SWR - Mittwoch, 25. Oktober 2017 - 23:30 bis 00:45 Uhr -

Myanmarket

Themenbereich: Politik

Myanmar - ehemals Burma - war bis vor kurzem durch eine Militärdiktatur vom Rest der Welt abgeschnitten. Seit der Öffnung im Jahr 2011 verändert sich die Situation in dem asiatischen Land rasant - nicht nur politisch, auch ökonomisch.

Für Investoren und multinationale Konzerne ist Myanmar eine "last frontier" der Globalisierung. Sie zeigen Präsenz im Land, da sie sich gewaltige Gewinne auf dem noch weitgehend "unberührten" Markt erhoffen. 53 Millionen neue Kunden warten vielleicht nur darauf, ihre Produkte zu kaufen? Doch wie navigieren die Myanmare zwischen den neuen Möglichkeiten und ihren traditionellen Werten? "Myanmarket" begleitet unterschiedliche Akteure während des Wandels: Darunter ein Team von Konsumforschern, das Rangun, die größte Stadt in Myanmar, nach den Einkommen der einzelnen Haushalte kartiert. Einen Motivationstrainer, der in seinen Lehren mühelos amerikanischen Machbarkeitsoptimismus mit buddhistischen Lehren verbindet. Meinungsforscher, die einfache Landbewohner fernab der Großstadt nach ihrem Lebensalltag und ihren Konsumbedürfnissen befragen. Eine Mutter, die überfordert von den Anforderungen ist, die Familie und Gesellschaft an sie stellen, und einen traditionellen Ausweg aus ihrem Alltag findet. Und ihre Tochter, die fasziniert auf die neuen Möglichkeiten blickt und ihren Platz in der sich wandelnden Gesellschaft sucht. Die Regisseurin Eva Knopf liefert vielschichtige Eindrücke aus einem Land im Umbruch und lässt unterschiedlichste Menschen, die an diesem Umbruch als Akteure oder auch als Zielgruppe von Marketingmaßnahmen beteiligt sind, zu Wort kommen.

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