Bistum Trier
Montag, 11. Dezember 2017

Kompetenzen der Menschen fördern

Katharina Zey-Wortmann leitet jetzt Katholische Erwachsenenbildung Trier

Trier – Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) in die Pfarreien der Zukunft mitnehmen und besonders den europäischen Gedanken im Blick haben – das sind für Katharina Zey-Wortmann Herausforderungen und Ziele zugleich. In einer Feierstunde in der Remise des Trierer Dom-Museums hat sie am 8. Dezember offiziell die Leitung der KEB Trier von Vorgänger Dr. Michael Thomas übernommen.

 

Er sei die „KEB Trier in Person“ gewesen, sagte Thomas Berenz, Leiter des Arbeitsbereiches Erwachsenen- und Familienbildung, bei der Verabschiedung von Michael Thomas. Fast 30 Jahre lang leitete er die Trierer Erwachsenenbildung, knüpfte Netzwerke, und prägte die KEB besonders auch durch seine persönliche Beziehung zu Literatur und Philosophie. Dabei sei er laut Berenz mit „großer Kollegialität, Kreativität und Offenheit neue Wege“ gegangen. Künftig wird Michael Thomas im Generalvikariat als Kulturbeauftragter zuständig sein. Seit Oktober hat seine Nachfolgerin Katharina Zey-Wortmann die Leitung der Trierer KEB, zu der neben dem Raum Trier auch die Bereiche Schweich-Welschbillig, Hermeskeil und Saarburg-Konz gehören. Vor allem aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Dozentin an der Katholischen Akademie bringe sie reiche Erfahrung im Bereich der Bildung mit, so Berenz. Die Erwachsenenbildung in der Fläche sei sehr dynamisch, müsse sich ständig weiterentwickeln und die Menschen mit ihren zentralen Lebensthemen  in ihren Lebensräumen in den Mittelpunkt stellen und ihre Kompetenzen fördern.

Gerade auch mit Blick auf die Ergebnisse der Bistumssynode werde der KEB derzeit Bewegung abverlangt, gelte es doch „Altes in Neues, Bewährtes in Innovatives zu überführen“, stellte Katharina Zey-Wortmann eine aktuelle Herausforderung dar. Die KEB vor Ort solle auch in den Pfarreien der Zukunft für die Menschen da sein und einen Stellenwert haben. Dabei spreche sie vor allem die vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Bildungslotsen, Referenten und Kursleiter mit Respekt und Dank an und bitte sie, nach Neuem Ausschau zu halten. Bei den Bestrebungen, neue Wissens, Bildungs- und Glaubenshorizonte zu eröffnen, gebe es für sie keine Denkverbote. „Kirche kann auch an anderen Orten stattfinden“, so die neue Leiterin. Als Beispiele nannte sie etwa winterliche Kamingespräche im Dorfgasthaus, den sonntäglichen Familienbrunch mit Vortrag, Diskussion und Kinderbetreuung, oder die Verwandlung einer „kleinen, selten genutzten Dorfkapelle in eine Kulturkapelle mit Lesungen und kleinen Konzerten“. Mit Phantasie und persönlicher Hinwendung gelte es, die Menschen zu erreichen, ihre Bedürfnisse zu erspüren und vom Einzelnen her zu denken. Besonderes Augenmerk legt KEB-Leiterin Zey-Wortmann auf die für die Bildungslandschaft prägenden europäischen Nachbarn Luxemburg, Lothringen und Belgien. Gerade in einer der „größten Grenzgänger-Regionen Europas“ gelte es, die Lebenssituationen der Pendler im Blick zu haben. So sollten Angebote den „europäischen Gedanken verbunden mit dem christlichen Menschenbild stärker ins Bewusstsein bringen“. Abschließend lud Zey-Wortmann zum persönlichen Gespräch über Zielsetzungen und Anliegen der KEB Trier ein. „Lassen Sie uns gemeinsam Bildung mit Herz und Verstand für ein gelingendes Leben anbieten“.

Informationen zur KEB Trier und ihren Programmangeboten gibt es unter www.bistum-trier.de/keb-trier

(red)

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