Verordnungen und Bekanntmachungen - Dienstag, 1. August 2017 - Jahrgang: 161 - Artikel: 125

Fortbildungsveranstaltungen

Wenn die Fragen kommen

Theologisch reflektiert vom Glauben sprechen

Die Krise ist ein ungemein produktiver Zustand. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. (Max Frisch)

Zielgruppe:
Alle pastoralen Berufsgruppen

Zum Inhalt:
Die Krise von Glauben und Kirche in unserer Gesellschaft wird nicht selten als bedrängend erfahren. Sie birgt aber auch positive Anreize zur theologischen Selbstvergewisserung und zu einer neuen Sprachfähigkeit in Fragen des Glaubens. Obwohl der pastorale Alltag beides einfordert, bleibt dafür gewöhnlich kaum die Zeit. Immer wieder kommen pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Situation, zu theologischen Fragen Stellung nehmen zu sollen, und manch eine bzw. einer denkt sich vielleicht „Wie war das noch gleich?“ und „Wie soll ich das jetzt nur erklären?“ Der Kurs verbindet die Möglichkeit zum theologischen „Backup“ mit praktischen Übungen, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in konkreten Szenarien zu theologischen Fragen Stellung nehmen bzw. Glaubensinhalte ins Gespräch bringen.

Arbeitsformen und Methoden:

  • „Backup“ in systematischer Theologie;
  • Übung theologischer Stellungnahmen in konkreten Szenarien;
  • Übung theologischer Gespräche im Rollenspiel.

Termin:
Dienstag, 26. September, bis Donnerstag, 28. September 2017

Ort:
Exerzitienhaus Carmel Springiersbach, Bengel

Referent:
Dr. Frank Ewerszumrode OP

Kursleitung:
Dr. Igna Kramp CJ


Christusmystik und Gemeindekonflikte

Der Erste Brief des Paulus an die Korinther

Zielgruppe:
Ständige Diakone mit und im Zivilberuf

Zum Inhalt:
Bei der Lektüre des Ersten Korintherbriefes des Paulus erschließt sich nicht sofort ein Gesamtzusammenhang. Große Texte finden sich darin, etwa jener von der Torheit des Kreuzes und das Hohelied der Liebe. Texte, in denen die tiefe Verbundenheit des Paulus mit Christus zu spüren ist, ohne die er seine charismatische Wanderexistenz wohl kaum hätte führen können. Der Apostel geht aber auch auf viele Einzelfragen ein, die ihm die Korinther wahrscheinlich in einem früheren Brief gestellt haben – im Text kenntlich an den „péri-Stellen“ („…bezüglich…“), die deutlich machen, dass das behandelte Thema nicht von Paulus selbst aufgebracht wurde. Die Einzelthemen reichen von Konflikten zwischen verschiedenen Gruppen in der Gemeinde über Rechts- und Moralfragen, Lebensformen und -ordnungen bis hin zur rechten Feier des Herrenmahls und zur Auferstehung der Toten. Ein Brief, der wie die ganze Person des Paulus einerseits existenziell herausfordert, andererseits aber auch zeigt, wie dessen tiefe Christuserfahrung sich in die Höhen und Tiefen konkreter Pastoral herunterbrechen lässt. Der Kurs begibt sich auf die Spur des Paulus bei den Korinthern – mit existentiellen und pastoralen Fragen von heute.

Arbeitsformen und Methoden:

  • Lektüre von Bibeltexten und ausgewählten Auslegungen;
  • Impulsreferate;
  • Eindrücke aus Liturgie, Musik und Kunst.

Termin:
Freitag, 3. November, bis Samstag, 4. November 2017

Ort:
Kloster Jakobsberg, Ockenheim

Referent:
Dr. Christof Strüder

Kursleitung:
Dr. Igna Kramp CJ


Glaube und Leben ins Spiel bringen

Ausbildung im Sozialtherapeutischen Rollenspiel

(STR) 2017-2019

Zielgruppe:
Alle pastoralen Berufsgruppen

Zum Inhalt:
Diese Ausbildung richtet sich an alle, die in der Seelsorge mit Gruppen zu religiösen oder biografischen Themen arbeiten wollen. Sie erlernen eine Methode für die Arbeit mit unterschiedlichen Gruppen in ihrer ganz konkreten, pastoralen Praxis. Auf spielerische, selbstbestimmte, ressourcenorientierte und sanfte Weise lädt das STR die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu ein, eigene innere Bilder und Erinnerungen wahr- und ernst zu nehmen. Dabei wird aus dem Schatz der eigenen Erfahrung immer nur ein Ereignis zum Thema. Jedes Spiel folgt festen Regeln. Die Leitung interpretiert oder analysiert nicht, sondern spielt in Modellfunktion mit und „zeigt wie sie sich´s vorstellt“ (Adelheid Stein, Begründerin des STR).

Für die pastorale Arbeit sind vor allem diejenigen Spielformen interessant, die die religiöse Entwicklung fördern, den Austausch über Glaube und Spiritualität anregen, die Bibel verlebendigen, zur Bearbeitung von Belastungs- und Krisensituationen beitragen oder allgemein zum bewussten Umgang mit Sinn fragen einladen. So können z. B. die eigene Erfahrung mit einzelnen Sakramenten, Aspekte eines kirchlichen Festes aus dem Jahreskreis, eigene Lebenserfahrungen, Elemente des religiösen Lebens wie das eigene Gebet oder schließlich auch biblische Texte mit dem STR spielerisch in der Gruppe erlebt und besprochen werden.

Arbeitsformen und Methoden:

  • Gemeinsames Erlernen und Erleben der unterschiedlichen „Spielformen“;
  • Theoretische Reflexionen zur Methode;
  • Anwendung, Ausprobieren, Feedback und Supervision in der Kursgruppe.

Termine:
Montag, 6. November, bis Freitag, 10. November 2017;
Montag, 26. Februar, bis Freitag, 2. März 2018;
Montag, 22. Oktober, bis Freitag, 26. Oktober 2018;
Montag, 11. Februar, bis Freitag, 15. Februar 2019

Ort:
Tagungszentrum Schmerlenbach, Hösbach

Referentinnen und Referenten:
Hedi Pruy-Lange, Dipl.-Päd., Dipl.-Sozialpäd., Psycho-Gerontologin M.Sc., STR-Ausbilderin;
Michael Kutsch-Meyer, Pastoralreferent, Gefängnisseelsorger, STR-Ausbilder;
Dr. Barbara Körber-Hübschmann, Dipl.-Theol., Dipl.-Päd., STR-Ausbilderin.

Kursleitung:
Dr. Regina Heyder

 

Auskunft und Anmeldung für diese Kurse:

Theologisch-Pastorales Institut, Große Weißgasse 15, 55116 Mainz, E-Mail: info(at)tpi-mainz.de, Telefon (0 61 31) 27 08 80, www.tpi-mainz.de


"Lernen ohne Grenzen. Auf dem Weg zum inklusiven Handeln“

Zielgruppe:
Alle pastoralen Berufsgruppen, Religionslehrerinnen und Religionslehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie weitere Interessierte am Thema: Inklusion

Zum Inhalt:
Es wird viel über Inklusion geredet, aber wenig gelebt! Inklusion ist in aller Munde, aber die Erfahrung zeigt, dass konkrete Schritte zur Veränderung oft als langwierig und mühsam erlebt werden. Die Fachtagung will Wege zur Inklusion insbesondere im Bildungsbereich aufzeigen. Auf der Grundlage von Vorträgen renommierter und erfahrener Inklusionsforscher geben Praxisbeispiele einen Einblick in gelingende inklusive Arbeit. Zentrale Fragen dabei sind:

Wie kann Inklusion gelernt und gelebt werden? Wie können inklusive Bildungsprozesse initiiert und gestärkt werden? Welches lnklusionsverständnis ist hilfreich und orientierend für unsere Praxis?

Die Fachtagung bietet die Möglichkeit zum Austausch von allen Menschen, die sich mehr Inklusion wünschen. Sie ist ein Ort, um Inklusion zu leben und zu lernen. Dabei werden alle Orte von Bildung und Lernen in den Blick genommen und nach Vernetzungsmöglichkeiten gesucht. Die Veranstaltung wird barrierearm gestaltet; die gleichberechtigte Teilhabe aller Teilnehmenden, unabhängig von ihren jeweiligen Beeinträchtigungen, ist für die Veranstalter von großer Bedeutung. Die Tagung ist eine Veranstaltung des Bistums Trier (Arbeitsfeld Inklusion, Abteilung Schule und Hoch schule, Abteilung Jugend, KEB) in Kooperation mit dem Caritasverband für die Diözese Trier e.V., dem Institut für Lehrerfortbildung und der LAG Selbsthilfe Rheinland-Pfalz.

Termin:
Freitag, 20. Oktober, bis Samstag, 21. Oktober 2017

Ort:
Deutsche Richterakademie, Trier

Referenten:
Prof. Dr. Elisabeth Wacker, München
Prof. Dr. Ulrich Heimlich u. a.

Kursleitung:
Brigitte Scherer, Christoph Morgen, Irmtrud Lauer

Auskunft und Anmeldung für diese Tagung:

Bischöfliches Generalvikariat, ZB 1.1.2 Diakonische Pastoral, Mustorstraße 2, 54290 Trier, Telefon (0651) 71 05-2 62, Telefax (06 51) 71 05-4 05, E-Mail: elke.sieke(at)bgv-trier.de , Internet: www.bistum-trier.de/lernen-ohne-grenzen

Weiteres:
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