Montag, 10. Oktober 2016

Ein vielfältiges „Wir“ entwickeln

Projekt „Inklusiv leben lernen in und um Bad Kreuznach“ startet mit Auftaktveranstaltung

Bad Kreuznach – Weder Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung, körperliche oder geistige Verfassung noch das Aussehen spielen beim Projekt „Inklusiv leben lernen in und um Bad Kreuznach“ eine Rolle. Das Projekt und 13 Gruppierungen, die sich ebenfalls für Inklusion einsetzen, haben sich bei einer Auftaktveranstaltung am 7. Oktober vorgestellt.

Horst Drach, Leiter Abteilung 1.1 - Pastorale Grundaufgaben im Generalvikariat in Trier, eröffnete die Veranstaltung; er fand ebenso wie Marion Eckart, stellvertretende Amtsleiterin des Sozialamtes in Stellvertretung für Landrat Franz-Josef Diel, Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer lobende Worte für das Projekt. Aufgrund der vielen Initiativen für Inklusion in der Stadt bezeichnete der rheinland-pfälzische Landes-Behindertenbeauftragte Matthias Rösch Bad Kreuznach sogar als eine „Inklusionsküche“.

Das Projekt haben vor drei Jahren Juliane Käser, Gabi Kloep-Weber und Cindy Davì gegründet. In den vergangenen Jahren haben sie viele Mitstreiter und Kooperationspartner wie das Zentrum Selbstbestimmtes Leben, die Stiftung Kreuznacher Diakonie, die Caritas Rhein-Hunsrück-Nahe, das Dekanat Bad Kreuznach, die Katholische Erwachsenenbildung Rhein-Hunsrück-Nahe und die Inklusive Seelsorge im Bistum Trier gefunden. „Dass sich in unserer Gesellschaft ein neues, vielfältiges ‚Wir‘ entwickelt, dazu wollen wir beitragen“, erklärte Gabi Kloep-Weber das Ziel des Projektes, das nun von der Aktion Mensch finanziell gefördert wird. „Und Inklusion heißt, niemand darf ausgeschlossen werden. Alle sollen mitmachen können“, fügte Cindy Davì hinzu. Das Projekt bietet Beratung, Netzwerk-, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. „Wir wollen mit kleinen, aber konkreten und realistischen Schritten wirklich etwas verändern“, erklärte Judith  Schwickerath vom Projektteam. Juliane Käser, ebenfalls Mitarbeiterin im Projekt, sieht einen Zusammenhang zur Synode des Bistums Trier: „Im Synoden-Text steht auch, dass Menschen selbstbestimmt beteiligt sein sollen; dies setzen wir in unserem Projekt um, indem wir als inklusives Team unterwegs sind.“ Markus Igel, der als Synodaler in der Diözesansynode war, ergänzte: „In der Synode haben wir Inklusion gefordert, im Projekt setzen wir sie um.“ Judith Schwickerath wünschte sich abschließend: „Das so etwas startet wie ein Domino-Effekt, das Menschen gute Erfahrungen machen und diese mit anderen teilen.“

Weitere Infos gibt es bei Pastoralreferentin Judith Schwickerath - Telefon 0671 79468821 oder per E-Mail judith.schwickerath(at)bistum-trier.de weitere Informationen, Porträts und Statements zum Projekt auch bei facebook