Bistum Trier
Montag, 27. November 2017

Weihbischof Brahm trifft Firmlinge in der Jugendkirche MIA

Abschlussveranstaltung der Firmvorbereitung in der Jugendkirche in Rappweiler

Rappweiler – „Ich hab gedacht, dass da jemand was erzählt und wir nur zuhören müssen“, erzählt der 14-jährige Felix aus Wadrill. Im Rahmen der der Vorbereitung auf ihre Firmung haben sich die Mädchen und Jungen aus dem Dekanat Losheim-Wadern verschiedene Aktionen und Projekte aus einem breiten Angebot aussuchen dürfen. Felix hatte unter anderem am Besinnungsweg in der Pfarrkirche in Nunkirchen teilgenommen. Im Abstand von fünf Minuten hatten die Jugendlichen auf sich allein gestellt acht verschiedene Stationen durchlaufen, die in der Kirche aufgebaut waren. „Drinnen war es komplett leise, während wir die Stationen durchlaufen haben“, erklärt Felix. Die Aktion war ganz anders als das, was er erwartet hatte. „Das war sehr schräg!“, gesteht er. „Das waren Stationen wie ‚Schaue dich selbst in einem Spiegel an’, ‚Zünde eine Kerze an’, oder ‚Bastle ein Kreuz’“, erzählt er. Diese ungewöhnliche Angebot scheint trotzdem den größten Eindruck bei ihm hinterlassen zu haben: „Bei den anderen Sachen konnte man nix selbst machen.“ Felix ist einer von mehr als 250 Jugendlichen aus dem Dekanat Losheim-Wadern, die ab Freitag von Weihbischof Robert Brahm das Sakrament der Firmung empfangen. Im Zuge ihrer Vorbereitung durften sich die Jugendlichen aus den drei Themengebieten „Gottesdienst“, „Caritas“ und „Lebensthemen“ jeweils ein Angebot wählen. Neben dem Besinnungsweg konnten sie zum Beispiel einen Nachmittag in einem Altenheim verbringen, so wie Johanna aus Rappweiler. “Wir haben mit den alten Menschen Plakate zum Thema Herbst gestaltet und die Räume dekoriert. Am Anfang war es etwas schwer, mit den Menschen in Kontakt zu kommen, weil man die ja nicht kannte“, erzählt die 14-jährige. „Das schönste war, zu sehen wie die Menschen aufgeblüht sind und wie toll sie es fanden, dass sie eine Aufgabe bekommen haben. Die hatten richtig Spaß an der Sache.“

Am Sonntag, dem 19. November, fand in der Jugendkirche MIA in Rappweiler die Abschlussveranstaltung der Vorbereitung statt, zu der auch Weihbischof Brahm kam. Der Nachmittag begann in Kleingruppen, in denen sich die Jugendlichen über ihre Vorbereitung und die Angebote, an denen sie teilgenommen hatten, austauschten. Weihbischof Brahm setzte sich ebenfalls zu einer der Gruppen, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Während eines gemeinsamen Gottesdienstes im Anschluss, sagte Brahm, dass er als Firmling am Projekt „Insektenhotel“ teilgenommen hätte. „Ich konnte damit zunächst nichts anfangen, aber die Jugendlichen haben mir das sehr schön erklärt. Da hätte ich spontan zugesagt, weil ich denke, dass man dabei lernen kann, auf das Kleine zu achten.“

Zum Ende ihrer Vorbereitung gab der Weihbischof den Firmlingen noch einen guten Rat mit auf ihren Weg: „Wir sind beauftragt zu handeln. Dabei gibt es Dinge, die jeder gut kann, aber nicht jeder kann alles. Hier können wir einander ergänzen. Gott gibt uns die Talente und die Kraft, die Talente auszubauen. Es geht dabei nicht um Leistungsdenken, sondern darum, dass ich das, was ich habe, einsetze – auch wenn mal etwas schief geht. Dann darf ich nicht aufgeben und aufhören, sondern darf noch einmal anfangen. Für manches im Leben braucht man einen langen Atem. Der Heilige Geist, den wir in der Firmung empfangen, gibt uns diese Kraft und diese langen Atem.“ Die erste Firmung im Dekanat Losheim-Wadern findet am 24. November ebenfalls in der Jugendkirche MIA in Rappweiler statt.

(dh)

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