Verordnungen und Bekanntmachungen - Sonntag, 1. Oktober 2017 - Jahrgang: 161 - Artikel: 157

Fortbildungsveranstaltungen

Von Humanae vitae zu Amoris laetitia

Studientag

Zielgruppe:

Alle pastoralen Berufsgruppen, Ehe- und Familienberaterinnen und -berater

Zum Inhalt:

Im Sommer 2018 jährt sich die Publikation der Enzyklika Humanae vitae – deren Aussagen in der kollektiven Erinnerung auf Normen zur Empfängnisverhütung reduziert sind – zum 50. Mal. Bei diesem Jubiläum ist nicht nur die mediale Aufmerksamkeit garantiert; auch für viele Gläubige ist die Enzyklika nach wie vor ein identitätsbildender „Erinnerungsort“, auf den sie sich in durchaus konkurrierenden Interpretationen beziehen.

Der Studientag möchte im Vorfeld des Jubiläums zum einen Inhalte, historische Kontexte und die Rezeption von Humanae vitae und „Königsteiner Erklärung“ beleuchten sowie zum anderen in aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen nach der Veröffentlichung von Amoris laetitia (April 2016) einführen.

Arbeitsmethoden:

Theorieinputs, Gespräche mit Expertinnen und Experten, Reflexion eigener Erfahrungen sowie Exkursion

Termin:

Donnerstag, 23. November 2017

Ort:

Tagungszentrum Erbacher Hof, Mainz

Referenten:

Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister, Bonn (Moraltheologe und Psychologischer Ehe-, Familien-und Lebensberater)

Kursleitung:

Dr. Regina Heyder

Kosten:

Eigenanteil für Unterkunft und Verpflegung 23 Euro zzgl. 20 Euro Honoraranteil

 

 

13. Mainzer Symposion

„Systemtheorie und Praktische Theologie im Gespräch“

Populismus als Symptom gesellschaftlich-politischer und kirchlicher Exklusion

Zielgruppe:

Alle pastoralen Berufsgruppen und Interessierte

Zum Inhalt:

Wer gestaltet Gesellschaft und Kirche, wer hat Einfluss und wer erfährt sich eher auf der Seite der Verlierer? Das sind Fragen, die sich etliche Menschen stellen. Es sind Fragen, bei denen die einen selbstbewusst und zufrieden ihre Gestaltungsmöglichkeiten nutzen und bewerten und die anderen sich als abgehängt und vergessen erleben. Sie suchen „Alternativen“ und finden sie in „rechten“ und „linken“ Ausprägungen des Populismus.

Was sind die Ursachen, was die Folgen solcher Entwicklungen? Die systemtheoretische Einordnung, z.B. zwischen Inklusion und Exklusion, soll diese Phänomene bewerten helfen, um dann theologisch und politisch Zusammenhänge zu sehen und Perspektiven zu entwickeln. Theologisch steht u. a. die Frage nach der Praxis von Subsidiarität und Synodalität in den Veränderungsprozessen der Kirche im Raum, politisch nach einer Neubewertung von Demokratie und demokratischer Kultur sowie der eingeführten Beteiligungsformen.

Dabei interessiert auch das Phänomen der Selbstabschließung unter systemtheoretischen Gesichtspunkten. Was geschieht, wenn die Relevanz der Umwelten so stark eingeschränkt wahrgenommen wird, dass unpassend erscheinende Irritationen als „fake news“ klassifiziert und abgewertet werden?

Termin:

Donnerstag, 7. Dezember, bis Freitag, 8. Dezember 2017

Ort:

Tagungszentrum Erbacher Hof, Mainz

Referenten:

Prof. Dr. Peter Fuchs, Systemtheoretiker

Karl Prömpers, Journalist (ehemaliger Leiter der ZDF-Studios in New York und Wien), Mitglied des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZDK)

Leitung:

Dr. Christoph Rüdesheim, TPI Mainz

Prof. Dr. Richard Hartmann, Fulda

Prof. Dr. Martin Lörsch, Trier

Dr. Gundo Lames, Bischöfliches Generalvikariat Trier

Kosten:

190 Euro (Unterkunft, Verpflegung, Honorarbeitrag)

Auskunft und Anmeldung für diese Kurse:

Theologisch-Pastorales Institut, Große Weißgasse 15, 55116 Mainz, E-Mail: info@tpi-mainz.de, Telefon (0 61 31) 27 08 80, www.tpi-mainz.de

Weiteres:
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