Bistum Trier
Donnerstag, 3. September 2015

Bischof: Spenden an die Aktion Arbeit verdoppeln

Bistum Trier will langzeitarbeitslose Menschen weiter unterstützen

Püttlingen-Köllerbach – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat auf die weiter schwierige Situation von Langzeitarbeitslosen in Deutschland hingewiesen. Diese Menschen seien derzeit in einen „toten Winkel“ geraten, sagte Bischof Ackermann am 3. September anlässlich eines Besuches im Second-Hand-Laden der Erwerbslosen-Selbsthilfe (ESH) in Püttlingen-Köllerbach. Man dürfe die rund eine Million Langzeitarbeitslosen in Deutschland nicht aus dem Blick verlieren, forderte Ackermann. Deshalb werde die Aktion Arbeit im Bistum Trier die Betroffenen weiter unterstützen, einmal durch konkrete Hilfen an Beschäftigungsträger für arbeitslose und dazu durch arbeitsmarktpolitische Initiativen im Sinne dieser Menschen. 

Seinen Besuch im Second-Hand-Laden der ESH sei in diesem Sinne als Wertschätzung für diejenigen zu verstehen, die „Ahnung von dem Problem haben und in der Betreuung der arbeitslosen Menschen stark sind“. Bischof Ackermann kündigte an, im nächsten Jahr jede Spende für die Aktion Arbeit aus Mitteln des Bischöflichen Stuhls zu verdoppeln. Damit soll das Spendenaufkommen der Solidaritätsaktion verbessert werden. Die von seinem Vorvorgänger Bischof Dr. Hermann Josef Spital vor über 30 Jahren gegründete Aktion Arbeit sei von Anfang an nur durch Spenden finanziert. Mit der erhofften Steigerung des Spendenaufkommens ließe sich zwar das Problem nicht beseitigen, aber die Hilfen durch die Aktion Arbeit sollten weiter gehen. „Diese Hilfe für die arbeitslosen Menschen lebt von Verlässlichkeit und muss langfristig sein“, sagte Ackermann.

Auch Dr. Hans Günther Ullrich, Bischöflicher Beauftrager für die Aktion Arbeit, betonte die Aufgabe, weiterhin für langzeitarbeitlose Menschen da zu sein und auf deren Situation immer wieder hinzuweisen. „Die brauchen kein Gnadenbrot sondern Möglichkeiten in den Arbeitsmarkt einzusteigen, wie es die ESH hier in Püttlingen praktiziert“, sagte Ullrich und lobte die ESH als „einen der profiliertesten Träger im Bistum“. Die Arbeitsloseninitiativen müssten gerade jetzt Unterstützung erfahren, da viele angesichts von Umschichtungen bei der staatlichen Förderung ums Überleben kämpfen müssten. Aus Sicht der Aktion Arbeit seien diese Beschäftigungsträger durch nichts zu ersetzen, da sie umfassende Erfahrung in der anspruchsvollen Aufgabe der Anleitung der betroffenen Menschen hätten und für diese häufig der einzige Ort seien, an dem diese Menschen eine Teilhabe an der Gesellschaft erfahren könnten. Initiativen wie die ESH machten sich die Mühe und den Aufwand der persönlichen Begleitung, der allein erfolgversprechend sei. 

Toni Job, Vorsitzender der ESH, dankte für die langjährige Unterstützung durch die Aktion Arbeit: „Ohne die hätten wir vieles nicht machen können. Die über 30-jährige Partnerschaft hat uns über manche Klippe geholfen“.

Spenden für die Aktion Arbeit: IBAN: DE 13 3706 0193 3001 3990 11. Weitere Information bei
Aktion Arbeit, Andrea Steyven, Telefon 0651-7105-301;
andrea.steyven(at)bistum-trier.de; www.aktionarbeit.bistum-trier.de

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