Bistum Trier
Dienstag, 22. August 2017

Zwei Bischöfe, ein Pfarrgartenfest

Stephan Ackermann und Felix Genn besuchen Wehr

Wehr – Bischof Dr. Stephan Ackermann und der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn haben sich am 20. August rund zweieinhalb Stunden Zeit genommen, um in Wehr mit Kooperator Pater Timotheus Probst OSB, Vertretern des Pfarrgemeinderates und des Verwaltungsrates sowie mit Ortsbürgermeister Berthold Doll zu sprechen. Während der Besuch für den gebürtig aus Wassenach stammenden Bischof Genn fast so etwas wie ein Heimspiel war, freute sich sein Trierer Kollege darauf, die Pfarrkirche St. Potentinus, die Kellnerei und auch den Pfarrgarten kennenzulernen.

Vor knapp zwei Jahren hatte Friedel Durben, Leiter der Hochschule der Polizei, den Bischof bei seinem Besuch an der Hochschule am Campus Hahn nach Wehr eingeladen; nun bot sich die passende Gelegenheit. Wie sich seinerzeit im persönlichen Gespräch herausstellte, war der unweit von Wehr in der Pellenzgemeinde Nickenich aufgewachsene Trierer Bischof noch nie in der Wehrer Pfarrkirche zu Gast gewesen.

„Es ist wohl eher selten, dass gleich zwei Diözesan-Bischöfe eine kleine Dorfkirche besuchen“, betonte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Doll in seiner Begrüßung. „Deshalb sind wir doppelt froh, dass Sie lieber Bischof Stephan Ackermann und Sie lieber Bischof Felix Genn unserer Einladung gefolgt sind.“ Die Pfarrgemeinde hatte den vergangenen Sonntag für den Besuch ausgesucht, denn neben der Kirche im barocken Pfarrgarten feierte der Brauchtums- und Verschönerungsverein sein Pfarrgartenfest. Zunächst stand jedoch ein informativer Rundgang durch die Pfarrkirche und die Krypta sowie durch das Kellnereigebäude an. (Durch eine Lautverschiebung entwickelte sich aus der Bezeichnung „Kellnerei“ für das alte Klostergut in den vergangenen 200 Jahren der Begriff „Kellerei“.)

„Wehr gehörte von 920 bis 1802 zum Kloster Steinfeld. Die Mönche haben der Pfarrgemeinde ein großes Erbe hinterlassen“, erklärte Wolfgang Doll. Vieles wurde in den vergangenen Jahren sehr kostenintensiv saniert und renoviert. „Wir haben das Pfarrhaus, eine Hälfte des Kellereigebäude vor einigen Jahren an die Ortsgemeinde verkauft und waren sozusagen Vorreiter im Immobilienkonzept des Bistums“, berichtete der Pfarrgemeinderatsvorsitzende.

Gerne entsprach Bischof Stephan Ackermann dem Wunsch der Kirchen- und der Ortsgemeinde, das renovierte Kellereigebäude zu segnen. Zuvor hatten die Geistlichen den großen Jugendtreff im Keller des Hauses, den kleinen Pfarrsaal und das sogenannte „Bischofszimmer“ in Augenschein genommen. Letztgenannte Räumlichkeit wird vom Verwaltungsrat als Büro genutzt. Auch die Grundschule in der anderen Hälfte des Kellereigebäudes konnten die Bischöfe Ackermann und Genn sehen. „Unsere Kinder besuchen den Kindergarten in Glees und die Kinder aus Glees kommen in unsere Schule“, erläuterte Ortsbürgermeister Berthold Doll. Der Ortschef lobte die gute Zusammenarbeit der Ortsgemeinde Wehr mit der Kindertagesstätte in Glees und dem Träger der Kindertagesstätte, der katholischen KiTa gGmbH. Er sei froh, dass die KiTa gGmbHs so gute Arbeit leisten und die Kirchengemeinden entlasten, erklärte Ackermann.

Wenn in zwei Jahren die Ortsgemeinde ihre 1100 Jahr-Feier begeht, so hoffen die Wehrer Bürger, dass die beiden Bischöfe den Ort wieder mit ihrem Besuch beehren.

(red)

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