Bistum Trier
Samstag, 6. Mai 2017

Die Arbeit hat Sinn

Uta Klein aus Konz engagiert sich im Besucherdienst des Bistums Trier

Trier/Konz – Am Wochenende kommt es dann doch für Uta Klein zu einem kleinen Interessenskonflikt. Die Enkeltochter geht zur Ersten Heiligen Kommunion, der Gatte organisiert ein großes Schachturnier - und sie würde gerne am Abschluss der Heilig-Rock-Tage noch einen Helferdienst leisten. Denn Uta Klein ist eine von rund 150 Aktiven im ehrenamtlichen Besucherdienst des Bistums Trier, ohne den das große jährliche Bistumsfest kaum möglich wäre.

Schon bevor sie 2012 über die Heilig-Rock-Wallfahrt zum Besucherdienst kam, war Klein mehrere Jahrzehnte ehrenamtlich in der katholischen Kirche aktiv: „Seit 1975 bin ich in meiner Heimatpfarrei in Konz St. Nikolaus im Kirchenchor und war auch für zwei Jahrzehnte im Pfarrgemeinderat.“ 2012 begann die Freistellungsphase der Altersteilzeit, erzählt die ehemalige Grundschullehrerin. „Ich wollte meine zusätzliche Freizeit sinnvoll nutzen.“ Dann hörte sie von der Suche des Bistums nach ehrenamtlichen Helfern - und meldete sich.

Zwar ist der Besucherdienst auch bei anderen Bistumsveranstaltungen im Einsatz, wie etwa bei der Synode oder dem großen Pueri Cantores-Chorfestival, so sind es doch immer wieder die Heilig-Rock-Tage, die für Klein einen besonderen Stellenwert haben. Darauf freue sie sich besonders. „So nutze ich diese Woche nicht nur für die Dienste, sondern nehme besonders gerne am Abendlob teil und freue mich auf die Konzerte im Kulturzeit“, erzählt sie. Die Motivation für diesen Dienst nimmt sie zum einen aus der Hilfe für die Besucher und aus den vielen Begegnungen mit Menschen, die nach Trier kommen, um das Bistumsfest gemeinsam zu feiern. „Mir tun die Begegnungen mit den Menschen aber auch selbst gut“, sagt sie. Vielleicht komme das auch noch aus ihrem ehemaligen Beruf, denn als Lehrerin sei man ja auch viele Stunden mit Menschen zusammen. So erinnert sie sich an eine Begegnung, die zwar nicht anlässlich der Heilig-Rock-Tage, aber auch im Dom stattgefunden habe, bei der sich aus der einfachen Frage einer Frau im Rollstuhl ein langes Gespräch „über Gott und die Welt“ ergeben habe. Bei solchen Begegnungen merke sie, dass diese Arbeit einen Sinn habe. Auch lobt sie den Gemeinschaftssinn der Helfergruppe und die Möglichkeit, sich auszutauschen.

Einen Wunschdienst habe sie nicht. „Ich gehe dort hin, wohin ich eingeteilt werde“, erklärt Uta Klein, und was sich wie eine Selbstverständlichkeit anhören mag, ist für sie ein Prinzip. „Es gibt für mich keinen Lieblingsdienst.“ Es sei vielmehr ihre Erfahrung, dass man durch die Offenheit, sich auch auf unerwartete Aufgaben einzulassen, häufig an neue Erfahrungen herangeführt werde. Für fünf Tage hat sie sich in diesem Jahr eingetragen.

Ihre Familie – ihre Mann und zwei erwachsene Töchter - sehe ihre Tätigkeit mit großem Verständnis. Und im Freundeskreis gebe es schon den einen oder die andere, der nach ihren Berichten auch darüber nachdenke, beim Besucherdienst mitzumachen. Auch der Interessenskonflikt lässt sich schließlich lösen: Am Samstag ist das Schachturnier, am Sonntagmorgen die Kommunionfeier - und am Nachmittag bleibt dann noch Zeit für den Ausklang der Heilig-Rock-Tage.

(tef)

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