Bistum Trier
Freitag, 5. Mai 2017

Synode greifbar machen

Werkstatt gibt Raum für Fragen, Kritik und Rückmeldung zur Synodenumsetzung

Trier – „Heraus gerufen“: Mit dem Leitwort der Heilig-Rock-Tage wird die Brücke von der Synode zum Bistumsfest geschlagen. Für Fragen, Gesprächsbedarf und Rückmeldungen gibt es bei den Heilig-Rock-Tagen eine feste Anlaufstelle: die Synodenwerkstatt im Konviktshof hinter dem Dom.

„Die Synode war ein Biotop für sich“, sagt Edith Ries-Knoppik, Referentin im Synodenbüro. „In der Umsetzungs- und Resonanzphase können wir jetzt zeigen, dass wir es wirklich ernst meinen mit der Beteiligung aller Gläubigen im Bistum.“ Die Umsetzung der Synodenergebnisse sei nicht nur ein Thema für die Bistumsleitung, sondern ziehe sich durch alle Bereiche, in denen Getaufte tätig sind und sei somit beim Bistumsfest goldrichtig. Dass die Menschen Interesse an der Umsetzung haben, zeige die Zahl der Rückmeldungen während der aktuell laufenden Resonanzphase zur neuen Raumgliederung im Bistum: Gut 500 Bögen wurden bisher ausgefüllt und knapp 100 Anrufe sind beim Resonanz-Telefon eingegangen, verrät Ries-Knoppik den Zwischenstand.

Auch im Zelt der Synodenwerkstatt können die Besucher täglich zwischen 11 und 21 Uhr Rückmeldung geben und sich informieren. Eineinhalb Stunden pro Tag fanden Veranstaltungen zu den vier Perspektivwechseln statt und es standen Gesprächspartner bereit, die von ihren Erfahrungen mit der Synode berichteten. So zum Beispiel Dechant Clemens Grünebach, der Einblicke in die Arbeit der Teilprozessgruppe Raumgliederung gibt. Anschaulich zeigt er anhand von Karten, dass die vorgeschlagene Pfarreiengliederung nicht zufällig entstanden, sondern bestimmten Kriterien gefolgt sei. Trotz intensiven Überlegens von Seiten der Teilprozessgruppe gebe es Dinge, die die Menschen vor Ort in den Pfarreien besser beurteilen könnten, räumt Grünebach ein. „Das ist keine Katastrophe, teilen Sie sich mit, genau dafür ist die Resonanzphase da.“

Bei den „weiten Räumen“, die durch die neue Raumgliederung entstehen sollen, denkt Alois Hönig eher an „gähnende Leere“. Aber er ist aus Bollendorf ins Synoden-Zelt gekommen, um Argumente auszutauschen, darüber ins Gespräch zu kommen. „So viele Menschen haben sich intensiv Gedanken zu den „Pfarreien der Zukunft“ gemacht“, sagt er, „das sollte man sich wenigstens einmal anhören und nicht nur meckern.“ Diese konstruktive Atmosphäre lobt auch Ries-Knoppik. Die Synodenwerkstatt locke keine Massen an, eine Veranstaltung musste aufgrund mangelnden Interesses ausfallen. Aber es seien „kleine, aber feine Gesprächsrunden auf Augenhöhe“ zustande gekommen.

Aus diesem Grund hat auch Johann Lehnert aus Eppelborn das Synodenzelt aufgesucht. Im Internet sei es nicht immer einfach, durch die Fülle an Informationen durchzusteigen. „In der Werkstatt kann ich meine Fragen persönlich loswerden und die Synode wird so greifbarer.“ Viele Gläubige hätten das Gefühl, dass sich in der Kirche etwas ändern müsse, aber wüssten nicht recht wie, sagt Lehnert. „Vor uns liegt ein spannender Weg und den gehe ich gerne mit.“

(Linda Bößing, Paulinus)

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