Bistum Trier
Mittwoch, 27. Dezember 2017

Unterstützung beim Berufseinstieg

15.000 Euro für Smarts-Up im Haus der offenen Tür in Sinzig

Sinzig – „Hier kann Kirche zeigen, wofür sie eigentlich da ist“, hat Andrea Steyven, Geschäftsführerin der Aktion Arbeit im Bistum Trier, nach einem Rundgang durch das Haus der offenen Tür (HoT) in Sinzig als Fazit gezogen. Zwei Tage vor Heiligabend übergibt sie einen Scheck über 15.000 Euro für das Projekt Smarts-Up. Dieses unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene beim Berufseinstieg.

Wenn es um den Einstieg ins Berufsleben gehe, gäbe es für viele junge Erwachsene mit individuellem Unterstützungsbedarf wenige fachlich versierte Ansprechpartner und Begleiter, erklärt die Leiterin des HoT Petra Klein. Hemmnisse für den Berufseinstieg können ein fehlender Schulabschluss, eine abgebrochene Ausbildung, junge Elternschaft, Schulden, Gewalterfahrungen und vieles mehr sein. Smarts-Up unterstützt als niedrigschwelliges Angebot Frauen und Männern im Alter zwischen 18 und 35 Jahren in der Region Sinzig, Bad Breisig, Remagen und in den Verbandsgemeinden Adenau und Brohltal.

Die Mehrheit der 70 Begleitungen wird vom Jobcenter an Smarts-Up vermittelt. „Die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter ist wichtig und funktioniert richtig gut“, freut sich Petra Klein. Auch die Verbindung zu den Kooperationspartnern in der Wirtschaft sei gut. Durch diese bietet Smarts-Up den Teilnehmenden die Möglichkeit, Praktika oder eine Ausbildung in unterschiedlichen Arbeitsbereichen zu absolvieren. „Zu uns kommen aber auch Menschen, die mitten im Arbeitsleben stehen, aber seit zehn Jahren keine Bewerbung mehr geschrieben haben und ein paar Tipps möchten“, erklärt Mitarbeiterin Tatjana Francesconi. Eine Begleitung kann ganz unterschiedlich aussehen. In Einzelterminen und -coachings werden persönliche Probleme besprochen und gemeinsam nach individuellen Lösungen gesucht. Es gibt auch ein Gruppenangebot erklärt Aylin Schneider: „Hier beschäftigen uns Themen wie Mietverträge, Wohnungsverlust und Schulden.“ Doch auch gemeinsames Kochen steht wöchentlich auf dem Programm. Hier gilt es Ausgaben und Einkäufe im Blick zu behalten und die Arbeit auf etwa zehn junge Menschen zu verteilen. Hinzu kommen politische Bildung und Kunstprojekte. „Insbesondere Kunst ist ein wichtiges Element, um Vertrauen zu schaffen und Gefühle auszuleben“, betont Petra Klein. Die meisten der Jugendlichen hätten ganz unterschiedliche Probleme und es kämen bei Gesprächen schon mal seelsorgerische Themen auf. „Wir sind daher froh, an die Kirche angedockt zu sein“, erklärt die Leiterin. Smarts-Up ist ein Projekt in Trägerschaft der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter. Dechant Achim Thieser greift diesen Punkt auf und verdeutlicht, dass solche Jugendzentren in Bezug auf die Umsetzung der Synode äußert wichtig seien.

„Die Jugendlichen werden sich sehr über die Zuwendung freuen“, ist sich die Mitarbeiterin Tatjana Francesconi sicher. Das Geld der Aktion Arbeit wird für unterschiedliche Projekte innerhalb von Smarts-Up eingesetzt. „Wir fördern insbesondere solche Dinge, die nicht von den öffentlichen Stellen gedeckt werden, das sind oft Projekte, die den Jugendlichen Spaß machen und sie motivieren, dabei zu bleiben“, erklärt Andrea Steyven von der Aktion Arbeit. „Wir denken, dass Smarts-Up eine gute Hinführung auf ein zukünftiges Berufsleben und eine gute Ausbildung ist. Das Projekt stellt damit die beste Prävention vor Familien- und Altersarmut dar.“

Mehr Informationen zum Projekt gibt es auf www.smarts-up.com/ und zur Aktion Arbeit auf www.bistum-trier.de/aktionarbeit.

(jf)

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