Bistum Trier
Sonntag, 7. Mai 2017

Den Glauben bestätigen

Heilig-Rock-Tage: Weihbischof Brahm spendet 37 Frauen und Männern die Firmung

Gruppenbild mit Bischof: 37 Frauen und Männer hat Weihbischof Brahm (Mitte) gefirmt.

Trier – 37 Frauen und Männern aus dem gesamten Bistum hat Weihbischof Robert Brahm am 7. Mai während der Heilig-Rock-Tage das Sakrament der Firmung gespendet. „Durch den Heiligen Geist wird besiegelt, was in der Taufe schon an Ihnen gewirkt wurde“, erklärte der Weihbischof der großen Gottesdienstgemeinde, zu der neben den Firmlingen deren Paten, Angehörige und Katecheten, Pilger und eine Messdienergruppe aus Morscholz sowie das Blasorchester aus Kell am See gehörten.

Drei Wünsche gab der Weihbischof den Frauen und Männer mit. „Bleiben Sie auf der Suche nach Jesus Christus“, nannte er als erstes. Gerade wenn es um schwierige Fragen und Situationen gehe, an denen man zu zerbrechen drohe, sei es wichtig zu schauen, was das Leben stärke, was Halt gebe. „Der christliche Glaube befähigt uns, nicht zu zerbrechen, sondern neue Perspektiven zu entdecken.“ Gott habe jedem Menschen die Fähigkeit geschenkt, mit ihm in Kontakt zu treten, deshalb war der zweite Wunsch: „Bleiben Sie betende Menschen!“ Und schließlich wünschte der Weihbischof den Frauen und Männern, dass sie immer aus dem Geiste Jesu heraus handelten: „Bleiben Sie liebende Menschen!“

Im Vorgespräch zu dem Gottesdienst hatte Weihbischof Brahm erfahren, was die Frauen und Männer zu ihrem Entschluss bewegt hat, sich firmen zu lassen. So erklärte der 1988 in Kamerun geborene Brice Lowe, der äußere Anlass sei seine im Juli bevorstehende Hochzeit. Der in Trier als Arzt arbeitende junge Mann berichtete, zwar sei er in einer sehr gläubigen Familie aufgewachsenen, doch die Firmung sei immer wieder aufgeschoben worden. Nun möchte er seinen Glauben „vervollständigen“ und „bestätigen, dass ich gläubig bin und meinen Glauben lebe“. Der 29-jährige Stefan Dünker aus Lantershofen erinnert sich daran, dass er sich als Jugendlicher seines Glaubens nicht sehr sicher gewesen sei. Im Laufe der Jahre habe er diese Sicherheit jedoch gewonnen und bedauert, dass er sich nicht habe firmen lassen. Ein Gespräch mit dem Regens des Seminars St. Lambert in Lantershofen habe schließlich den Ausschlag gegeben, sich zur Firmung anzumelden: „Ich möchte diese Sicherheit heute bestärken.“ In der Runde der meist jüngeren Erwachsenen fällt Juliana Philippi aus Schwarzenholz auf. Sie ist erst 15 Jahre alt – also in dem Alter, in dem man normalerweise mit den Gleichaltrigen in der Pfarrei gefirmt wird. „Ich war zu einem Schüleraustausch, als die Firmung in meiner Heimatpfarrei anstand, und habe deshalb diesen Termin verpasst“, erzählt sie. Der engagierten Messdienerin und Lektorin war es aber sehr wichtig, die Firmung nicht aufzuschieben. Als ihre Katecheten ihr von der Erwachsenenfirmung in Trier erzählt habe, habe sie diese Möglichkeit sofort ergriffen: „In Trier im Dom gefirmt zu werden – das ist cool!“

Die Firmung ist eines der drei sogenannten Initiationssakramente des Christ-Werdens. Dabei wird das in der Taufe Begonnene in der Firmung weitergeführt und vollendet. In ihrem Zentrum steht die Zusage des Heiligen Geistes als Stärkung und Befähigung zum christlichen Leben. Weitere Informationen zur Erwachsenenfirmung gibt es im Internet unter www.katechese.bistum-trier.de und bei Anna Stricker, Bischöfliches Generalvikariat Trier, Pastorale Grundaufgaben, Tel.: 0651-7105-446.

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