Bistum Trier
Sonntag, 16. Juni 2013

„Kreativ und konkret“ in 72 Stunden

Levana-Schüler und Firmlinge Schweich bereiten Firmung und Schulfest vor

Generalvikar Bätzing spendet nicht nur das Sakrament der Firmung, sondern hinterlässt auch bei der Dekoration Spuren.
Generalvikar Bätzing spendet nicht nur das Sakrament der Firmung, sondern hinterlässt auch bei der Dekoration Spuren.

Schweich – Bügeln, schneidern, malen. Sie arbeiten zusammen. Und am Ende feiern sie zusammen: Ein Schulfest und das Sakrament der Firmung. 15 Schülerinnen und Schüler der Levana-Förderschule aus Schweich engagieren sich zusammen mit 15 Firmlingen der Pfarreiengemeinschaft Schweich während der 72-Stunden-Aktion. Ihr Auftrag: das Gestalten von Fahnen. Diese werden dann die Kirche schmücken, in der Generalvikar Dr. Georg Bätzing die eine Hälfte der Gruppe noch während der Aktion am Sonntag firmt. Und dann werden die Fahnen das Fest schmücken, das die Levanaschule eine Woche später feiert – zum 40. Jubiläum der Schule. Generalvikar Bätzing hat die Gruppe bei der Vorbereitung besucht – und mitangepackt. 

In der Mitte des Eingangsbereiches der Levanaschule steht ein großer Tisch. Auf ihm ein orangener Stoff, der länger ist, als die Jugendlichen selbst. Die 16-jährige Sandra aus der Ortsgemeinde Bekond schwingt den Pinsel und malt braune Farbe auf den Stoff. „Ich finde unser Projekt richtig cool. Weil etwas ganz Großes ergibt“, sagt Sandra, die zu der Gruppe der Firmlinge gehört. „Und der Zusammenhalt gefällt mir richtig gut“, sagt sie und malt weiter. Mit der Hilfe der anderen Jugendlichen wird es langsam sichtbar: Auf der Flagge wird ein Baum dargestellt, mit festem Stamm. Und jeder soll sich darauf dann verewigen – mit Handabdruck. „Sie auch!“, ruft eine Schülerin Generalvikar Bätzing zu. Dieser zögert nicht lange und taucht seine Hand in grüne Farbe, und stempelt sie auf der Flagge ab, so dass der Abdruck zu einem Blatt des Baumes wird. 

„Das Projekt ist klasse“, sagt Generalvikar Bätzing begeistert. „Es ist ganz kreativ und konkret.“ Zudem führe es Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Begabungen und aus verschiedenen Schulen zusammen. Und das Projekt passe perfekt in die Firmvorbereitung. Das findet auch Nicole (15) aus Bekond. „Es ist nochmal eine Möglichkeit uns näher kennenzulernen und andere Sachen zu lernen.“

Insgesamt gibt es vier große Flaggen und viele kleine. „40 Jahre Zusammenhalt. 40 Jahre Toleranz“ steht auf der einen Großen. Darunter sind Puzzleteile zu sehen. „Wir sind ein Teil von ‚Uns schickt der Himmel‘ steht auf einer anderen, ebenfalls mit Puzzleteilen, aber in den Farben der deutschen Flagge. Und die dritte sagt: „Irgendwie anders und doch gleich“. 

„Ich mache mit, weil es mir einfach Spaß macht, mit anderen Schülern zusammenzuarbeiten“, sagt der 15-jähre Nico aus Konz, der Schüler in der Levana-Schule ist. „Einfach nur dabei zu sein macht Spaß.“

Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ engagieren sich junge Leute bei der bundesweit größten Sozialaktion – der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Vom 13. bis 16. Juni werden deutschlandweit rund 170.000 junge Menschen in 72 Stunden Projekte verwirklichen. Im Bistum Trier sind über 5.000 junge Leute in 250 Gruppen mit dabei. Weitere Informationen zur 72-Stunden-Aktion gibt es unter: www.72stunden.de, Facebook: www.facebook.com/72stundentrier.

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