Bistum Trier
Mittwoch, 8. Juli 2015

Wichtige soziale Teilhabe für Langzeitarbeitslose

Aktion Arbeit im Bistum Trier begrüßt Konzept von CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Trier – Am 15. Juni hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion das seit langem angekündigte Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit veröffentlicht. Die Aktion Arbeit im Bistum Trier begrüßt hierin besonders den strukturellen Ansatz analog zum Modell der Integrationsbetriebe. „Dieser Ansatz ist innovativ und nach unserer Meinung potentialreich“, sagt Domvikar Dr. Hans-Günther Ullrich, der Bischöfliche Beauftragte für die Aktion Arbeit.

Nach dem Modell der Integrationsbetriebe soll für Menschen, die aufgrund lang andauernder Arbeitslosigkeit nicht voll leistungsfähig sind, an Arbeitgeber ein Zuschuss zum Arbeitsentgelt gezahlt werden. Dieser Zuschuss soll den Wettbewerbsnachteil ausgleichen, der dem Arbeitgeber entsteht. Dabei sei es unerheblich, ob diese Arbeitsplätze in Integrationsbetrieben, in Beschäftigungsunternehmen oder Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes angesiedelt werden, erklärt Ullrich. Er verweist in diesem Zusammenhang auf das noch unter dem früheren Trierer Bischof und jetzigem Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx veröffentlichte Arbeitspapier der Aktion Arbeit „Arbeitsplätze schaffen“ aus dem Jahr 2008. Die Aktion Arbeit schlägt darin vor, bewährte Praxiserfahrungen und Modelle zu einer konsistenten Gesamtlösung zusammenzuführen: die Erfahrungen der Qualifizierungs- und Beschäftigungsbetriebe für Langzeitarbeitslose, das Finanzierungsmodell der Integrationsbetriebe und ordnungspolitisch der Rahmen der sozialen Marktwirtschaft und das Subsidiaritätsprinzip. „Was der Markt leistet, soll dem Markt überlassen werden. Wenn aber das Marktergebnis als unvollständig erscheint, ist der Staat gefordert, die Defizite mit dem jeweils geringsten Grad staatlicher Einflussnahme zu korrigieren“, betont Ullrich. Der von der Union vorgeschlagene Lösungsansatz stelle daher eine notwendige Marktkorrektur dar, indem er die so wichtige soziale Teilhabe auch für langzeitarbeitslose Menschen schafft.

Die Aktion Arbeit setzt sich seit 32 Jahren für die Belange arbeitsloser Menschen ein. Sie will die Wahrnehmung der Situation von Arbeitslosen schärfen. Sie ist Fürsprecherin für alle, die auf jedem regulären Arbeitsmarkt kaum mehr Chancen haben. Weitere Auskünfte dazu geben Martina Messan, Referentin für Grundsatzfragen, Arbeitsmarkt und Beschäftigung im Caritasverband für die Diözese Trier, E-Mail: messan-m(at)caritas-trier.de und Andrea Steyven, Geschäftsführerin der Aktion Arbeit im Bistum Trier, E-Mail: andrea.steyven(at)bgv-trier.de

 

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