Bistum Trier
Donnerstag, 19. März 2015

Orientierungshilfe fürs Leben

Weihbischof Robert Brahm im Austausch mit drei FSJ’ lern

Beim Bogenschießen (vlnr.) Nadja Backes, Tobias Krämer, Ellen Bulan und Weihbischof Robert Brahm

Theley – Drei Jugendliche leisten zurzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in den beiden Wohngruppen des Saarbrücker Margaretenstifts auf dem Hofgut Imsbach. Anlässlich des Josefstags (19. März) haben sich in Theley Ellen, Nadja und Tobias mit Weihbischof Robert Brahm getroffen. Die drei jungen Erwachsenen arbeiten dort mit den Erziehern in den Wohngruppen für 5 bis 16 Jährige. „Der Weihbischof soll unsere Freiwilligen hier kennenlernen, etwas über ihre Motivation erfahren und sich über ihre Zukunft unterhalten, deswegen findet dieses Treffen am Josefstag statt.“, erklärt einleitend Claudia Lange von den Sozialen Lerndiensten im Bistum Trier.

„Das Freiwillige Jahr bietet mir eine gute Orientierungshilfe für mein Leben“ stellt Tobias Krämer fest. Der Zwanzigjährige hat eine Ausbildung zum Bänker begonnen, sich aber zu einem FSJ in den Wohngruppen um entschieden. Schon davor hat er Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen sammeln können. „Hier mache ich selbst einen Reifeprozess durch. Ich betreue Jugendliche die nicht viel jünger sind als ich, da bin ich schon in einer verantwortlichen Position, daran muss man sich gewöhnen.“, erzählt er. Tobias wohnt in Sotzweiler und ist sich jetzt schon sicher, dass er nach einem entsprechenden Studium in einem pädagogischen Beruf arbeiten will: „Ich könnte mir durchaus vorstellen genau hier zu bleiben.“ Nadja Backes aus Primstal hat ähnliche Erfahrungen gemacht: Während einer Ausbildung zur Bürokauffrau musste sie feststellen, dass sie ihren Horizont erweitern will. Deshalb hat sie sich für ein FSJ entschieden. „Ich bin durch Bekannte auf diese Möglichkeit gestoßen. „Es ist schön, wenn man das Gefühl hat, etwas Sinnvolles getan zu haben.“ erzählt sie zufrieden. Nadja hat ihr FSJ in Theley bereits beendet, jetzt studiert sie Soziale Arbeit in Wiesbaden. Ellen Bula ist gerade erst mit dem Abitur fertig. Sie will später einmal zur Kriminalpolizei. „Zunächst will ich hier aber noch Erfahrungen sammeln und vor allem soziale Kompetenzen erwerben.“ Obwohl sie noch nicht lange in den Wohngruppen tätig sei, berühre es sie, wenn die Kinder ganz gezielt nach ihr fragten. Sie fühle sich deshalb am richtigen Platz, auch „wenn es eigentlich keine Pausen gibt. Irgendwas ist immer.“

Beim Gespräch ist auch Seminarleiter Thilo Hess dabei, der Seminare für Freiwillige veranstaltet, die den jungen Leuten helfen sollen sich selbst auszuprobieren und eigene Ziele zu finden. „Das FSJ bietet dazu hervorragende Gelegenheiten“, ist er sich sicher. Diese Sicht teilt auch Weihbischof Brahm, der den Berichten der FSJ’ ler aufmerksam folgt. „Ich hoffe für Euch, dass Ihr ein Gespür für Euch selber findet, dass Ihr Erfahrungen sammelt und Euch für euren Lebensweg richtig entscheidet.“, wünscht er den jungen Leuten. Am Ende der Begegnung versuchten sich Weihbischof und Freiwillige im Bogenschießen. „Es geht auch hier darum sein eigenes Ziel zu finden, Verantwortung zu übernehmen und aufeinander zu vertrauen“, erklärt Thilo Hess.

Die Jugendaktion zum Josefstag ist eine Initiative des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Bischofskonferenz und der Bundesgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit.

Weitere Informationen: www.josefstag.de