Freitag, 8. August 2014

„Priester könnte der richtige Weg sein“

Die Teilnehmer informierten sich über "Kirche als Beruf" mit bereits Berufstätigen.

Rom – Gemeindereferent, Religionslehrer, Pastoralreferent, Priester: Vier Beispiele, wie man seinen Glauben zum Beruf machen kann. Über „Kirche als Beruf“ konnten sich am 7. August Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Messdienerwallfahrt nach Rom mit bereits Berufstätigen austauschen. Bei dem Treffen sprachen unter anderem Weihbischof Dr. Helmut Dieser und Jugendpfarrer Jan Lehmann mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen über ihren Weg in den Beruf und ihre Motivation.

„Priester könnte der richtige Weg sein“, sagt der 18-jährige Björn über seine Zukunft nach dem Abitur im nächsten Jahr. Schon seit vielen Jahren spiele er mit diesem Gedanken. Und je älter er werde, desto sicherer werde er sich dabei, sagt der junge Saarbrücker. Weihbischof Dieser erklärt, dass er durch sein Elternhaus und durch die kirchliche Jugendarbeit auf die Idee gekommen sei, Priester zu werden. Er habe probieren wollen, ob das sein Weg sei. „Und ich habe immer gemerkt, dass das richtig ist“, sagt Dieser heute. Jugendpfarrer Lehmann berichtet, dass er durch seinen Beruf einen Ort gefunden habe, wo er sich wohlfühle. Der Beruf sei sehr vielfältig, er könne kreativ sein, es gebe keine Routine. „Als Priester bin ich ständig am Leben der Menschen ganz nah dran“, erklärt Weihbischof Dieser. Besonders schön sei es, wenn er von Menschen Rückmeldungen bekomme, dass seine Worte geholfen hätten. „Wenn man den Glauben miteinander teilt, geht er tiefer“, sagt Dieser.

Eigentlich steckt Hannah bereits mitten in einer Ausbildung im technischen Bereich. Doch die junge Frau ist sich nicht sicher, ob dieser Beruf für ihre Zukunft der Richtige ist. Die 19-Jährige Obermessdienerin aus Remagen kann sich auch gut vorstellen, sich im Anschluss zur Gemeindereferentin ausbilden zu lassen. Sarah Backes wird im nächsten Jahr dieses Berufsziel erreicht haben. Noch ist sie Gemeindeassistentin in der Pfarreiengemeinschaft Waldrach, also im Vorbereitungsdienst für diesen Beruf. Seit sie 15 Jahre alt war, habe sie gewusst, was sie werden wolle, sagt die 23-Jährige. Ihre Mutter ist Pfarrsekretärin, sie selbst sei „halb im Pfarrhaus aufgewachsen“. Ehrenamtliches Engagement sei deshalb immer normal gewesen. „Es war logisch für mich, das weiter zu machen, was ich sowieso schon so viel ehrenamtlich mache“, sagt Backes. Sie spüre, dass der Beruf richtig für sie sei, denn so habe sie sozusagen ihr Hobby zum Beruf gemacht. Dieser Gedanke helfe dann auch, „wenn mal etwas nicht so gut läuft wie geplant“.

Nach dem Treffen fühlen sich sowohl Hannah als auch Björn in ihrem Berufswunsch bestätigt. „Schon seit ein paar Monaten habe ich diesen Gedanken im Kopf“, sagt Hannah. Ihre aktuelle Ausbildung will sie trotzdem zuerst beenden. „Ich bin noch jung genug, um danach ein Studium zu beginnen.“ Es sei schön gewesen, dass die Ansprechpartner von ihrem persönlichen Weg erzählten, sagt Björn. „Das bestätigt mich, hier richtig zu sein.“

Die bundesweite Messdienerwallfahrt nach Rom findet vom 3. bis 9. August 2014 statt. Weihbischof Dr. Helmut Dieser begleitet die Teilnehmenden aus dem Bistum Trier. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.minis-rom.de.