Bistum Trier
Samstag, 30. April 2016

Kommunikativer Prozess über Jahre

Prozess zur Umsetzung der Synodenergebnisse vorgestellt

Trier – Die Umsetzung der Ergebnisse der Bistumssynode ist vor allem ein kommunikativer Prozess und wird Jahre in Anspruch nehmen. Das hat Generalvikar Dr. Georg Bätzing bei der siebten und letzten Vollversammlung der Synode am 29. April in Trier betont. Er stellt den Synodalen vor, wie die Umsetzung erfolgen wird.

War zunächst an eine „Umsetzungs-Kommission“ gedacht, habe die Leitungskonferenz im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) festgestellt, dass es aufgrund der Komplexität eine Umsetzungsstruktur brauche. Die Umsetzung beginne unmittelbar nach dem Ende der Synode. Auftraggeber sei der Bischof, der dazu seine Verwaltung nutze. Die Umsetzung werde zum Regelgeschäft, betonte der Verwaltungschef des Bistums. Dazu werde eine eigene Geschäftsordnung erarbeitet. Bätzing erinnerte daran, dass die Sachkommissionen die Frage der Ressourcen nicht behandelt hätten, dies müsse nun geschehen. Mit Blick auf die finanzielle Situation des Bistums sagte er: „Die Umsetzung wird kein Wunschkonzert sein.“

Entscheidungen werden künftig auf Ebene der Leitungskonferenz des Bistums getroffen. Die Umsetzung lenken wird eine Steuerungsgruppe, bestehend aus dem Generalvikar, Direktor Dr. Gundo Lames (BGV), Lydia Schmitt und Markus Krogull-Kalb für die Gesamt-Mitarbeitervertretung und einer noch nicht bestimmte „Gewährsperson“ der Synode – vermutlich aus der Moderatorenriege. Die Prozessleitung und damit das operative Geschäft wird beim bisherigen Synodensekretär Christian Heckmann liegen, dem Referenten, Sachbearbeiter und eine Sekretariat zur Seite stehen. Unterhalb der Prozessleitung bearbeiten Umsetzungsgruppen - „zusammengesetzt aus verschiedenen Kompetenzen und Professionalitäten“ - die verschiedenen Arbeitsaufträge. Die Mitarbeitervertretung wird gemäß der Mitarbeitervertretungsordnung beteiligt; die diözesanen Räte sind vor Richtungsentscheidungen zu hören und deren Voten sind zu berücksichtigen.

Die Umsetzung wird von einer externen Beratungsfirma begleitet – sowohl was den Prozess als auch was die Kommunikation angeht. Geplant sind zunächst zahlreiche Informationsveranstaltungen, bei denen auch Multiplikatoren für die Anliegen der Synode gewonnen werden sollen. Die gesamte Umsetzung werde von einer „Kommunikationswolke“ umgeben sein, beschrieb der Generalvikar das Vorgehen. Bis Oktober will die Leitungskonferenz die ersten Arbeitspakete für die Umsetzungsgruppen schnüren und diese bis Ende des Jahres mit den diözesanen Räten beraten. In den Gruppen sollen etwa Mitarbeitende aus den verschiedenen kirchlichen Einrichtungen, engagierte Ehrenamtliche - „wir hoffen auf ehemalige Synodale“, sagte Bätzing -, Mitarbeitende des Generalvikariates und weitere Fachleute mitwirken.

Die Vollversammlung tagt noch bis Samstagabend, 30. April und wird am Ende über das Schlussdokument abstimmen. Die Synode schließt am Sonntag, 1. Mai, mit einem Gottesdienst um 10 Uhr im Trierer Dom. Über den Facebook- und den Twitter-Account des Bistums kann die Synode live mitverfolgt werden. Infos gibt es auch unter www.synode.bistum-trier.de

Die Grafiken: Zum Aufbau der Umsetzung - zum Zeitplan bis Ende 2016