Mittwoch, 12. April 2017

Mehr als 60.000 Kilometer eingespart

Aktion Autofasten zieht auch im 20. Jahr positive Bilanz

Region – Fast 3500 Menschen haben sich in diesem Jahr bundesweit an der Aktion „Autofasten“ der evangelischen und katholischen Kirche beteiligt – 1500 mehr als im vergangenen Jahr. An der hohen Teilnehmerzahl in diesem Jahr sind maßgeblich auch zwei Schulen beteiligt. Sie haben sich mit ihrem Mobilitätsverhalten und dem Klimaschutz auseinandergesetzt. Viele Schülerinnen und Schüler verzichteten im Zuge der Aktion darauf, sich von ihren Eltern mit dem Auto in die Schule fahren zu lassen und nahmen stattdessen Bus, Bahn oder das Fahrrad. „Auch das 20. Jahr der Aktion hat gezeigt, dass diese nicht an Bedeutung verloren hat“, erklärt Johannes Wiegel von der Aktion „Autofasten“. 

Im Zeitraum von Aschermittwoch bis Ostersonntag haben 403 Frauen und Männer im Einzugsgebiet des SaarVV das Auto stehen lassen. In Trier haben sich 81 Menschen an der Aktion beteiligt und in Koblenz stiegen 76 Teilnehmende im Bereich des Verkehrsverbunds Rhein-Mosel auf den Öffentlichen Personennahverkehr, auf Fahrgemeinschaften, aufs Rad um oder absolvierten ihre Weg zu Fuß.

„Die gesparten Kilometer haben sich gegenüber 2016 mehr als verdoppelt. Das hat uns gezeigt, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stark mit ihrer Mobilität und dem Naturschutz auseinandersetzen“, führt Wiegel weiter aus. Bemerkenswert findet er, dass alleine 700 Kilometer zu Fuß zurückgelegt wurden. „Hier zeigt sich, dass auch kleine Schritt etwas bewegen können.“

Die Katholischen Bistümer und die Evangelischen Landeskirchen im Südwesten hatten dazu eingeladen, den Umgang mit dem Autofahren zu überdenken, das Auto so oft wie möglich stehen zu lassen und Alternativen wie den Öffentlichen Nahverkehr, Car-Sharing, Fahrgemeinschaften, Radfahren und andere auszuprobieren.

Unterstützt wird die Aktion von den Verkehrsverbünden und Verkehrsunternehmen der Aktions-Region. Weitere Unterstützer sind die Regierungen des Saarlandes, von Rheinland-Pfalz und Luxemburg. Beteiligt sind auch Fahrradverleiher, Car-Sharing-Unternehmen, der Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), der NABU, das Mouvement écologique, Greenpeace Luxembourg, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und viele mehr.

Weitere Infos gibt es auf www.autofasten.de