, in denen nicht gelingt, was sie sich vorgenommen haben.

    Kleine und Große stehen immer wieder vor Herausforderungen, die Mut erfordern, weil der nächste Schritt in Unbekanntes führt. Das gilt für die Sprossenwand oder auch im Morgenkreis. Dort etwas zu sagen, gerade, wenn ein Kind schüchtern ist und andere mit ihren Äußerungen schneller sind. Das gilt auch im Team, wenn es darum geht, seine Meinung zu sagen und für seine Überzeugung einzutreten.
    Sich trauen geht leichter, wenn ich die Überzeugung gewonnen habe, dass ich auf jemanden vertrauen kann, wenn ich schon die Erfahrung gemacht habe, es kann dir nichts geschehen, da steht jemand hinter dir oder an deiner Seite.

    Solche Erfahrungen aus dem Alltag sind die Voraussetzung, dass ich Vertrauen fassen kann, Vertrauen auch in Gott fassen. Dass die Erzählungen über seine Liebe und Menschenfreundlichkeit nicht erfunden sind, um uns zu trösten, sondern glaubhaft davon erzählen, dass Menschen seine Nähe als wohltuend erfahren haben. Um Gottvertrauen zu entwickeln brauchen Kinder und Erwachsene „Sprossenwände“ und jemand der hinter ihnen steht und verlässlich Sicherheit gibt. Sie brauchen Menschen, die sich mitfreuen und anerkennen, wenn etwas gelingt. Kinder und Erwachsene brauchen die Erfahrung, dass sie gehört werden und ihre Meinung etwas gilt im Konzert der vielen Stimmen, die zu hören sind. Mit diesen Erfahrungen im Alltag ist der Zuspruch Gottes, dass es gut wird im Leben, gerade auch in Situationen, die gar nicht nach „gut gehen“ aussehen, nicht nur ein Spruch, sondern bekommt Bedeutsamkeit.

  • Der Heilige Rock im Dom zu Trier

    Die Heilig-Rock-Kapelle

    Wer den Dom durch das Mittelschiff betritt, sieht bereits von weitem durch einen Durchbruch in die Heilig-Rock-Kapelle hin. Unter einem dreidimensionalen Davidstern hängt ein vergoldetes Kreuz, das als Lebensbaum gestaltet ist, vor einem Sternenhimmel (blauer Hintergrund mit reflektierenden Bergkristallen), der die Sternenkonstellation vom 1. Mai 1974 zeigt, dem Tag, an dem der Dom nach langer Renovierungszeit wieder eröffnet wurde. In der Heilig-Rock-Kapelle entfaltet sich eine ganze Theologie von Tod und Leben, Leid und neuer Lebenskraft. Die Stuckdecke zeigt ein Bild, das Gottvater mit einem Zepter darstellt und acht Engelsfiguren, die die Leidenswerkzeuge Christi halten. Am Altar sind links und rechts vom Sternenhimmel zwei Engel zu sehen, der linke von ihnen hält Würfel in der Hand, die daran erinnern, dass um das Gewand Christi gelost wurde, weil es ohne Naht war.

    Der Heilig-Rock-Schrein unter dem Glaszelt

    Die Heilig-Rock-Reliquie liegt in einem kostbaren Holzschrein, der mit Messingbeschlägen verziert ist. In der Mitte des Deckels befindet sich ein Christusbild. An jeder Seite des Schreins sind jeweils zwei große Metallringe am Deckel und am Schrein angebracht, durch die Schleifen gelegt und verknotet sind; auf den Schleifen befinden sich die Siegel des Bischofs und des Domkapitels. Sie werden nach jeder Inspektion des Heiligen Rockes erneuert. Der Holzschrein selbst befindet sich unter einer klimatisierten Glaspyramide, in deren Scheiben Ölbaumzweige eingeschliffen sind. Sie erinnern an die Todesangst Christi am Ölberg. Sie sind aber auch Friedenszeichen. In den Glasplatten sind Insekten, darunter ein Schmetterling, als Symbol für die Auferstehung eingeschliffen.

    Die künstlerische Gestaltung des Glaszeltes

    Auf der Spitze des Glaszeltes und an den Ecken sind Edelsteine und Steine in Zinnornamente eingefasst, unter anderem ein großer Amethyst, mehrere große Bergkristalle, eine Wüstenrose sowie eine Schieferplatte mit Abdrücken von Farnen aus den Saarbergwerken. In den Ornamenten der Einfassungen sind plastische Darstellungen von Rose, Birne, Seepferdchen, Schlange, Schnecke, Skarabäus, Taube und Krebs zu finden. An der Einfassung des Bergkristalls auf der Spitze der Glaspyramide befindet sich sogar eine menschliche Hand. So spiegelt sich in der künstlerischen Gestaltung der Heilig-Rock-Kapelle die gesamte Schöpfung, ja der ganze Kosmos wider. Was der Sonnengesang des heiligen Franziskus oder das Schöpfungslob des Psalms 104 besingen, wird hier sichtbar. Die Symbolik von Schöpfung und Erlösung, in die jeder Mensch hinein genommen ist, lässt sich mit Kindern kreativ aufgreifen.

    St. Helena und der Heilige Rock

    Der Legende nach hat die heilige Helena, die Mutter Kaiser Konstantins, den Heiligen Rock nach Trier gebracht. An den Pilger¬treppen, die zur Heilig-Rock-Kapelle führen, finden sich zwei Statuen, die Kaiser Konstantin und Helena darstellen: rechts Helena mit dem Kreuz Christi und den Nägeln, die sie der Legende nach ebenfalls aus dem Heiligen Land mitgebracht hat, links ihr Sohn, Kaiser Konstantin.

    Die Bedeutung des Heiligen Rocks

    Der Heilige Rock ist ein Symbol für das gesamte Leben und die Menschheit Jesu. In Jesus lässt Gott sich ganz auf uns Menschen und unsere Geschichte ein. Er wurde Mensch in Raum und Zeit. Jesus war ein Mensch, der Kleider trug und zugleich ein „Gott zum Anfassen“. Gottes Liebe wird in Jesus konkret.
    Der Heilige Rock ist auch ein Symbol für die Einheit der Christen: Die Bibel erzählt, dass die Soldaten bei der Kreuzigung Jesu sein Gewand nicht zerteilt haben, weil es aus einem Stück gewebt war. Deshalb gilt der Heilige Rock Christen als Mahnung zur Einheit.

    Die Pilger zum Heiligen Rock beten:

        Jesus Christus, Heiland und Erlöser,
        erbarme dich über uns und die ganze Welt.
        Gedenke deiner Christenheit,
        und führe zusammen, was getrennt ist.

  • Die Teilnahme an den Heilig-Rock-Tagen

    Wir bereiten uns vor

    1.    Die Fahrt nach Trier kann Anlass sein, die eigene Pfarrkirche genauer kennen zu lernen

    • Gang um die Kirche; einander mitteilen, was entdeckt wird; Malen des Kirchengebäudes; Nachbauen in der Bauecke
    • Besuch der Kirche: Verweilen an dem einen oder anderen Ort,z. B. Altar, Taufstein; Betrachten eines Bildes; Anzünden einer Kerze; Gebet oder Lied
    • Gespräch mit Pfarrer und / oder Küster/in

    2.    Vom Trierer Dom erzählen

    • Anhand von Bildern: Ansichtskarten; Erinnerungszeichen von früheren Heilig-Rock-Wallfahrten; Bildbände; Bilder von Dom und Bischof im Paulinus
    • Anhand von Geschichten: Legende vom Heiligen Rock; Legende vom Domstein
    • Anhand des Buches „Dominikus – der kleine Domdetektiv“ von Jakobine Wierz, Paulinus-Verlag Trier, ISBN 3-7902-0218-5, Preis: 3,90 €
    • Anhand des Buches „Was macht die Maus im Dom?“ von Dr. Hildegard Bogerts, Engelbert Felten und Andrea Reitz, Paulinus-Verlag Trier, ISBN 978-3-7902-1810-7, Preis: 6,90 €

    Beide Bücher sind auch in der Dom-Information erhältlich!

    • Neues Buch: "Der Dom in Trier, Bilder und Texte zu den Heilig-Rock-Tagen" (abwaschbar), von Sandra Altmeyer-Schon, Kita Christkönig, in Saarlouis-Roden, Bestellung an: Bischöfliches Generalvikariat, Steuerungsbüro für katholische Kindertageseinrichtungen, Mustorstr. 2, 54290 Trier, Selbstkostenpreis incl. Versand: 32,- Euro

    3.    Beschäftigung mit dem Motto „Trau Dich! Gott ist bei Dir“

    • Die Gedanken des Einführungstextes (s. Seite 4) geben wertvolle Hinweise, sich mit dem Motto der Heilig-Rock-Tage für Kindertageseinrichtungen „Trau Dich! Gott ist bei Dir“ auseinander zu setzen.
    • Ebenso sind viele Texte der Bibel zur Verdeutlichung des Themas geeignet:
      „Abraham hört Gottes Ruf“ (Gen 12, 1-9) – Im Vertrauen auf Gottes Zusage wagt es Abraham, Vertrautes zu verlassen und neu anzufangen
      „Gottes Auftrag an Mose“ (Ex 3, 1-17; 4, 10 – 17) – Gottes Name ist „Ich-bin-da“, d. h. ich bin da für euch Menschen und begleite euch mit meiner Hilfe
      „David besiegt Goliath“ (1 Sam 17) -  im Vertrauen auf Gottes Hilfe kann David Angst überwinden und Großes leisten
      „Zachäus durchbricht den Teufelskreis“ (Lk 19, 1- 10) – weil Jesus es gut mit ihm meint, traut sich Zachäus, sein Leben zu ändern
      „Stillung des Seesturms“ (Mk 4, 35-41) – Jesus hilft die Angst überwinden
      „Jesus verspricht seinen Beistand“ (Mt 28, 20b und Apg 1, 4-8) – Jesus ist für immer bei uns; sein Heiliger Geist gibt Kraft und Zuversicht
    • Für die Beschäftigung mit den biblischen Texten empfehlen wir folgende Schritte:
      1.    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erschließen sich den Text auf dem Hintergrund ihrer eigenen Lebens- und Glaubenserfahrung.
      2.    Gemeinsam mit den Kindern beschäftigen sie sich in vielfältiger Form mit dem Thema: darüber reden, ein Gebet formulieren, Lieder singen und nachspielen, biblische Erzählungen lesen und ins Leben der Kinder „übersetzen“.
    • Erfahrungen aus dem Alltag, zu Hause und in der Kita sind Anlässe, mit den Kindern darüber nachzudenken und zu sprechen, in welchen Situationen Mut und Vertrauen nötig sind: Wo haben sie schon einmal erfahren, dass sie eine schwierige Aufgabe gut gemeistert haben; wie gelingt es ihnen, Angst zu überwinden und sich etwas zuzutrauen.
      Wer hilft ihnen dabei, wen erleben sie als schützende und liebevolle Begleitung ihres Lebens.
      Menschen, die den Kindern beistehen und ihr Vertrauen ins Leben und die eigenen Fähigkeiten stärken, lassen durchscheinen, wie gut es auch Gott mit ihnen meint.
    • Die Kinder malen ein Bild (DIN A5), das zeigt, wer sie liebevoll in ihrem Leben begleitet, was ihnen einmal gut gelungen ist, wo sie Angst überwunden haben. Dieses Bild bringen die Kinder mit nach Trier. Es wird im Dom auf große Tücher geheftet und im Abschlussgottesdienst gezeigt.
      Damit alle Bilder aller Kinder auf den Tüchern Platz finden, bitten wir Sie, ausschließlich Blätter der Größe DIN A5 zu verwenden.
  • Wir sind in Trier

    1. Besuch des Domes und der Heilig-Rock-Kapelle

    • Ankommen ab 9:00 Uhr im Dom
    • Persönliche Begrüßung der Gruppen durch ein Mitglied des Vorbereitungsteams
    • Der Herkunftsort wird auf einer großen Bistumskarte markiert (bitte nur mit Begleitung eines Mitglieds des Vorbereitungsteams!)
    • Gang durch den Dom und zur Heilig-Rock-Kapelle, selbstständig oder mit katechetischer Führung
    • Auf dem Weg zur Heilig-Rock-Kapelle sind die Gruppen eingeladen, an der Osterkerze ein Gebet zu sprechen oder ein Lied zu singen
    • In der Nähe des Haupteinganges (Westchor) heften die Kinder die mitgebrachten Bilder an ein großes Tuch

    2. Teilnahme am angemeldeten Angebot

    • Die Gruppe sucht den Ort ihres Arbeitskreisangebotes auf (Orientierung am Lageplan und den Hinweisschildern).
    • Teilnahme der Kinder am Angebot. Der/die Angebotsleiter/in entscheidet, ob die erwachsenen Begleitpersonen am Angebot teilnehmen können.
    • Wichtig: die meisten Angebotsorte bieten die Gelegenheit, zur Toilette zu gehen.

    3. Freizeit und Verpflegung

    • Die Gruppen finden in der Innenstadt verschiedene Aufenthaltsmöglichkeiten, den mitgebrachten Proviant zu verzehren (siehe Lageplan: Aufenthaltsmöglichkeiten).
    • Für die Freizeitgestaltung zwischen den einzelnen Veranstaltungen sorgen die Begleitpersonen selbst.

    4. Abschlussgottesdienst

    • Einer der Höhepunkte der „Trier-Fahrt“ ist jedes Jahr der Abschlussgottesdienst im Dom. Er beginnt um 14.00 Uhr und dauert etwa eine halbe Stunde. Zelebrant ist der Bischof oder einer der Weihbischöfe.
    • Die Kinder sind eingeladen, sich um den Altar und die Altarinsel zu scharen.
    • Zur Gestaltung des Pilgerstabes erhält jede Gruppe ein Andenken.
Weiteres: