Bistum Trier
Donnerstag, 23. November 2017

956 Kinder, Jugendliche und Erwachsene beraten

Lebensberatung Neunkirchen gibt Jahresbericht 2016

Neunkirchen – 956 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben im vergangenen Jahr das Angebot der Lebensberatung Neunkirchen des Bistums Trier in Anspruch genommen. 120 mehr als noch im Jahr 2015. 403 weitere Personen nahmen an Elternkursen, offenen Sprechstunden oder Weiterbildungen der Lebensberatung teil, das weist der Jahresbericht 2016 aus.

Die wichtigsten Themen bei den Kindern und Jugendlichen waren: Trennung und Scheidung oder Partnerschaftskonflikte der Eltern, Umgangs- und Sorgerechtsstreitigkeiten, Probleme bei Alleinerziehenden sowie die psychische Erkrankung von Mutter oder Vater. 45 Prozent aller beratenen Kinder und Jugendlichen lebten nicht in ihrer Ursprungsfamilie. Die Erwachsenen kamen am häufigsten mit folgenden Themen in die Beratung: Depression, Belastung durch traumatische Erlebnisse, Kritische Lebensereignisse und Verlusterlebnisse, Selbstwertproblematik und Kränkungen sowie Probleme mit der Kommunikation. Die durchschnittliche Beratungsdauer für einen abgeschlossenen Fall lag bei knapp neun Stunden. 2015 waren es noch etwa sechs Stunden pro Fall.

Das Fachberatungsteam um Diplom-Soziologe Martin Ludwig, dem Leiter der Lebensberatung, hat auch im vergangenen Jahr regelmäßig zusätzliche Sprechstunden in der Ottweiler Kindertagesstätte Lehbesch und im Neunkircher „Momentum“ angeboten. Hier bestehe die Möglichkeit, sich ohne Terminvereinbarung beraten zu lassen. Zusätzlich zum normalen Beratungsangebot bietet das Beartungsteam Mediation als Verfahren zur Konfliktregelung bei Familien- und Partnerschaftsproblemen an. Für Fachkräfte der Jugendhilfe sowie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im medizinischen Dienst oder in Bildungseinrichtungen wird eine fachliche Beratung bei der Einschätzung von Kindeswohlgefährdung angeboten. Für traumatisierte Flüchtlinge bietet das Team eine Erststabilisierung an. Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit werden durch Weiterbildung und Supervision unterstützt. Das Angebot in der Flüchtlingsarbeit erfolgt zusätzlich zum Regelangebot und wird durch das Bistum Trier extra finanziert.

Für Ratsuchende ist das Angebot kostenfrei. Die Arbeit der Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle kostete im vergangenen Jahr rund 300.000 Euro, finanziert zu 53 Prozent durch den Landkreis Neunkirchen, zu 42,2 Prozent durch das Bistum Trier und 4,8 Prozent durch die Stadt Neunkirchen.

Die Lebensberatung Neunkirchen befindet sich in der Hüttenbergstraße 42, Telefon 06821-21919. E-Mail: lb.neunkirchen@bistum-trier.de

(dh)

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