Bistum Trier
Freitag, 3. Oktober 2014

„Wie geht’s Euch, Kinder Gottes?“

Bolivianischer Besuch bei der Vollversammlung der Synode in Saarbrücken

Die Bolivianer machten den Synodalen Mut

Saarbrücken – Mit Beratungen der zehn Sachkommissionen hat die Synode des Bistums Trier am Freitag die Vollversammlung im Saarbrücker E-Werk fortgesetzt. Nach dem Austausch zum Start der Vollversammlung ging es in den weiteren Gesprächen um die Klärung von möglichen Schnittstellen zu anderen Aufgabenfeldern und um das mögliche Einholen von Meinungsbildern der Vollversammlung zu den eigenen Arbeitsaufträgen.

Vor dem abendlichen Programm mit „Sehwegen“ für die Synodalen durch die Landeshauptstadt begrüßte Bischof Dr. Stephan Ackermann 22 Vertreterinnen und Vertreter der Bolivianischen Kirche, die als Tagesgäste an der Vollversammlung teilgenommen hatten.

Auch er träume von einer Zukunft der Kirche, wie die Synodalen von einer guten Zukunft für das Bistum Trier, sagte Weihbischof René Leigue aus Santa Cruz der Versammlung. Die Antwort auf viele Fragen könne man bei denen finden, die sich von der Kirche entfernt haben. Diese Menschen könnten die Frage beantworten, wie eine Kirche aussehen kann, die sie sich wünschen. Weihbischof Leigue erinnerte an Papst Franziskus und dessen Aufforderung, zu denen am Rande der Gesellschaft zu gehen und keine Angst zu haben. Das sei die große Aufgabe in Bolivien und auch für das Bistum Trier. Er habe die große Hoffnung, dass es gelingt, gemeinsam eine neue Seelsorge zu erarbeiten, sagte der Weihbischof und gratulierte Bischof Ackermann für den Mut, diese Synode einberufen zu haben.

„Wie geht’s Euch, Kinder Gottes?“ fragte Maria Nancy Saavedra, eine Vertreterin der Basisgemeinden in Santa Cruz in die Vollversammlung. Die Synode sei Weg der Sehnsucht, die Kirche zu verändern. Der Heilige Geist werde den Synodalen beistehen bei ihrem Bemühen, die Kirche zu erneuern, sagte Saavedra, denn man brauche dafür sehr viel Kraft. „Aber nach dem Sturm kommt die Windstille und wir werden alle glücklich sein mit Jesus Christus“.

Juan Pablo Vinto, ein Vertreter der Nationalen Jugendseelsorge in Bolivien sprach die Hoffnung aus, dass die Ergebnisse der Synode ein großer Schritt für die Erneuerung im Bistum Trier werden. Dazu empfahl der bolivianische Jugendvertreter, auch auf die jungen Leute im Bistum Trier zu hören, die viel zur Erneuerung beitragen könnten.

Am Abend waren dann die Synodalen auf Einladung des Dekanates auf sieben „Sehwegen“ in Saarbrücken unterwegs um die Stadt und ihre Menschen kennen zu lernen. Dabei reichte das „Menü“ vom Kennenlernen junger Bands in der City über einen nächtlichen Besuch in der Modernen Galerie und das Kennenlernen der Ludwigskirche bis zum Besuch in einer Moschee und einem muslimischen Abendgebet.

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