Bistum Trier
Montag, 15. Mai 2017

Nicht im Auftrag der Synode

Bistumsleitung und Synodenbüro distanzieren sich vom „Synodengeist“

Trier – Seit einiger Zeit erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums Trier gelegentlich geheimnisvolle Nachrichten: Ein „Synoden-Geist“ meldet sich zu Wort, mal mit Anregungen, mal mit Kritik, mal mit Impulsen zur Umsetzung der Diözesansynode. Wurden die Nachrichten zunächst mit Neugierde aufgenommen, macht sich mittlerweile vielfach Unmut breit. Viele Adressaten glauben, dass das Synodenbüro „dahintersteckt“ – und fragen sich, was der Sinn hinter den Aktionen ist.

„Der Synodengeist arbeitet nicht im Auftrag des Synodenbüros“, stellt Christian Heckmann klar. „Leider ist das nicht erkennbar, da er oder sie einfach das Logo der Synode benutzt und auch den Absender ‚Synode im Bistum Trier‘ nennt.“ Eine Aktion an Karneval, bei der der Synoden-Geist Türen und Fenster mit Aufklebern beklebt hatte, hatte zu Verärgerung bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt – und auch zu Reinigungskosten. Nun sind alle Dekanate mit einem offiziell erscheinenden Anschreiben mit Bistums- und Synodenlogo Adressat eines Flyers gewesen.

Synodenbüro und Bistumsleitung teilen die Verärgerungen vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über den „Spuk“. Auch wenn man schon erkennen könne, dass der Synoden-Geist die Synoden-Ideen mit kreativen und systemkritischen Interventionen unterstützen will, appelliert das Synodenbüro an die Person oder Personen hinter dem Geist, ihr Vorgehen zu prüfen. Über eine Mailadresse, die sich der Geist zugelegt hat, hat das Büro Kontakt aufgenommen. „Wir hoffen, dass der Geist zu der Einsicht gelangt, dass es in dem sensiblen Veränderungsprozess, der viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrifft und herausfordert, Grenzen für solche Interventionen gibt. Uns erreichen sehr verärgerte Reaktionen, die eher das Gegenteil dessen bewirken, was wir als gute Absicht des Geistes annehmen.“

(JR)

Weiteres:

News Details