Bistum Trier
Donnerstag, 8. Juni 2017

Ein Leben für Entwicklung und Frieden aus dem Glauben

Bischof Ackermann zum Tod von Harry Neyer

Bonn/Trier „Harry Neyer hat die Arbeit von Justitia et Pax seit 1971 mit aufgebaut und damit der kirchlichen Arbeit in Sachen Entwicklung, Menschenrechte und Frieden ein Gesicht gegeben. Die Debatte um die Dienste für den Frieden hat er seit der Würzburger Synode mit geprägt. Er stärkte die weltweite Vernetzung mit Justitia et Pax-Kommissionen und Partnern, insbesondere in Afrika. Seine Arbeit wurzelte in einem tiefen Glauben sowie einer unerschütterlichen Hoffnung, die seinem Engagement so hohe Glaubwürdigkeit gab.“ So hat Bischof Dr. Stephan Ackermann, Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Harry Neyer gewürdigt, der am Pfingstsamstag (3. Juni 2017) gestorben ist.

Von 1971 bis 1995 arbeitete Harry Neyer für die Deutsche Kommission Justitia et Pax, zuletzt als Geschäftsführer, und war ihr bis zuletzt sehr verbunden. Die Zusammenarbeit mit den Justitia et Pax-Aktiven in der früheren DDR hat er mit gutem Rat und tatkräftig über alle Höhen und Tiefen begleitet bis zur Zusammenlegung nach 1989. Den Aufbau von Justitia et Pax-Europa ab Anfang der 1970er Jahre hat er ebenso wie die weltweite Vernetzung beharrlich gefördert. Mit vielen verbanden ihn auch persönliche Freundschaften, einige davon brachte er aus seinem Pfadfinder-Engagement mit. Von 1965 bis 1971 war er Bundesvorsitzender der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) und vier Jahre stellvertretender Vorsitzender des BDKJ-Bundesverbandes gewesen.

Neyer war entwicklungspolitisch hoch kompetent und erfahren, vor allem wenn es um weltkirchliche Partnerschaften, wenn es um Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit ging. Die Ziele Fairer Handel, gerechte Weltwirtschaft und fairer Einkauf haben den Begründer der „Aktion Dritte Welt Handel“ bis zum Kölner Entschuldungsgipfel 2000 und darüber hinaus begleitet. Als katholischer Geschäftsführer der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) von 1982 bis 1996 hat er deren Ökumenische Dialogprogramme geprägt. Auch nach seinem beruflichen Ausscheiden 1995 hat er den GKKE-Pharmadialog fortgeführt.

„Justitia et Pax und die GKKE verdanken Harry Neyer sehr viel. Ich bin überzeugt, dass sein beharrlicher Einsatz für eine gerechtere und friedlichere Welt bleibende Früchte trägt“, so Bischof Ackermann.

Justitia et Pax ist eine Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken zur Förderung von Entwicklung, Menschenrechten und Frieden.

(red)

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