Samstag, 4. Juli 2015

Echo auf Gott und seine Schöpfung

Pueri Cantores: Knabenchöre sind in Klausen und Bernkastel-Kues unterwegs

Klausen/Bernkastel-Kues – Am dritten Tag des Chorfestivals des katholischen Chorverbandes Pueri Cantores sind die 3.000 Kinder und Jugendliche im Gebiet des Bistums Trier und in Luxemburg unterwegs gewesen. Für fast 400 junge Sänger aus den Knabenchören ging es am 3. Juli an die Mittelmosel und zuvor in den Wallfahrtsort Klausen zu gemeinsamem Gesang und einem Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Helmut Dieser.

Bei sommerlicher Hitze war für einige der jungen Teilnehmer die Anreise zum ersten Ziel des Tagesausflugs, der Wallfahrtskirche Klausen, etwas zu strapaziös geworden. Eineinhalb Stunden kurvige Busfahrt aus dem Quartierort Neuerburg in der Eifel war nicht an allen Knaben spurlos vorüber gegangen – weshalb sie zunächst im Schatten vor der Klausener Kirche wieder zu Kräften kommen konnten. Da hatten die übrigen Jungen bereits einige Stücke im kühlen Gotteshaus geprobt und sich auf den anschließenden Gottesdienst mit Weihbischof Dieser vorbereitet. „Ich bin begeistert, wie gut das alles funktioniert“, zeigte sich der Trierer Projektleiter und Domkapellmeister Thomas Kiefer erfreut über das reibungslose gesangliche Miteinander der Chöre an diesem Morgen.

Bei seiner Begrüßung bat der Weihbischof die jungen Chormitglieder, ihren Gesang immer „als erstes als ein Echo auf Gott und seine Schöpfung zu verstehen, weil Gott freundlich zu uns ist“. Er soll gelobt werden, weil nicht alles Gute selbstverständlich, sondern Folge seiner Gnade sei. Die Kinder und jugendlichen Sänger aus vielen kirchlichen Knabenchören Deutschlands intonierten während des Gottesdienstes zahlreiche der zuvor einstudierten, teils mehrstimmigen Stücke. Neben dem Weihbischof feierten der Diözesanpräses des Chorverbandes, Kaplan Jonas Weller, Diözesanjugendpfarrer Matthias Struth, Jugendpfarrer Jan Lehmann von der Marienburg sowie Pater Albert Seul als Gastgeber der Wallfahrtskirche den Gottesdienst mit den Chören und ihren Begleitern.

Ein solches Chorfestival sei für die Jugendlichen eine große „Motivation nach innen und Werbung nach außen“, sagte der Leiter des Paderborner Domchores, Thomas Berning. Es seien „große Leitpfosten“ in der Chorarbeit, auf die sich die jugendlichen Sänger freuten, noch lange darüber redeten und die eine bleibende Wirkung hätten. Eines seiner Chormitglieder lobte neben der Gemeinschaft der Chöre, die sich sofort so gut verstanden hätten, auch das Rahmenprogramm auf dem gesamten Festival. „Wir haben zum Beispiel heute noch ein Fußballturnier, wo die Knabenchöre gegeneinander antreten“, sagte er mit Blick den Pueri-Cantores-Cup am Nachmittag, zu dessen Programm auch eine Schifffahrt auf der Mosel gehörte. Ein junges Essener Chormitglied, dem einige gemeinsame Lieder „sehr viel Spaß gemacht haben“, fand es außerdem besonders schön, dass sie auf einer „Burg“, der Jugendburg in Neuerburg, übernachteten. Außerdem freute er sich „heute auf das Schwimmbad“, dass in Bernkastel-Kues als Alternative für das Fußballturnier in hochsommerlicher Hitze zur Wahl stehen sollte.