Bistum Trier
Montag, 6. November 2017

Erfahren, dass ich nicht alleine bin

Weihbischof Robert Brahm firmt 49 Jugendliche in Völklingen

Völklingen – Am Samstag, dem 4. November, hat Weihbischof Robert Brahm 49 Jugendlichen in der Kirche St. Eligius in Völklingen das Sakrament der Firmung gespendet. Brahm zelebrierte die Messe zusammen mit Pfarrer Thomas Weber. Auch Diakon Patrick Winter nahm am Gottesdienst Teil.

„Mehrere Wochen haben wir uns auf diesen Tag vorbereitet und uns gefragt: ‚Was bedeutet es Christ zu sein?’, ‚Warum möchte ich in dieser Zeit als Christ leben?’. Wir haben uns bewusst für die Firmung entschieden. Gerne möchten wir die Zukunft, gestärkt von Gottes Geist, gestalten und so unseren Lebensweg weitergehen“, sagte Toni, einer der Firmlinge, zu Beginn des Gottesdienstes. Während der Vorbereitung auf die Firmung haben sich die Jugendlichen an drei Samstagen jeweils ganztägig getroffen. Bei einem Treffen stand der Austausch mit Menschen aus der Gemeinde Völklingen auf dem Programm, mit denen die Jugendlichen über deren Engagement und ihren Glauben in persönlichen Gesprächen reden konnten. Ein weiterer Höhepunkt war die Begegnung mit Abbé Marcellin Ouédraogo aus Burkina Faso, der ihnen aus seiner Heimat berichtete.

Während des Firmgottesdienstes lag ein Korb mit gesiegelten Briefen vor dem Altar. Auch diese waren Teil der Vorbereitung auf die Firmung. Die Firmlinge sollten einen Brief an sich selbst schreiben. Die mit Wachs versiegelten Briefe bekommen die Jugendlichen im nächsten Jahr wieder zugesandt. „Dann könnt ihr nachlesen, was euch damals durch den Sinn und das Herz gegangen ist“, sagte Weihbischof Robert Brahm, der in seiner Predigt Bezug auf die Briefe nahm. „Ich bin mir sicher, dass ihr dabei auch an Menschen gedacht habt, die euch wichtig geworden ist, die mit euch durch das Leben gehen und euch Halt geben.“ Brahm betonte die Bedeutung der Gemeinschaft der Christen. „ Was uns stärkt und Hoffnung gibt ist, dass andere Menschen diesen Weg mit uns gehen. Dass sie aber auch oft ähnliche Probleme und Schwierigkeiten haben wie wir selbst.“ Durch die Taufe seien Christen in eine große Glaubensgeschichte hineingestellt, die sie in der Kirche als Schwestern und Brüder verbindet. Diese Gemeinschaft im Glauben soll den Firmlingen helfen, ihre Zukunft zu gestalten. „Es ist wichtig, zu erfahren, dass ich nicht alleine bin, dass Menschen zu mir stehen, mich begleiten und mit mir glauben. Das dürfen wir in diesem Gottesdienst besonders erfahren“, so der Weihbischof. „So kann der Glaube an Jesus Christus zu einer großen Ermutigung werden.“

Der Firmgottesdienst in St. Eligius war die erste Firmung im Dekanat Völklingen in diesem Jahr. Am Sonntag, dem 5. November hat Weihbischof Robert Brahm weiteren Jugendlichen in der Kirche Mariä Heimsuchung in Heusweiler das Sakrament gespendet. Die nächsten Stationen auf der Firmreise des Weihbischofs sind St. Hedwig in Wehrden, Herz-Jesu in Köllerbach, St. Matthias in Riegelsberg und St. Sebastian in Püttlingen. Insgesamt wird der Weihbischof 430 Jugendliche im Dekanat Völklingen firmen.

(dh)

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