Bistum Trier
Freitag, 9. Mai 2014

Gegenseitige Stärkung im Glauben

Trier – Ökumenisch weitergehen: Das ist das Anliegen der Ökumene-Kommission im Bistum Trier, die sich am 8. Mai konstituiert hat. Im Auftrag des Trierer Bischofs Dr. Stephan Ackermann leitet Weihbischof Dr. Helmut Dieser die Kommission, die unter anderem die Aufgabe hat, die ökumenische Arbeit im Bistum zu fördern sowie den Bischof und dessen Mitarbeitende im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) und den angeschlossenen Dienststellen und die Mitarbeitenden in den Dekanaten und Pfarreien in Fragen der Ökumene zu unterstützen und zu beraten. Informationen, Anfragen und Initiativen im Bereich der Ökumene im Bistum sollen in der Regel von dieser Kommission beraten werden. Die Ökumene-Kommission nimmt darüber hinaus auch interkonfessionelle Außenkontakte des Bistums wahr.

Weihbischof Dieser erklärte beim ersten Treffen, die Einrichtung der Kommission sei eine „weitere Aufwertung für die Ökumene“ im Bistum. Er zitierte den Theologen Christoph Böttigheimer, nach dem Ökumene nicht als „Einbahnstraße der Belehrung, sondern als gegenseitige Stärkung im Glauben“ zu verstehen sei. Es gehe darum, „dass wir gemeinsam an Christus glauben“, dass man sich immer mehr Jesus Christus annähere, der „die Wahrheit und die Einheit ist“. Dazu bedürfe es der Bereitschaft, sich kritisch anfragen zu lassen und sich selbst kritisch zu hinterfragen. Weihbischof Dieser sprach von einer „stressfreien Ökumene“ ohne den Druck des ständigen Erfolgs. Dies könne in einer Haltung der Offenheit und des Respekts vor dem Gegenüber gelingen. „Wir wollen weitergehen als die, die wir sind“, betonte Dieser. Dazu gehöre, die eigenen Regeln und die der anderen Kirchen und Konfessionen ernst zu nehmen.

Horst Drach, Abteilungsleiter Pastorale Grundaufgaben im BGV und Geschäftsführer der Kommission, überreichte den Mitgliedern das Buch zum Ökumenischen Forum, das 2012 im Vorfeld der Heilig-Rock-Wallfahrt stattgefunden hatte. Die Impulse und Ergebnisse der Heilig-Rock-Wallfahrt und des Ökumenischen Forums könnten als das „theologische Fundament, auf dem wir weitergehen“ verstanden werden. Beim ersten Treffen befasste sich die Kommission mit möglichen Beteiligungsformen des Bistums am Reformationsgedenken 2017 der Evangelischen Kirche. So soll etwa vor diesem Hintergrund der in Trier seit Jahren traditionell ökumenisch gefeierte Buß- und Bettag am 19. November an den ökumenischen Aufbruch im Zweiten Vatikanischen Konzil erinnern.

Mitglieder der Ökumenekommission sind neben Weihbischof Dieser und Geschäftsführer Drach: Dr. Walter Euler, Professor für Fundamentaltheologie und Ökumenische Theologie an der Theologischen Fakultät Trier, Matthias Neff, Referent im Arbeitsbereich Verkündigung und Ökumene im BGV, Pastoralreferentin Anne Pütz als Vertreterin des Visitationsbezirks Trier, Gemeindereferent Hermann-Josef Schneider als Vertreter des Visitationsbezirks Koblenz, Pfarrerin Christine Unrath als Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Südwest und Pfarrer Eugen Vogt als Vertreter des Visitationsbezirks Saarbrücken. Die genauen Aufgaben und Arbeitsweisen, die Amtszeit und Zusammensetzung sind im Statut der Ökumene-Kommission im Bistum Trier im Kirchlichen Amtsblatt vom 1. April 2014 veröffentlicht. (hier online)

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