Donnerstag, 16. März 2017

Faire Löhne

kfd unterstützt Equal Pay Day und fordert mehr Lohn-Gerechtigkeit

Trier/Koblenz/Saarbrücken – Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier fordert anlässlich des Equal Pay Days am 18. März eine gerechtere Bezahlung für Frauen. Der Gesetzentwurf für mehr Entgelttransparenz Anfang Januar des Bundeskabinetts sei zwar ein „Großer Meilenstein in Richtung Gleichstellung von Frauen und Männern im Erwerbsleben“.  Doch sei dies nicht ausreichend.

Mit dem Gesetz werde erstmals anerkannt, dass es Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen in Betrieben gebe. Die kfd fordert doch weiter: Eine gesetzlich vorgeschriebene Lohntransparenz zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern. Dazu gehört die grundsätzliche Neubewertung der sogenannten Frauenberufe. Zudem will sie auf angelegte und sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse, die Existenzsicherung und selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Es soll gesetzlich garantiert werden, dass niemand bei Vollzeitbeschäftigung auf staatliche Zusatzleistungen angewiesen ist. Weiter fordert die kfd die Umwandlung aller Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse. Und: Haushaltsbezogene Dienstleistungen sollen aus der Illegalität herausgeführt und in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse überführt werden.

Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen liegt in Deutschland aktuell um 21 Prozent niedriger als der von Männern, erklärt die kfd. Das heißt, Frauen müssen statistisch gesehen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten, um das gleiche Jahresgehalt wie Männer „in der Tasche" zu haben. Dies sind 2017 genau 78 Kalendertage mehr. Daher wird der 18. März als Equal Pay Day begangen, ein internationaler Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen. Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier unterstützt dessen Ziele und macht jedes Jahr zu diesem Termin auf die erheblichen Verdienstunterschiede von Männern und Frauen aufmerksam.

Die Lohnlücke habe sich in den letzten zehn Jahren nur um wenige Prozentpunkte verringert, berichtet die kfd. Überall in Europa verdienten Frauen weniger als Männer. Dabei stehe fest, dass „Gleichberechtigung und faire Löhne nicht nur für Frauen Vorteile bringen, sondern auch Männer und die Wirtschaft profitieren.“ Chancengleichheit stärke die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Vor diesem Hintergrund unterstützt die kfd im Bistum Trier den zehnten bundesweiten Equal Pay Day mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen, etwa in Trier, Saarbrücken, Saarlouis, Ottweiler, Ahrweiler und Koblenz.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 30.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Bistum Trier. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Weitere Informationen unter www.kfd-trier.de und www.kfd-bundesverband.de.

(ChW)