Samstag, 11. März 2017

Gelebte Nächstenliebe

Solidaritätsmarsch der Maximilian-Kolbe-Schule bei strömendem Regen

Nicht einmal der Regen konnte die Schülerinnen und Schüler der Maximilian-Kolbe-Schule von ihrem Solidaritätsmarsch abhalten. (Foto: Hans Georg Schneider)

Neunkirchen/Wiebelskirchen – Heftiger Dauerregen und morastige Wege haben die Schulgemeinschaft der Wiebelskircher Maximilian-Kolbe-Schule nicht abhalten können. Am 9. März waren Schülerinnen, Schüler, die Lehrerschaft und viele Eltern wieder für eine gute Sache unterwegs. Zum 18. Mal ging es beim Solidaritätsmarsch der Schule um die Unterstützung von Hilfsprojekten für Kinder in aller Welt.

Zur Halbzeit des Marsches versammelten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter Regenschirmen auf dem Stummplatz zur traditionellen Kundgebung. Man sei von Wiebelskirchen hierher gekommen „um zu zeigen, was wir wollen, wozu wir stehen und um zu zeigen, was wir meinen, wenn wir von Solidarität reden“, sagt Schulleiter Walter Meiser: „Solidarität, das ist nicht bloß ein Wort, ein flüchtiger Gedanke, Solidarität ist gelebte Nächstenliebe“. Die verwirkliche sich im Handeln für andere, die der Hilfe bedürfen. „Unsere Solidaritätsaktion hilft denen, die keine Zukunft haben, es sei denn, wir ermöglichen ihnen eine Chance durch Bildung, durch das Errichten und Betreiben von Schulen, benannte Meiser einen Schwerpunkt der Hilfsaktionen, die seit 36 Jahren organisiert werden. Meiser dankt den Schülerinnen und Schülern, die zum Sammeln von Spendengeldern für den Solidaritätsmarsch nicht nur bei ihren Familien und Bekannten angeklopft hätten, sondern auch in die Nachbarschaft und durch die Straßen gegangen seien um für die Aktion zu werben und zu sammeln.

So auch der neunjährige Felix aus der vierten Klasse. „Ich bin von Haus zu Haus um zu sammeln und von unserer Aktion zu erzählen. Leider habe manche Leute mir die Tür zugeschlagen“, berichtet er. „Aber andere waren freundlich und haben auch was gespendet.“ 30 Euro hat er an Sponsorengeldern in seiner Liste eingetragen. Fiona, ebenfalls neun Jahre alt ist zum zweiten Mal dabei. Sie hat ihre Liste voll bekommen. „Es war nicht schwer“, freut sich die Viertklässlerin.

Immer wieder haben die Schülerinnen und Schüler in der Vorbereitung zum Soli-Marsch bei ihrer Spendensammlung von den Projekten erzählt, die sie diesmal unterstützen. Dazu wurde vom Projektteam um den Lehrer Gregor Römer eine intensive Informationsarbeit geleistet. Auch jetzt bei der Kundgebung auf dem Stummplatz geht es noch mal um die Anliegen. Der ehemalige Wiebelskircher Pfarrer Horst Holzer stellt sein Aidswaisen- und Straßenkinderprojekt im Kongo vor. Hier geht es um die Ermöglichung des Schulbesuches, um eine feste Unterkunft und fachliche Betreuung. In einem zweiten Projekt in Uganda will die Ottweiler Gruppe Wiwo eine Schule erweitern und ausbauen. Die Maximilian-Kolbe-Schule will dabei mithelfen. Vanessa Fritzen vom Kinderhospizdienst Saar dankt den jungen Leuten für ihr Engagement für schwerstkranke Kinder und Jugendliche sowie deren Familien. Auch diese Arbeit soll diesmal mit einem Teilbetrag gefördert werden.

Bisher haben die Solidaritätsaktionen der Schule im Schnitt 28.000 Euro erbracht, insgesamt bereits über 400.000 Euro. Wie viel es diesmal wird, erfahren alle Beteiligten bei einer gemeinsamen Feierstunde am Mittwoch, 14. Mai in der Schule.

(red)