Bistum Trier
Montag, 7. November 2016

Barmherzigkeit erfahren und Gottes Lebendigkeit gespürt

Gottesdienst mit Bischof Ackermann zum Abschluss des Pilgerjahres

Trier – Durch die Pilgerinnen und Pilger habe er Gottes Barmherzigkeit erfahren und durch ihr Zeugnis Gottes Lebendigkeit gespürt: Für diesen „Schatz“ hat Bischof Dr. Stephan Ackermann beim Gottesdienst im Trierer Dom am 6. November zum Abschluss des Pilgerjahres gedankt. Über 1.200 Menschen aus dem Bistum Trier waren 2016 zu Pilgerreisen aufgebrochen. 420 Frauen und Männer hatten sich auf den Weg nach Lourdes gemacht, 220 pilgerten nach Rom, 400 Jugendliche nahmen am Weltjugendtag in Krakau teil. Dazu gab es Einzelne oder kleinere Gruppen, die zu unterschiedlichen Pilgerzielen unterwegs waren.

Begonnen hatte der Gottesdienst in der Liebfrauenbasilika mit einer Statio. Zum Ende des Jahres der Barmherzigkeit hatten die Pilgerinnen und Pilger die Gelegenheit, durch die Heilige Pforte in den Trierer Dom einzuziehen. Dieser Tag, sagte Bischof Ackermann, stehe im Zeichen des Erinnerns und Austauschs. Erlebnisse von den Pilgerreisen, die das Leben bestimmten und vielfach neue Orientierung gäben, gingen ein in den großen Erfahrungsschatz. Dabei habe dieses Pilgerjahr unter dem besonderen Vorzeichen des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit gestanden. „Heute dürfen wir noch einmal fragen, wo und wie wir diese Barmherzigkeit in besonderer Weise erfahren haben“, lud Ackermann ein. Dabei gehe es um Situationen, in denen jeder Mensch hinter seinen Möglichkeiten und Anforderungen zurückbleibe. „Da tut es dann in unserer unbarmherzigen Welt umso besser, dass Jesus Gott als einen barmherzigen Vater verkündet.“ Dieser zeige sich und bleibe nicht als kalte, unpersönliche Macht verborgen. Für ihn persönlich habe die Erfahrung von der Barmherzigkeit Gottes aber auch stark mit dem Pilgern zu tun, bekannte der Bischof. Gott lebendig bei den Menschen erfahren zu können, mit denen er habe unterwegs sein dürfen, sehe er sehr wertvoll an. „Denn auch wir Verkünder sind angewiesen auf den Glauben der Anderen und darauf, uns mitgetragen zu wissen“, erklärte Ackermann. Dabei sei es nicht nur der Glaube der jungen Menschen, der ihn stärke. Auch der Glaube der Älteren, die trotz insgesamt schwieriger Situation „nicht von Gott lassen, ist ein wichtiges Zeugnis für mich“.

Nach dem Gottesdienst tauschte der Bischof Erinnerungen mit den Wallfahrerinnen und Wallfahrern aus. Christa Damrow ist erstmals nach Lourdes gepilgert. „Und es war großartig“, schwärmte die 76-jährige Saarbrückerin. Besonders beeindruckt hätten sie die Lichterprozession und die internationale Messe. Ausgeglichener und zufriedener sei sie zurückgekehrt. „Und ich bin das erste, aber nicht das letzte Mal in Lourdes gewesen.“ Größere Erfahrungen mit dem besonderen Marienwallfahrtsort haben die Schwestern Elisabeth und Mechthild Friedrichs, die zum sechsten beziehungsweise dritten Mal aus Weidingen nach Lourdes aufgebrochen waren. „Trotzdem bringt diese Pilgerreise immer wieder etwas. Man wird ruhiger und gelassener und vergisst seine Sorgen“, bestätigten beide. Ihnen haben vor allem die Orte der Stille und der Gottesdienst morgens um 6 Uhr gut getan. „Wenn es mit dem gemeinsamen Urlaub klappt, pilgern wir nächstes Jahr zusammen nach Fatima.“

Informationen über die Pilgerreisen 2017 nach Lourdes mit Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg und mit Weihbischof Jörg Michael Peters nach Fatima gibt es beim Bischöflichen Generalvikariat, Doris Fass, Telefon 0651-7105-592, E-Mail: pilgerfahrten(at)bgv-trier.de.

(red)

Weiteres:

News Details