Bistum Trier
Sonntag, 16. Juni 2013

Erfrischendes 72-Stunden-Projekt

Jugendliche bauen 25-Meter-Wasserrutsche in Völklinger City

Wasserrutsche: mal mitten in der Stadt
Wasserrutsche: mal mitten in der Stadt

Völklingen – Als hätte er vom heißen Wetter am Sonntagnachmittag gewusst. Als 72-Stunden-Projekt für die Jugend der Pfarreiengemeinschaft St. Eligius Völklingen hatte Kaplan Matthias Scheer vor vielen Wochen „mal was ganz anderes“ vorgeschlagen. Eine Wasserrutsche von mindestens 25 Meter Länge sollte in der Völklinger City entstehen. Am Sonntag sollte sie benutzt werden können. Dazu sollten Spenden für einen sozialen Zweck gesammelt werden.

Erst einmal mit ihrer Überraschungsaufgabe für die nächsten 72 Stunden vertraut, machten sich die 15 jungen Leute aus der Pfarreiengemeinschaft an die Verwirklichung der Wasserrutsch-Aktion. Das THW wurde gewonnen um ein Gerüst aufzubauen. Damit konnte man die nötigen Neigungswinkel für die Rutsche erreichen. Ein Platz in Nähe der Citykirche St. Eligius wurde gefunden und auch von der Stadtverwaltung als Aktionsort genehmigt. Die Feuerwehr stellte die Schläuche für die Wasserversorgung, die Stadtwerke spendeten das Wasser. Die Firma Schmeer stiftete den Sand für die Abgrenzung der Rutschbahn und die Firma Verhahn transportierte das Baumaterial. Ein Vater stellte eine riesige Plane zur Verfügung und die Firma WUD einen Container um nach der Aktion den Sand wieder zu entsorgen. Das Rote Kreuz aus Püttlingen konnte für die Erste-Hilfe-Bereitschaft gewonnen werden.

Petrus, nach landläufiger Meinung für das Wetter zuständig, lies sich offensichtlich bei soviel Spendenbereitschaft nicht lumpen und stiftete den ersten heißen Nachmittag seit langem. Ein Angebot, dass die Kinder aus der Innenstadt gerne annahmen. Sie nutzten die kostenlose Wasserrutsche ausgiebig. Rund 200 haben sich getraut, schätzte Kaplan Scheer.

Die 17-jährige Julia aus der Aktionsgruppe fand die Idee super. Zunächst habe man mit einem Renovierungs-Projekt gerechnet, wie es bei der 72-Stunden-Aktion viele gibt. „Aber das hier, war mal was ganz anderes. Wir fanden es gut, dass diesmal der Spaß im Vordergrund stand“, meinte Julia. Dass dann doch alles noch viel Arbeit war, hat keinen gewundert. Dennoch habe das Projekt viel Spaß gemacht. Und einen sozialen Zweck hat es auch gehabt. Die Spenden, die anlässlich der Aktion gesammelt wurden, beschloss die Gruppe der Lebenshilfe zu übergeben. Außerdem sammelte man – wie alle anderen Aktionsgruppen auch – für die Flutopfer an Elbe und Donau.

Weitere Informationen: www.72stunden.de und www.facebook.com/72stundentrier

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