Bistum Trier
Freitag, 28. April 2017

Herausgerufen unters Kreuz

Heilig-Rock-Tage 2017 eröffnet – Bischöfe Bätzing und Dieser Ehrendomherren

Trier – Mit einem Pontifikalamt hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am Fest des Heiligen Rocks (28. April), der unzerteilt gebliebenen Tunika Christi, die Heilig-Rock-Tage eröffnet. Das zehntägige Bistumsfest steht unter dem Leitwort „heraus gerufen“ und greift damit den Titel des Abschlussdokuments der im Mai 2016 beendeten Diözesansynode auf. Mit Ackermann feierten den Gottesdienst die aus dem Bistum Trier stammenden Bischöfe Dr. Georg Bätzing (Limburg), Dr. Helmut Dieser (Aachen) und Dr. Felix Genn (Münster).

„Wie schön, dass wir gemeinsam im Dom das Fest des Heiligen Rocks begehen dürfen“, begrüßte der Bischof mit der Gottesdienstgemeinde besonders auch die neuen Bistumsmitarbeiter. Seit 1997 gebe es im Bistum die Heilig-Rock-Tage, bei denen „wir den Auferstandenen feiern, uns im Glauben stärken lassen, uns austauschen und begegnen“. Als Zeichen der Verbundenheit ernannte Bischof Stephan die Bischöfe Bätzing und Dieser zu Ehrenkapitularen am Hohen Dom zu Trier. Beide hätten damit „einen festen Platz im Dom und vor allem in unseren Herzen“. Eine solche menschliche Ehrung tue gut und sei Ausdruck der Verbundenheit. Noch wichtiger sei jedoch „das Jesus uns Schwestern und Brüder nennt – das ist die Ehre und Würde unseres Christseins“. Dompropst Werner Rössel verlas die entsprechenden Urkunden. Bischof Genn ist bereits Ehrenkapitular, ebenso wie der frühere Trierer Bischof und heutige Erzbischof von München und Freising, Dr. Reinhard Marx, und der emeritierte Luxemburger Erzbischof Dr. Fernand Franck.

Bilder vom Eröffnungsgottesdienst, aus dem Kulturzelt und vom Abendlob auf unseren Heilig-Rock-Tage-Seiten.

In seiner Predigt sagte Limburgs Bischof Bätzing, Christen seien immer ein Stück „exzentrisch“ – herausgerufen. Daran erinnere das Heilig-Rock-Fest, das die Christen „heraus unters Kreuz“ rufe. „Denn unser Ort, unsere Mitte liegt nicht einfach ‚mitten drin‘, sondern draußen vor den Toren – da wo Jesus starb und zum neuen Leben auferstand.“ Gott habe der Welt mit Jesus eine neue Mitte geschenkt, nicht als Ort, sondern in der Person Jesu Christi. „Um sie zu finden und sich ihr anzuschließen, muss man sich herausrufen lassen aus der inneren Stadt festgefügter Ansichten und Überzeugungen, aus dem Sog des Zeitgeistes, von dem wir alle viel stärker geprägt sind, als wir gerne eingestehen; und auch aus gewohnten Bahnen kirchlicher Prägungen, die vielen von uns noch Sicherheit und Heimatgefühl geben – und die doch keine wirkliche Kraft mehr besitzen, Menschen von heute Kirche als Ekklesia, als Gemeinschaft der Herausgerufenen erleben zu lassen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst öffnete der Bischof die Heilig-Rock-Kapelle, die in den kommenden zehn Tagen als Ort des Gebets geöffnet sein wird. Der Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet von der Mädchenkantorei am Trierer Dom unter der Leitung von Domkantorin Christina Elting. Die Kollekte war für die von der Hungerkatastrophe in Ostafrika Betroffenen bestimmt.

Die Heilig-Rock-Tage dauern bis zum 7. Mai und bieten ein buntes Programm für Glaubende und Suchende, Zweifelnde und Fragende und alle Interessierten. Das gesamte Programm ist unter www.heilig-rock-tage.de zu finden.

(JR)

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