Mittwoch, 24. Mai 2017

Sammelwut an der Maximilian-Kolbe-Schule

Über 30.000 Euro kommen bei der Solidaritätsaktion 2017 zusammen

30124 Euro haben die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Solidaritätsaktion gesammelt

Wiebelskirchen – Sechs Schilder mit fünf Zahlen: 3-0-1-2-4. Durch das Komma mit Gedankenstrich auf dem letzten Schild wird klar: Diese Zahlen bilden einen Geldbetrag. So präsentierten Schülerinnen und Schüler der Maximilian-Kolbe-Schule (MKS) in Wiebelskirchen die Spendensumme, die sie bei ihrer Solidaritätsaktion 2017 gesammelt hatten. Die Kinder stehen zusammen mit Schulleiter Walter Meiser, Lehrer Gregor Römer, dem Organisator der Solidaritätsaktion, Staatssekretär Roland Krämer vom Umweltministerium, das die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hat, sowie den Vertretern der Projekte, denen die Spende der Kinder zugute kommen wird. Sie alle stehen unter einem Regenbogen, auf dem in großen Lettern steht: „Kinder helfen Kindern“. Daneben hängt eine aufblasbare Weltkugel mit allen Ländern der Erde.

„Kinder helfen Kindern ist nicht nur das Aktionsmotto“, erklärte Meiser, Leiter der Schule in Trägerschaft des Bistums Trier, zu Beginn der Veranstaltung in der Aula der Maximilian-Kolbe-Schule, „sondern eine Haltung und Wirklichkeit, die wir an unserer Schule mit Leben füllen.“ Alle 556 Schülerinnen und Schüler haben im Laufe der letzten Monate in ihren Stadtteilen und Orten um Spenden für drei Projekte gesammelt. Dafür kamen Vertreter der Projekte in die Klassen, um den Kindern die Projekte vorzustellen, damit sie an den Haustüren genau erklären konnten, wofür sie das Geld sammeln. Meiser lobte und bedankte sich für das Engagement der Kinder, die in eine regelrechte „Sammelwut und -leidenschaft“ verfallen seien. Der beste Beweis für diese „Sammelwut“ ist der kleine Kim aus der ersten Klasse der MKS, der allein in seinem Heimatort in Niederlinxweiler 361 Euro gesammelt hat – so viel wie noch kein Erstklässler zuvor. Und die Geschwister Amelie und Felix haben ganze 1800 Euro zusammengebracht. Nachdem sie 1200 Euro gesammelt hatten, hat ihr Papa noch einmal 600 Euro obendrauf gelegt. Dafür schlug ihnen nicht nur großes Staunen von ihren Mitschülerinnen und -schülern entgegen, sondern auch tosender Beifall. Als besonderes Dankeschön überreichte Gregor Römer ihnen einen Schwimmbadgutschein.

Das gesammelte Geld geht unter anderem an den Kinder-Hospizdienst Saar. Teamleiterin des Kinder-Hospizdienstes, Beate Leonhard-Kaul, bedankte sich bei den Kindern und erzählte ihnen, dass ihre Spende der Unterstützung und Begleitung schwerstkranker Kinder zu Gute kommen wird, zum Beispiel durch Musik-, Reit- oder Hundetherapie. Pfarrer Horst Holzer hat zusammen mit seiner ehemaligen Haushälterin Norbertina Scherschel ein Projekt für Aidswaisen und Straßenkinder im Kongo ins Leben gerufen. Auch dieses Projekt wird durch einen Teil der Spendensumme gefördert. Zu guter letzt wird eine Schule in Uganda mit Tischen, Stühlen und anderen Dingen ausgestattet. Das ist das Projekt des Vereins WiWo e.V. „Durch eure Hilfe können wir die Einrichtung für die Schule besorgen. Vielen Dank, von ganzem Herzen“, sagte Maximilian Zitzke von WiWo e.V.

Seit Beginn der Solidaritätsaktion der MKS haben die Schülerinnen und Schüler bereits über 400.000 Euro für soziale und caritative Projekte in aller Welt gesammelt.

(dh)