Bistum Trier
Samstag, 15. Juni 2013

Eine verbindende Aktion

48-Stunden-Aktion startet in Bolivien

Sebastian Gräber in Bolivien
Sebastian Gräber

Trier/La Paz – In Bolivien, dem Partnerland des Bistums Trier, hat am 15. Juni die 48-Stunden-Aktion begonnen. Parallel zur deutschlandweit stattfindenden 72-Stunden-Aktion des Bundes der deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) verwirklichen über 8.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in 48 Stunden soziale Projekte in dem lateinamerikanischen Land. Im Bistum Trier sind über 5.000 Jugendliche 72 Stunden lang im Einsatz. 13 Gruppen aus dem Bistum Trier stehen direkt mit bolivianischen Partnergruppen in Kontakt.

Sebastian Gräber ist 20 Jahre alt und als Freiwilliger mit den Sozialen Friedensdiensten im Ausland (SoFia) des Bistums Trier in Bolivien. Er arbeitet dort in einem Landschulheim im Dorf Villa Serrano, fünf Stunden entfernt von Sucre. Während der 48-Stunden-Aktion führt er eine Müllsammelaktion durch mit der Jugendgruppe Jopros (Jugendliche für den Fortschritt von Serrano). „Leider werfen viele Menschen ihren Müll einfach auf die Straße oder den Weg“, erklärt er. „Und auch eine Recyclingkultur herrscht kaum. Zudem bereitet die Gruppe eine Ausstellung zum Thema Umweltschutz vor – um den Bewohnern einen „guten Umgang mit der Umwelt beizubringen“. Die Gruppe setzt sich zusammen aus 30 Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren. Kurz vor der Eröffnung der Aktion ist die Stimmung gut. „Die Jugendlichen freuen sich sehr auf die etwas andere Aktion“, erklärt Gräber. „Sie nehmen die Herausforderung gerne an.“ Die Gruppe hat auch direkten Austausch mit der saarländischen Gruppe aus Sulzbach, die das Außengelände des Seniorenhauses St. Anna verschönern. „Wir kommunizieren mit der Jugendgruppe, schicken Fotos, telefonieren und berichten von unseren Fortschritten“, erklärt Gräber. Es sei eine Gelegenheit „die Freundschaft zwischen beiden Ländern stärken zu können“.

Es ist nach 2009 das zweite Mal, dass während der 72-Stunden-Aktion eine Verbindung mit Bolivien besteht. „Diese Aktion verbindet das Engagement junger Menschen in unsrem Bistum, mit dem der jungen Menschen in Bolivien“, erklärt Irene Jötten vom BDKJ Trier. Die bolivianische Bischofskonferenz hat die Aktion sogar als Beispiel für Engagement im Bereich Umweltschutz und Bewahrung der Schöpfung in ihrem Bischofsbrief erwähnt, „was noch mal zeigt, welches Ausmaß die Aktion in Bolivien hat“, erklärt Jötten. Auch für die über 50-jährige Partnerschaft zwischen dem Bistum Trier und Bolivien sei die Aktion sehr wichtig. Der große Gewinn sei, „dass durch die Direktkontakte und durch das Wissen, dass Jugendliche in einem anderen Land genau die gleiche Aktion durchführen, das Bewusstsein geschärft wird für die Partnerschaft“, sagt Jötten. „Es werden bestimmt Beziehungen entstehen, die fortgeführt werden.“

Die Projekte in Bolivien sind vielfältig: Sie säubern Dorfplätzen und Ufer oder organisieren etwa eine Kleidersammlung. Die Direktkontakte im Bistum Trier sind: Pfarreiengemeinschaft Eppelborn (El Alto), Pfarrjugend Bous (Santa Cruz), DPSG St. Rubertus Bingerbrück (Cochabamba), Malteser Jugend Lebach (Santa Cruz), Dekanatsjugend Losheim-Wadern (Santa Cruz), Jugendbegegnung Bolivien Bad Kreuznach (Santa Cruz), Messdiener/Kolpingjugend Plaidt (Sucre), KHG Trier (Santa Cruz), Kath. Jugend Mandern (Potosi), Jugendgruppe Konz-Karthaus (Oruro), Kath. Jugend Sulzbach (Sucre), MJC-GCL Trier (Sucre), KSJ Bendorf (Sucre).

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