Bistum Trier
Montag, 11. September 2017

Leben und Glauben in KiTas verbinden

Sandra Jungbluth übernimmt pastorale Begleitung von KiTas im Dekanat Merzig

Merzig – Nach 22 Jahren hat Pastoralreferent Jürgen Burkhardt am 7. September bei einem Impulsforum den Arbeitsbereich „Pastorale Begleitung der Kindertagesstätten“ des Dekanats Merzig offiziell an Pastoralreferentin Sandra Jungbluth abgegeben. Bereits seit 1. August begleitet die 29-jährige die 22 Kindertagesstätten im Dekanat Merzig. Die Aufgabe hatte neben Jürgen Burkhardt auch die im vergangenen Jahr verstorbene Pastoralreferentin Dorothee Fischer-Zilligen inne.

„Ich freue mich am meisten darauf, mit den KiTas gemeinsam zu entdecken, was genau meine Rolle sein wird“, sagte Jungbluth. „Ich will am Anfang die vielen Kindergärten erstmal kennen lernen. Denn ich finde, es wird ein großer Anspruch an die Kindergärten gestellt, Leben und Glauben zu verbinden.“ Für Jürgen Burkhardt, der weiterhin im Dekanat Merzig tätig sein wird, vorrangig in der Trauerbegleitung, der Trauerpastoral und der Hospiz-Arbeit, war die Veranstaltung nur eine Übergabe: „Es ist ja keine wirkliche Verabschiedung, weil wir ohnehin schon immer inhaltlich mit anderen Arbeitsbereichen zusammengearbeitet haben. Auf der einen Seite bin ich natürlich traurig, weil die Arbeit sehr bereichernd war. Ich werde vor allem die Dynamik und die Kreativität vermissen, die ich bei den Treffen mit den Erzieherinnen und Leiterinnen der KiTas erlebt habe. Aber meine anderen Aufgaben sind im Laufe der Zeit immer umfangreicher geworden, dass ich mich nicht mehr ausreichend auf die Begleitung der KiTas konzentrieren konnte“, so Burkhardt.

Die Arbeit mit den Kindergärten stellte sich sehr vielfältig dar, wie der Pastoralreferent berichtet: „Es geht vor allem um die Begleitung der KiTa-Teams in religiös-pädagogischen Fragen. Also vor allem darum, wie gehe ich mit den Kindern um? Wie erleben die Kinder Gemeinschaft? Die Kinder sollen in ihren Lebensfragen ernst genommen werden und dann gucken wir natürlich, ob da auch religiöse oder spirituelle Fragen dahinter stecken. Beispielsweise wenn die Kinder schöne oder auch schlimme Ereignisse erlebt haben, wie die Geburt eines Geschwisterchens oder den Tod des Opas.“ Es gehe aber auch darum, den Erzieherinnen als Seelsorger zur Seite zu stehen und sie in ihrem Arbeitsalltag zu unterstützen. „Ich habe jetzt die Chance, die Erzieherinnen zu unterstützen, und zu gucken wie ich ihren Alltag entschleunigen kann“, ergänzte Jungbluth die Aufgaben, die sie übernommen hat. Die Pastoralreferentin, die aus Heimbach-Weis bei Neuwied stammt, und zuvor im Dekanat Simmern-Kastellaun gearbeitet hat, betritt in Merzig allerdings kein Neuland. Während ihrer Zeit als Pastoralassistentin war sie schon einmal im Dekanat Merzig, wo sie ihren Pastoralkurs im Arbeitsbereich „Pastorale Begleitung der Kindertagesstätten“ absolviert hat. Sie freut sich darauf, auf viele bekannte Gesichter zu treffen.

Die Übergabe fand in Anwesenheit von rund 60 Erzieherinnen, Pastoralreferentinnen und -referenten, sowie dem Pädagogischen Geschäftsführer der Katholischen KiTa gGmbH Saarland, Thomas Schmitz, statt. In Impulsvorträgen ging es um die drei Begriffe, die Jürgen Burkhardt und Sandra Jungbluth als prägend für ihre Spiritualität bezeichneten: „eigensinnig, Gott suchend, verbunden – Spiritualität und Religion als Lebenskraft“ war das Motto der Übergabe.

 

(dh)

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