Bistum Trier
Montag, 23. Oktober 2017

„Besondere Orte des Glaubens“

Polnisch katholische Mission feiert in Koblenz-Lützel

Koblenz – Seit 30 Jahren gibt es die polnisch katholische Mission in Koblenz. Das hat die Gemeinde mit dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, Vertretern der katholischen und polnischen Kirche und zahlreichen Gläubigen am 21. Oktober mit einer festlichen Messe in der St. Antoniuskirche im Koblenzer Stadtteil Lützel gefeiert.

„Die Missionen und muttersprachlichen Gemeinden sind ganz besondere Orte des Glaubens. Hier wird Weltkirche erfahrbar“, verdeutlichte Bischof Ackermann. Vor etwa 40 Jahren wurden für größere Sprachgruppen Missionen mit einem Pfarrer in der jeweiligen Muttersprache eingerichtet, die an verschiedenen Orten im Bistum regelmäßig Gottesdienst feiern. Dies sei eine Bereicherung, auch für die Bischöfe, berichtete Ackermann. „Hier zeigt sich die Vielfalt in der Einheit. Das Evangelium ist eine Botschaft ohne Grenzen und richtet sich an die ganze Welt, das wird hier heute deutlich“, erklärte Ackermann in seiner Predigt. Er gab jedoch auch zu, dass er und andere damit rechneten, dass diese Gemeinden sich verkleinern würden: „Doch wir erleben das Gegenteil – sie sind im Wachsen begriffen.“ Dabei sei es schön zu beobachten, dass die Missionen es ermöglichten, das Eigene zu bewahren, aber auch dort anzukommen, wo man lebe. „So bringen Sie sich auch in andere Gemeinden und Veranstaltungen ein wie etwa bei der Prayer Night im September in der Herz-Jesu Kirche. Dort hat Ihr Chor gesungen.“

Nicht nur der Gottesdienst gab durch polnische Gesänge und in Trachten gekleidete Kinder, Frauen und Männer einen Einblick in die Kultur, sondern auch das anschließende Fest mit Begegnungen an der Hans-Zulliger-Schule, zur der Pfarrer Wojciech Stys alle Gäste einlud.

Die Gemeinde der polnisch katholischen Mission in Koblenz zählt 23.500 Gläubige, davon leben etwa 4000 in Koblenz und Umgebung. Heilige Messen in polnischer Sprache werden jeden Freitag (18.30 Uhr) und Sonntag (9.30 Uhr) in der Kirche im Brenderweg 19-21 gefeiert.

(jf)

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