Freitag, 5. Mai 2017

Trau Dich!

Tag der Förderschulen bei den Heilig-Rock-Tagen

Casi und Monika Eisenbarth singen mit Schülern, Begleitern und Weihbischof Brahm (vorne links) zum Auftakt des Begegnungstages der Förderschulen das Mutmach-Lied.

Trier – Eine große Portion Mut und Vertrauen und sicher viele schöne Eindrücke haben rund 450 Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer von einem Mut machenden Tag mit nach Hause genommen. Von 17 Förderschulen aus dem Bistum Trier waren sie am 4. Mai nach Trier gekommen zu den Heilig-Rock-Tagen. Der Begegnungstag stand unter dem Motto „Trau dich!“

„Rapper zu sein und Musik zu machen, das wäre was für mich.“ Dennis muss nicht lange eine Antwort suchen auf die Frage, was er mit dem nötigen Mut gerne mal sein würde. Das ganz passende Outfit findet er zwar nicht im Angebot des Verkleidungs-Workshops. Aber dann entdeckt der 15-jährige Utensilien, mit denen er einem anderen seiner Vorbilder, dem Sänger Michael Jackson, sehr ähnlich sieht. Der Schüler der St. Martin-Förderschule Düngenheim traut sich, sich zu verkleiden und findet es klasse, als er sein Foto auf dem Handy sieht. So wie Dennis schlüpfen an diesem Vormittag viele Mädchen und Jungen im Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasium in Rollen. Oder sie gehen mutig auf Bärenjagd und bewältigen die Aufgaben im „Raum der tausend Gefahren“. Die 13 Workshops rund um das Leitthema hatten 45 Schülerinnen und Schüler der Trierer St. Helena-Schule für Erzieher gestaltet. Dabei geht es um Sinnes-Eindrücke und Basteln, ums Fotografiert werden, Bilderbuch-Kino und Kurzfilm ebenso wie um Tisch-Theater-Spiele, in denen mutige Menschen aus der Bibel wie der barmherzige Samariter vorgestellt werden. „Das war total schön. Die Geschichte haben wir in der Schule auch schon gelesen und nachgespielt“, erzählen Natalie, Celine und Felix von der Burg Landhut-Schule in Bernkastel-Kues. Besonders gefällt den Drittklässlern die Aussage, dass man alle Menschen gleich lieb haben soll, und dass Gott mutige Menschen mag.

Davon spricht auch Weihbischof Robert Brahm zu den Kindern und Jugendlichen, die sich nach dem abwechslungsreichen Workshop-Programm zum Gottesdienst im Dom versammeln. An das erste Lied dieses Morgens erinnert der Weihbischof. „Trau dich. Gott gibt dir Rückenwind. Gott macht dich groß“, haben der Liedermacher Casi Eisenbarth und seine Frau Monika mit Groß und Klein gesungen. Ein Lied, das längst zum Ohrwurm geworden ist und das alle begeistert mitsingen.

Erinnerungen an einen mutmachenden Tag.

Um Mut und Vertrauen geht es auch in der Geschichte von David und seinem Kampf gegen den Riesen Goliath, die mit Symbol-Figuren dargestellt wird. Mit Schleuder und Stein, vor allem aber im Vertrauen auf Gott konnte der kleine David den Riesen besiegen. „Es ist gut und wichtig, wenn jemand da ist, der uns Mut macht“, sagt Weihbischof Brahm und lädt die Schüler ein, nachzuspüren, wie gut die stärkende Hand eines Anderen auf der eigenen Schulter tut. „Solch ein gutes Gefühl dürfen wir auch haben. Denn Gott hält seine segnende Hand immer über“, gibt der Weihbischof den Schülern mit auf den Heimweg. Und sie nehmen alle einen Kieselstein mit nach Hause, der sie über diesen wunderbaren Tag hinaus erinnert und auffordert „Trau dich!“

(red)